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Darlingside - Fish pond fish

Darlingside- Fish pond fish

More Doug / Membran
VÖ: 09.10.2020

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Festlich im Leben stehen

Ja, is' denn heut' scho' Weihnachten? Könnte man fast meinen, wenn Darlingside mit ihrem festlich angehauchten Folk loslegen. Die Vocals treten fast nur in Chorform auf, die Melodien sind so behaglich, dass man sie als Kuscheldecke verwenden möchte. Auch ihr viertes Album "Fish pond fish" passt einfach zu gut in die kalte Jahreszeit. "Everything's golden", stellt das Quartett aus Boston im eindringlichen "Crystal caving" passenderweise fest. Die Akustische strummt, die Percussion geht auf Tuckerfahrt – solange, bis der Refrain innehält und ein paar Streicher die Tür passieren. Das folgende "Ocean bed" denkt gar nicht erst an eine Anpassung des Prinzips, dreht lediglich die Drums noch etwas mehr auf und bricht sogar in einen schmissigen perkussiven Part aus.

Dass diese elf Songs derweil keine Innovations-Blumentöpfe gewinnen, sollte klar sein. Das Konzept des Vorgängers "Extralife" irgendwo zwischen den sphärischen Momenten von Fleet Foxes vermischt mit einer Direktheit wie bei Mumford & Sons behält "Fish pond fish" bei. Da sticht ein "February/Stars" mit seinem überraschenden Switch von gemächlichem Folk zur Klaviernummer im All bereits heraus. "Suddenly stars are underneath." Huch. Auch das gleichermaßen außerweltliche, psychedelische Finale von "Denver" hatte man so nicht auf dem Schirm. Aber Darlingside bleiben bei ihren Leisten. Selbst wenn die Instrumente mehr aufs Tempo drücken, hält der stets getragene Gesang die Stücke an der Leine. Das führt dazu, dass die Musik gerade im Mittelteil etwas unaufgeregt vorbeiplätschert. Die Ideen eines "Green + evergreen" etwa werden in der Nachbarschaft besser umgesetzt.

Dass dem Vierer immer wieder starke Harmonien wie im unterschwellig zunehmenden "See you change" gelingen, soll dabei nicht unerwähnt bleiben. So ein Highlight muss man auch erst mal kurz vor Toreschluss noch raushauen. "I see you change into something true" – und sicher meinen die es grundehrlich mit ihrer Musik. Manchmal würde man sich eben wünschen, dass ein Song wie "Keep coming home" etwas mehr traut, als sich nur selig untern Tannenbaum zu legen und dort unbeweglich zu verweilen. Das ist dann "nur" schön, schafft jedoch nicht den weiteren Schritt. Aber allzu viel mag man eben nicht kritteln an "Fish pond fish". Wer Darlingside kennt, der weiß, was auf dem Tablett serviert wird. Ersteres tun ja sowieso bislang noch viel zu wenige Menschen.

(Felix Heinecker)

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Highlights

  • Ocean bed
  • February/Stars
  • See you change

Tracklist

  1. Woolgathering
  2. Crystal caving
  3. Ocean bed
  4. Keep coming home
  5. Green + evergreen
  6. Time will be
  7. February/Stars
  8. Denver
  9. Mountain + sea
  10. See you change
  11. A light on in the dark

Gesamtspielzeit: 42:25 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18878

Registriert seit 08.01.2012

2020-11-18 20:44:20 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18878

Registriert seit 08.01.2012

2020-07-21 19:18:02 Uhr - Newsbeitrag
DARLINGSIDE (FOLK-POP) SIND WIEDER DA!
DAS NEUE ALBUM "FISH POND FISH"
ERSCHEINT AM 09.10.2020
(LABEL/VERTRIEB: MORE DOUG RECORDS-
THIRTY TIGERS/MEMBRAN)

Die erste Single "Ocean Bed" gibt es ab sofort im Stream


Wenn sich Darlingsides erstes Album "Birds Say" (2015) aus Nostalgie auf die Vergangenheit konzentrierte und ihr zweites Album "Extralife" (2018) die ungewisse Zukunft betrachtete, so steht "Fish Pond Fish" fest in der Gegenwart und schaut auf das, was hier und jetzt ist.
Dave Senft (Bass), Don Mitchell (Gitarre, Banjo), Auyon Mukharji (Violine, Mandoline) und Harris Paseltiner (Cello, Gitarre) haben mit ihren Songs eine Naturgeschichte geschaffen, die uns in Gärten, Mandelhaine, Obstgartenreihen, auf den Meeresgrund und unter die Sterne führt.

Die Band wird seit langem für ihre Harmonien und ihr intelligentes Songwriting gelobt, das von NPR als "exquisit arrangierter, literarisch orientierter, barocker Folk-Pop" beschrieben wird, und ihre dynamische Präsenz hat sie zu einem beliebten Live-Act gemacht. Aber dieses Album zeigt ihre weitreichenderen Fähigkeiten beim Erzählen von Geschichten: Die Natur ist ein Spiegel, wie die Lieder vermuten lassen, mit Titeln wie Ocean Bed, Green + Evergreen, Mountain + Sea und Crystal Caving, die Metaphern ihrer Titel bilden. Eine Erfahrung der Natur ist eine Erfahrung des Selbst; eine Erfahrung des Selbst ist eine Erfahrung der natürlichen Veränderung.

Die Band begann Ende 2019 mit den Studioaufnahmen von "Fish Pond Fish", als sie in die Tarquin Studios zogen - das Wohnstudio des Grammy-gekrönten Produzenten Peter Katis (Interpol, The National). Das Zusammenleben und -arbeiten brachte sie in ihre sehr frühen Jahre unter einem Dach in Hadley, Massachusetts, wo die Ursprünge ihrer intimen Zusammenarbeit entstanden waren. Auf Katis' Vorschlag hin wurden viele Komponenten der anfänglichen Demos als Schichten in den produzierten Tracks beibehalten, um den Geist der ursprünglichen Aufnahmen zu bewahren. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die gleichzeitig das Album mit den meisten Bedroom-Tracks und das produktionslastigste Album in voller Länge ist, das die Band bisher veröffentlicht hat.


Darlingside
"Fish Pond Fish"
Label/Vertrieb:
More Doug Records-Thirty Tigers/
Membran
VÖ: 09.10.2020

Pressestimmen zum Vorgänger "Extralife"

"...als hätten David Crosby, Steven Stills und Graham Nash in Paris eine Bluttransfusion machen lassen, um mit einer smarteren Version ihres Werks zurückzukehren."
MDR KULTUR - Album der Woche

„Hoffnungsvolle Lieder von den nächsten Neofolk-Großmeistern.“
ROLLING STONE (4/5)

„Extraschöne Folk- und Kammermusik mit reichem Innenleben.“
MUSIKEXPRESS (4,5/6)

„Darlingside aus Boston behelligen ihre Zuhörer nicht mit allzu großer Ambition wie zuletzt die flinken Füchse. Aber singen können die vier Jungs wie kaum jemand sonst, und das tun sie auf „Extralife“ hemmungslos und nach Herzenslust.“
DPA

„Die vier Soft-Folker haben in ihrer Kindheit definitiv eine Überdosis Simon & Garfunkel verabreicht bekommen, ein Song ‚Singularity‘ wäre in solch einer Perfektion sonst nicht möglich gewesen.“
CLASSIC ROCK

„In seinen besten Momenten verzückt Extralife auch all jene, die immer noch Fleet Foxes tolles erstes Album im Kopf haben.“
VISIONS

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