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Sia - Music – Songs from and inspired by the motion picture

Sia- Music – Songs from and inspired by the motion picture

Atlantic / Warner
VÖ: 12.02.2021

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Schales Popcorn

Wenn man Sia Kate Isobelle Furler eines nicht vorwerfen kann, dann ist es wohl Faulheit. In den gut fünf Jahren, die seit ihrem letzten regulären Studioalbum "This is acting" vergangen sind, war die 45-jährige wieder einmal alles andere als untätig. Wie gewohnt war sie auch in der Zwischenzeit wieder gern gesehene Gastsängerin, steuerte zahlreiche Features bei und bescherte ihren Fans 2017 das Weihnachtsalbum "Everyday is christmas". Als wäre das nicht schon genug Arbeit, hat sich die Wahl-Amerikanerin im Anschluss statt auf die heimische Couch in den Regiesessel begeben und mit "Music" ihr Debüt als Filmemacherin auf der großen Leinwand abgeliefert. Dementsprechend versteht sich das neue Album "Music – Songs from and inspired by the motion picture" als die musikalische Begleitung des Streifens. Ein Herzensprojekt also, das auf inspirierte Songs hoffen lässt.

Eine Hoffnung, die sich leider dank einer missratenen ersten Albumhälfte sehr schnell in Luft auflöst. Anstatt mit frischem Wind und neuen Ideen an den Start zu gehen, präsentiert sich Sia in Tracks wie "Together", "Eye to eye" oder dem gruseligen "Saved my life" mit Lyrics à la "Boom boom boom beats my heart" nicht nur ohne Elan, sondern auch ohne die zuckersüßen Melodien und die pfiffige Produktion, welche auf älteren Scheiben über die eine oder andere Schwäche im Songwriting hinwegsehen ließen. "Hey boy" mag als provokanter Partytrack im Film funktionieren, wirkt im Albumkontext aber aufgesetzt und den Fähigkeiten seiner Sängerin so gar nicht angemessen. "Floating through space" missfällt mit stumpfen Disco-Beats und einem plumpen Refrain, was beim Blick auf die Song-Credits nicht wirklich überrascht – niemand Geringeres als David Guetta durfte hier seine unverkennbare Duftnote beisteuern. Nun ist Sias musikalischer Output seit "Some people have real problems" in dieser Hinsicht generell kein Kind von Traurigkeit mehr, bot aber immerhin in schöner Regelmäßigkeit lupenreine Pop-Hits. Ein Song vom Kaliber eines "Chandelier" oder auch "The greatest" wird an dieser Stelle schmerzlich vermisst.

Dankenswerterweise streut die gebürtige Australierin ab dem theatralisch angehauchten Titeltrack "Music" zumindest ein paar kleinere Lichtblicke ein. Opulente Grandeur, gepaart mit dezenten Elektro-Fiepsereien und dem Fokus auf Sias charakteristischer Stimme sorgen hier zum ersten Mal für einen ansatzweise runden Song. In eine ähnliche Kerbe schlägt das orchestrale "Beautiful things can happen", das sich in eindringlichen drei Minuten auf das Wesentliche konzentriert: "There’s no sound out here in the quiet, it’s just me and my thoughts." Im zackigen "Miracle" schlägt Sia einen Bogen zum Sound von "This is acting"; sicherlich kein Hit für die Ewigkeit, hier aber mit seinem gefälligen Refrain gern gesehen. Und mit "Courage to change" zieht das Album dann doch noch eine waschechte Pop-Perle aus dem Köcher. Der gemächliche Aufbau mündet in einen Chorus, bei dem man kaum anders kann, als die Fäuste in die Luft zu strecken und das Leben in all seinen Facetten, Höhen und Tiefen, zu feiern: "You’re not alone in all this." Sia ist und bleibt auch weiterhin eine Bereicherung der Mainstream-Pop-Szene. Man kann ihr dennoch nur wünschen, für das nächste Werk ein wenig mehr zur Ruhe zu kommen.

