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Zeromancer - Zzyzx

Zeromancer- Zzyzx

Pleasuredisc / WEA / Warner
VÖ: 01.09.2003

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

In the shadows

Kaum haben sich die Finnen The Rasmus in die Schatten geschlichen, legen die norwegischen Zeromancer den Düsterkittel beiseite und schwelgen dem Sonnenuntergang entgegen. Ihr einstmals stumpfes Holzen zwischen Industrial und Gothic erscheint nur noch wie eine ferne Ahnung, denn überraschenderweise haben bittersüße Melodien zwischen Liebeskummer und Kuschellaune das Zepter in die Hand genommen. Ein hübsch frisierter Haufen von durchaus netten Pop-Perlen ist das, was das eher unaussprechliche "Zzyzx" so bietet. Da darf man durchaus mal "Huch!" sagen.

Schon im Opener "Teenage recoil" weht eine sehnsüchtige Melodie herüber und darf ein wenig mit Synthie und Gitarren-Feedback kuscheln. Das wird all den netten, jungen Mädels gefallen, die sich nicht zwischen The Rasmus und Linkin Park entscheiden können. Ähnlich schwelgerisch gibt sich auch "Hollywood": "I was only dreaming / Censored for a deeper meaning." Keine nennenswerte Botschaft, aber immerhin die Lizenz zum Mitflöten.

Und dann wäre da noch das sich beinahe schon entzückend bei Slut und den, ähem, Scycs bedienende "Famous last words". "You never see me make / The same mistake twice", säuselt uns da Alex Møklebust entgegen, daß man fast fürchtet, einem Glucose-Schock zu erlegen. Aber futtert nicht jeder gerne mal die eine oder andere Tafel Schokolade zwischendurch? Klar doch. Deswegen nimmt man eben auch das ebenso von Zuckerguß überzogene "Erotic saints" mit. Aber bitte die Zahnbürste nicht vergessen!

Doch gerade wenn man denkt, ein angenehmes Album zum Unterwäschebügeln gefunden zu haben, bollern sich Zeromancer wieder um Sinn und Verstand. Und selbst die eben noch so angetane Schwiegermutter in spe schreit verunsichert "Stop the noise!" Dabei haben doch knarrende Sequencer und schepperndes Geriffe in "Blood music" oder - Achtung, nomen est omen - "Idiot music" das Industrial-Gelärme nur plump imitiert, ohne aber nennenswertes Schockpotential entwickeln zu können. Denn dazu sind die Norweger längst viel zu brav geworden. Vor manchem Babysitter müßte man mehr Angst haben.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Teenage recoil
  • Hollywood
  • Famous last words

Tracklist

  1. Teenage recoil
  2. Hollywood
  3. Famous last words
  4. Erotic saints
  5. Idiot music
  6. Stop the noise!
  7. Feed you with a kiss
  8. Lamp halo
  9. Mosquito coil
  10. Blood music

Gesamtspielzeit: 43:08 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Kristin
2011-03-12 23:59:36 Uhr
Oh no, was für ein Verriss des Erstlings von ZMR. Schickt doch bitte den Rezensent unbedingt zu einem Live-Konzert der Band, dann werden Sinn und Zweck des Albums klar: Tanzen, Mitgröhlen, Wut-Gefühle herausbefördern, Energie freisetzen, Ausflippen und ordentlich Schwitzen. Diese Songs eignen sich, um Massen zum Mitsingen, Springen und "Probleme-für-2-Stunden-vergessen" zu bewegen. Schafft auch nicht jede Band...
skold
2003-08-19 21:44:13 Uhr
Mkay, schade. Naja dauert ja nicht mehr sooo lange bis es rauskommt.
Armin
2003-08-19 20:55:40 Uhr
Liegt uns leider noch nicht vor.
skold
2003-08-19 20:32:56 Uhr
Hmmm. Eigentlich trau ich mich ja fast nicht zu fragen weil die alten Zeromancer CD's hier nicht wirklich beliebt sind, aber hat schon jemand von den Rezensenten das neue Album gehört?
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