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Love Fame Tragedy - Wherever I go, I want to leave

Love Fame Tragedy- Wherever I go, I want to leave

Good Soldier Songs / AWAL
VÖ: 10.07.2020

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Hier rein, da raus

Erfahrungswerte sind immer so eine Angelegenheit für sich. Von den daraus resultierenden Ableitungen und Schlussfolgerungen ganz zu schweigen. Die Aussagekraft ist begrenzt und unterm Strich eher eine nette und semiverlässliche Spielerei. So hat der hier schreibende Rezensent in seiner nunmehr einige Jahrzehnte andauernden Phase des Musikhörens die Erfahrung gemacht, dass ein richtig gutes, also überragendes Album – warum auch immer – zumindest einen Song beinhaltet, der qualitativ nicht passt, sich nicht ins Gesamtbild einfügt oder gegenüber dem restlichen Liedgut sehr stark abfällt. Wohlgemerkt nicht immer, aber sehr oft.

Vorab: Auf "Wherever I go, I want to leave" gibt es keinen einzigen richtig schlechten Song. Und was bedeutet das nun im Umkehrschluss für das Debütalbum von Love Fame Tragedy? Soviel sei gesagt: eine richtig gute, um nicht zu sagen hervorstechende Platte ist Matthew Murphy hier trotzdem nicht gelungen. Leicht überdurchschnittlich und durch die Bank weg gut hörbar, aber nichts, was richtig lange im Gedächtnis bleibt oder einen gar vom Hocker haut. Womit wir auch schon bei einer der vielen Gemeinsamkeiten mit Murphys Hauptband wären. Prinzipiell hätten nämlich auch alle Songs auf einem Album von The Wombats ihren wohlverdienten Platz gefunden. So zum Beispiel das gleichermaßen zuckersüß und melancholisch eröffnende "5150" oder das bereits von der 2019er EP "I don't want to play the victim, but I'm really good at it" bekannte "My cheating heart", bei dem Joey Santiago von den Pixies in die Saiten greift sowie Model und Sängerin Maddi Jean Waterhouse fröhlich mitträllert.

Letztgenannte schnappt sich im späteren Verlauf des Albums beim knietief in den 80ern hängengebliebenen "Hardcore" erneut das Mikro. Überhaupt muss man sagen, dass der Begriff "Soloprojekt" bei der Fülle an Gastmusikern, die Murphy um sich schart, fast schon fehl am Platze ist. Neben den hierzulande noch nicht übermäßig bekannten Singer-Songwriter-Damen Lauren Aquilina und Holly Isabella Rankin alias Jack River geben auch The-Killers-Bassist Mark Stoermer, Tori Amos' Drummer Matt Chamberlain, Crystal Fighters-Frontfrau Eleanor Fletcher und Keyboarder Gus Unger-Hamilton von Alt-J ihr Stelldichein und singen bzw. musizieren fleißig mit. Nicht schlecht!

In handlichen und leicht bekömmlichen Dreiminutenhäppchen wird einem ein Potpourri serviert, das mal tanzbar ("You take the fun out of everything"), mal zurückgelehnter ("Brand new brain"), mal voll von poppigen Synthesizern ("Multiply") und mal purer Indie-Pop ("Riding a wave") ist, wobei die Übergänge fließend bleiben und eine Abgrenzung nicht wirklich möglich ist. Muss aber auch nicht. Und sonst so? "Pink mist" klingt in der Tat irgendwie, äh, pink und "Honeypie" genauso süß, wie der Titel besagt. Leicht, nicht belastend und zweckmäßig rauschen die 50 Minuten vorbei – einer der wenigen Momente, die hängenbleiben, ist der Refrain "I live on an island surrounded by sharks" aus "Sharks". Auf die Erfahrung hingegen kann man getrost verzichten.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • 5150
  • You take the fun out of everything
  • Sharks (feat. Dan Williams)