(Hendrik Müller)

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Highlights

  • Music
  • Courage to change

Tracklist

  1. Together
  2. Hey boy
  3. Saved my life
  4. Floating through space
  5. Eye to eye
  6. Music
  7. 1+1
  8. Courage to change
  9. Play dumb
  10. Beautiful things can happen
  11. Lie to me
  12. Oblivion (feat. Labrinth)
  13. Miracle
  14. Hey boy (feat. Burna Boy)

Gesamtspielzeit: 49:22 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 19401

Registriert seit 08.01.2012

2021-02-10 20:42:39 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 19401

Registriert seit 08.01.2012

2021-01-14 18:32:07 Uhr - Newsbeitrag
Ein unerwartetes Duo!

Der nigerianische Superstar Burna Boy ist Feature Gast auf Sias Single "Hey Boy"


Sias Album "Music" erscheint am 12. Februar und sie veröffentlichte die Tracklist zum Album über ihre Socials


Sia veröffentlicht am 12. Februar 2021 ihr achtes Studioalbum “Music - Songs From And Inspired By The Motion Picture”. Die Albumankündigung der neunfach Grammy-nominierten Multiplatin-Künstlerin wurde begleitet von der Single “Hey Boy”. Den Track gibt es nun in einer neuen Version - zusammen mit dem afrikanischen Superstar Burna Boy! Seht unten außerdem das neue Comic Video zum Track.

Mit “Together”, “Saved My Life” und “Courage To Change” veröffentlichte Sia letztes Jahr die ersten von 14 Songs, die sie für den kommenden Kinofilm “Music” (VÖ: Februar 2021) schrieb. Das Drehbuch für den Film entwickelte Sia dabei über die letzten acht Jahre selbst.

Das zugehörige Album umfasst insgesamt 14 Songs, die sowohl speziell für ihren kommenden Film als auch inspiriert von dem Projekt geschrieben wurden. Die Musikerin schrieb nicht nur sämtliche Songs für den Film, sondern ist auch Co-Autorin des Drehbuchs und feiert ihr Debüt als Spielfilm-Regisseurin.

Sia veröffentlichte außerdem die Tracklist zum neuen Album auf ihren Socials, sie liest sich wie folgt: 1. Together / 2. Hey Boy / 3. Saved My Life / 4. Floating Through Space / 5. Eye to Eye / 6. Music / 7. 1 + 1 / 8. Courage to Change / 9. Play Dumb / 10. Beautiful Things Can Happen / 11. Lie to Me / 12. Oblivion / 13. Miracle 7 14. Hey Boy ft. Burna Boy.

Fiep

Postings: 620

Registriert seit 29.04.2014

2020-11-19 22:44:09 Uhr
Cheap Thrills war die letzte die ging.

Alice

Postings: 235

Registriert seit 27.10.2019

2020-11-19 22:24:08 Uhr
Das ist wirklich schlecht. Klingt auch so lustlos/herzlos... am Anfang ihrer Kommerzpopzeit hatte sie zumindest noch Popsongs mit großen Melodien (Elastic heart, Chandelier), gegen die man wenig sagen konnte, auch wenn mir die Sia aus den 2000ern besser gefiel, aber das was sie in den letzten Jahren abliefert ist einfach nur noch irgendwie den Fame nutzen und austauschbare belanglose Nummern raushauen.

Fiep

Postings: 620

Registriert seit 29.04.2014

2020-11-19 21:55:45 Uhr
Das ist... grottig. Sia hätte ich mal als gute pop sängerin bezeichnet, aber eigentlich seit jahren nichts mehr gehört das mich nicht abgeturnt hätte, und das ist einfach nur mies.

Es klingt auch irgendwie...sooo veraltet.
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  • Sia (1 Beiträge / Letzter am 23.11.2016 - 00:34 Uhr)