Trapt - Trapt

Trapt- Trapt

Warner
VÖ: 15.09.2003

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Rasenmäher

Schnapp, die Falle hat zugeschlagen, oder biß sich der Hund selbst in den Schwanz? Rock, der mal als Alternative begann und nun als Mainstream die Charts und Playlists dieser Welt überschwemmt. Beispiele gefällig? Nickelback, Staind, Creed, Puddle Of Mudd und nun auch The Rasmus, die sich derzeit nicht mehr zwingend im Schatten tummeln müssen. Genau in die von den genannten Bands frei gespülte Kerbe in den Windungen der Konsumentengehirne plätschert nun das Debüt von Trapt, noch dazu erfolgreich. In den USA bereits mit Gold geadelt, soll es nun auch hierzulande klappen.

Die Chancen stehen nicht einmal schlecht. So präsentiert sich der der Opener "Headstrong" als Prototyp des (neo-) klassischen Abgehsongs, irgendwo zwischen Papa Roachs "Last resort" und Nickelback. "Echo" ist ein dezent dramatischer Heuler mit dem richtigen Ansatz zwischen Taschentuch- und Schunkelfaktor. Hinzu treten mit "These walls" und "Still frame" sogar richtig gute Poprocksongs, kompetent und abwechslungsreich dargeboten und ein kleines bißchen abseits ausgetretener Pfade schlendernd.

Die Texte der Kalifornier beschäftigen sich - Überraschung! - mit dem Hin und dem Her in der Hatz um Zuneigung sowie Herzschmerz im allgemeinen. Also auch diesbezüglich: nichts Neues! Oder wie es die Band selbst in "Stories" auf den Punkt bringt: "Too much of the same stories in our lives / I think it's time to change." Es gibt viel zu verändern. Trapt warten lieber ab, bis es ein anderer macht.

Immerhin schaffen es Trapt, noch das letzte grüne Fleckchen auf dem abgegrasten Acker zwischen So-called-New Metal und So-called-Neo Grunge zu finden. Und ringen mit ihrer Zugänglichkeit dem Hörer doch gelegentlich ein Mitnicken und -trällern ab. Nur: So richtig fesseln sie nicht. Man tappt zwar in die Falle, aber die eigenständige Befreiung aus derselben ist minder schwierig: ein Druck auf die Stop-Taste genügt.

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • Headstrong
  • These walls
  • Still frame

Tracklist

  1. Headstrong
  2. Made of glass
  3. Hollowman
  4. These walls
  5. Still frame
  6. Echo
  7. The game
  8. When all is said and done
  9. Enigma
  10. Stories
  11. Newe beginning

Gesamtspielzeit: 53:20 min.

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