Tracklist

  1. 5150
  2. My cheating heart (feat. Joey Santiago and Maddi Jean Waterhouse)
  3. Pills (feat. Lauren Aquilina)
  4. Body parts
  5. Multiply (written with Bastille / feat. Jack River)
  6. Hardcore (feat. Maddi Jean Waterhouse)
  7. Everything affects me now (feat. Joey Santiago, Mark Stoermer and Matt Chamberlain)
  8. You take the fun out of everything
  9. Please don't murder me (part 2) (feat. Ellie Fletcher)
  10. Backflip (feat. Gus Unger-Hamilton and Matt Chamberlain)
  11. Sharks (feat. Dan Williams)
  12. B team (feat. Jack River)
  13. Pink mist
  14. Honeypie (feat. Joji Malani)
  15. The sea is deep and the world is wide
  16. Riding a wave
  17. Brand new brain (feat. Gus Unger-Hamilton)

Gesamtspielzeit: 50:08 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18830

Registriert seit 08.01.2012

2020-07-08 20:47:05 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18830

Registriert seit 08.01.2012

2020-06-17 18:17:05 Uhr - Newsbeitrag
Love Fame Tragedy kündigt neues Album "Wherever I Go, I Want To Leave" an (VÖ: 10.07.2020)
Neue Single „5150"
"Already, Love Fame Tragedy sound big" -​ ​NME
"Urgent damaged synth-pop from the Wombats frontman Murph’s new project" - The Times
"Murph Murphy’s solo project is straight from the art" - METRO
"An intriguing first taste of Murph’s delicious solo work and we certainly hope there’s more to come" - DORK

Nach der Veröffentlichung seiner zweiten EP "Five Songs to Briefly Fill the Void" im März gibt Matthew "Murph" Murphy - Gitarrist und Leadsänger von The Wombats - heute Einzelheiten zu "Wherever I Go, I Want To Leave" bekannt - dem Debütalbum seines Soloprojekts Love Fame Tragedy, das am 10. Juli 2020 über Good Soldier Songs/AWAL veröffentlicht wird.

Gemeinsam mit der Ankündigung erscheint auch seine neue Single „5150". Benannt nach dem Code, der im kalifornischen Recht verwendet wird, um Personen zu schützen, die eine Gefahr für sich selbst darstellen, spiegelt der Track die Versuchungen wider, sich der Verantwortung zu entziehen. Murph erklärt: ‘5150 refers to the California law code for individuals who present a danger to themselves or others due to signs of mental illness. In this case it refers more to how I occasionally feel a need to escape, regardless of the repercussions”

▶ Anhören: Love Fame Tragedy - „5150"



http://lovefametragedy.lnk.to/5150Video

Love Fame Tragedy wurde nach einer Pablo-Picasso-Ausstellung in der Tate Modern benannt, und das Soloprojekt des Wombats-Sängers erblickte vor gut einem Jahr das Licht der Welt.
Das Debütalbum "Wherever I Go, I Want To Leave" ist eine herrlich ungehemmte Sammlung von Synthie-Pop-Bekenntnissen, in denen Hedonismus, Verantwortung, Angst und die Zerbrechlichkeit der Liebe aufeinander prallen und zeigt Murph von seiner bislang persönlichsten und kreativsten Seite.

Das Album wurde in London, Los Angeles und Sydney aufgenommen und kombiniert Songs der beiden vorherigen EPs mit sieben neuen Stücken und bringt eine beeindruckende Liste von Mitwirkenden zusammen, darunter Dan Smith von Bastille, Eleanor Fletcher von Crystal Fighters, Joji Malani (Gang of Youths), Alt-J's Gus Unger-Hamilton, Schlagzeuger Matt Chamberlain (Soundgarden), Arts vs. Science's Dan Williams, Lauren Aquilina, Jack River und Maddi-Jean Waterhouse.

