Apparat - Soundtracks: Equals sessions

Apparat- Soundtracks: Equals sessions

It's Complicated
VÖ: 10.07.2020

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Aller guten Dinge sind vier

Die vergangenen Monate nutzte Sascha Ring alias Apparat zum Aufräumen der etwas anderen Art: Er nahm sich eigener Auftragsarbeiten der letzten Jahre an und unterwarf diese einer zweiten Aufarbeitung. Das Resultat davon sind vier Soundtracks, die im Laufe der Zeit auf Streamingplattformen veröffentlicht wurden und auch bald physisch erscheinen. Die ersten drei der Reihe sind "Capri-Revolution", "Stay still" und "Dämonen", das hier vorliegende "Equals sessions“ zum Film "Equals" von 2015 ist der letzte Teil der Serie. Auffallend schlicht und gleichzeitig schön sind dabei bereits die jeweiligen Coverartworks.

"Equals sessions" ist nun nicht nur der letzte, sondern auch der beste Teil der Serie. In Gänze wirkt es wie ein komplett neues, zusätzliches Apparat-Album, welches auch ohne Filmkontext wunderbar funktioniert. Was hier unter dem Namen Apparat läuft, ist eine Kombination aus Rings Aufnahmen in Zusammenarbeit mit Philipp Timm und einigen Stücken des Musikers Dustin O’Halloran. Keine eingebauten Sprachschnipsel, keine filmdramaturgischen Brüche stören dabei den Flow von "Equals sessions". Die Aufnahmen sind dabei rein instrumental, bis auf das abschließende "The past", dem Ring seine markante, weiche Stimme leiht.

Geboten wird der schwelgerisch leichtfüßige Ambient-Elektro Apparats, welcher hin und wieder auch den Blick gen Tanzfläche wagt. "Slice" etwa pluckert einen guten Teil seiner sieben Minuten vor sich hin und feuert gen Ende mit akutischen Stroboskopeffekten um sich, sodass der Weg zu Moderat hier denkbar kurz ist. Das ebenfalls den Zusatz "Live in Paris" tragende "Dark anthem" geht mit einem an startende Flugzeuge erinnernden Soundeffekt ebenso gut nach vorn. Der Rest: die bekannten Synthieflächen Apparats. Im Gegensatz zu "Dämonen" etwa fehlen hier schon Streicher, Pathos und große Geste, dafür ist "Equals sessions" in sich geschlossener. Die grundsätzliche Empfehlung gilt jedoch der gesamten Reihe – Negativ-Ausreißer finden sich in allen vier Veröffentlichungen nicht, und die Aufnahmen sind mehr als "nur" Bilduntermalung. Besonders hervorzuheben ist dabei die schöne Version von "Bad kingdom" auf "Stay still".

(Klaus Porst)

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Highlights

  • Love theme (Live in Paris)
  • Slice (Live in Paris)
  • Dark anthem (Live in Paris)
  • The past

Tracklist

  1. Glass
  2. Love theme (Live in Paris)
  3. Slice (Live in Paris)
  4. Sad mug
  5. Infected
  6. Big romance
  7. Dark anthem (Live in Paris)
  8. Knowing
  9. Escape from den
  10. A nightmare
  11. The past

Gesamtspielzeit: 40:13 min.

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User Beitrag

Voyage 34

Postings: 955

Registriert seit 11.09.2018

2020-08-18 13:03:13 Uhr
Wunderbare Platte, habe sie gestern stundenlang auf der Autobahn gehört. Für mich ist ne 8-8,5/10 drin, aber ich fand LP5 auch schon außerordentlich stark.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18393

Registriert seit 08.01.2012

2020-08-09 22:07:16 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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