Ill Niño - Confession

Ill Niño- Confession

Roadrunner / Universal
VÖ: 29.09.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Children of the revoluçion

Ja, ist denn heut' schon Weihnachten? Fast, die Regale der Supermärkte sind mit Lebkuchen gut gefüllt, und die Angestellten von Ill Niño bieten uns ebenfalls schon im September ihre "Confession" an. Und zwar ziemlich laut. Nach dem in Ansätzen vielversprechenden Debüt "Revolution revoluçion" aus dem Jahre 2001 konnte sich das Sixpack, gefördert durch fleißiges Touren und energiegeladene Live-Shows, ja schon einen respektablen Platz in der Welt des Rumpelrocks erobern, den sie mit ihrem nun vorliegenden Zweitwerk untermauern, festigen und eventuell ausbauen wollen.

Und die Chancen stehen dafür gar nicht mal so schlecht. Jetzt, da die Urväter Korn langsam aber sicher zur pathetischen Selbstkopie verkommen, Limp Bizkit ihr Formtief souverän auf ein Neues bestätigen und von den sonstigen verbliebenen New Metal-Klonen nur selten jemand neue Akzente setzen konnte. Dies gelingt zwar Ill Niño auch nur bedingt, denn gelegentlich eingestreutes Tribal-Drumming und spanisches Gebrüll ist keineswegs mehr als innovativ zu bezeichnen, aber sie liefern für Freunde des Genres eine routinierte und unterhaltsame Scheibe ab.

Am Anfang gehen sie noch recht ruppig zu Werke, wie bei der ersten Single "How can I live", schon bekannt vom Soundtrack des Horrorstreifens "Freddy vs. Jason". Im Verlauf des Albums allerdings domniert der Gesangs- gegenüber dem Gebrüll-Anteil, und ein recht angnehmer Flow hält Einzug. Bandkopf, Produzent und Drummer Dave Chavarri, der sein Handwerk bei den Hardcore-Bolzern M.O.D. und Pro-Pain lernte und auch schon mal bei Soulfly aushalf, trommelt sich variantenreich durch den Songdschungel, und Sänger Cristian Machado hat in den letzten Jahren auch einiges dazugelernt. Man hört, daß Schluss ist mit den Revolutionsgelüsten und Ill Niño bekennen: Wir machen was wir können, und das können wir ganz gut

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • How can I live
  • Unframed
  • All the right words

Tracklist

  1. Te amo...I hate you
  2. How can I live
  3. Two(vaya con dios)
  4. Unframed
  5. Cleansing
  6. This time's for real
  7. Lifeless...life
  8. Numb
  9. Have you ever felt?
  10. When it cuts
  11. Letting go
  12. All the right words
  13. Re-birth

Gesamtspielzeit: 45:44 min.

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