Tracklist zum Album "Wherever I Go, I Want To Leave"
01. 5150
02. My Cheating Heart (ft. Joey Santiago and Maddi Jean Waterhouse)
03. Pills (ft. Lauren Aqualina)
04. Body Parts
05. Multiply (Written with Bastille / ft. Jack River)
06. Hardcore (ft. Maddi Jean Waterhouse.)
07. Everything Affects Me Now (ft. Joey Santiago, Mark Stroemer and Matt Chamberlain.)
08. You Take The Fun Out Of Everything
09. Please Don't Murder Me (Part 2) (ft. Ellie Fletcher)
10. Backflip (ft. Gus Unger-Hamilton and Matt Chamberlain)
11. Sharks (ft. Dan Williams)
12. B Team (ft. Jack River)
13. Pink Mist
14. Honeypie (ft. Joji Malani)
15. The Sea Is Deep and The World Is Wide
16. Riding A Wave
17. Brand New Brain (ft. Gus Unger-Hamilton)

jo

Postings: 2180

Registriert seit 13.06.2013

2020-04-22 11:15:47 Uhr
Na, es wird wohl so wie immer sein: Einer will in eine etwas andere Richtung gehen, kann das aber in seiner Hauptband nicht richtig durchsetzen, weil die anderen etwas anderes wollen. Oder: Jemand will häufiger Sachen veröffentlichen, der Rest der Band aber nicht. Könnte an einem von beiden, gleich beiden Möglichkeiten oder irgendwas dazwischen liegen...

Gordon Fraser

Postings: 1718

Registriert seit 14.06.2013

2020-04-22 02:09:13 Uhr
Sowas verstehe ich immer nicht: LFT klingt genauso wie die eigentliche Hauptband des Sängers. Warum dann diese Ausgründung? "My Cheating Heart" war übrigens noch ganz gut, die neue EP ist hingegen ziemlich schwach. Erwarte da auch in Richtung eines etwaigen Albums nicht viel.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18830

Registriert seit 08.01.2012

2019-06-12 13:50:33 Uhr - Newsbeitrag


Wombats Sänger Matthew “Murph” Murphy präsentiert sein neues Soloprojekt Love Fame Tragedy
Video zur ersten Single "My Cheating Heart"

Matthew “Murph” Murphy – Gitarrist und Leadsänger des Indiepop-Trios The Wombats – hat sein Soloprojekt Love Fame Tragedy ins Leben gerufen. Die erste EP heißt "I Don’t Want To Play The Victim, But I'm Really Good At It" und erscheint im September über Good Soldier Songs / AWAL Recordings. Aufgenommen wurde sie mit einer ganzen Reihe musikalischer Gäste in London und Los Angeles.

Die Debütsingle ‘My Cheating Heart’ feierte gestern als Annie Macs “Hottest Record” auf BBC Radio 1 Premiere und ist ab jetzt auf allen gängigen Portalen erhältlich.
Im Video ist Model und Sängerin Maddi Jean Waterhouse zu sehen, die den Song auch gemeinsam mit Murph singt.

▶ Ansehen: Love Fame Tragedy "My Cheating Heart" (official video)

"My Cheating Heart" ist unbestreitbar mitreißend. Um ein verzerrtes Gitarrenriff aufgebaut, beschäftigt sich der Song mit dem ausschweifenden Hedonismus und den Versuchungen unserer Welt. Produzent Mark Crew (Bastille, Rag’n’Bone Man) verleiht Murphs unbändigem Talent als Songwriter synthetische Ecken und Kanten und gibt so einen durchaus repräsentativen Vorgeschmack auf die kommende erste Solo-EP.

Love Fame Tragedy ist nach einer bahnbrechenden Pablo Picasso-Ausstellung in der Tate Modern benannt. Matthew “Murph” Murphy hat sich für die Aufnahmen eine Reihe illustrer Freunde und Kollaborateure ins Studio eingeladen, u.a. Joey Santiago von den Pixies, Gus Unger-Hamilton von Alt-J, Model und Sängerin Maddi Jean Waterhouse und der Soundgarden- und Pearl Jam-Drummer Matt Chamberlain. Im September wird es bei einigen ausgewählten intimen Shows erstmals die Gelegenheit geben die neuen Songs live zu erleben, u.a. im Berliner MAZE (14.9.).
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