The All-American Rejects - The All-American Rejects

The All-American Rejects- The All-American Rejects

Dreamworks / Motor / Universal
VÖ: 08.09.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Jugendlicher Leichtsinn

Sie hat ihn verlassen. Egal. Die Sonne scheint, die Welt ist schön, das Glück perfekt! Es gibt nämlich genau zwei Arten, mit Herzschmerz umzugehen. Den Weg der Trauer oder den Weg der All-American Rejects. Schließlich strahlt am Ende jedes noch so dunklen Tunnels ein Licht. Alles eine Frage der Einstellung. Die All-American Rejects winken grinsend der Verflossenen nach und basteln lustige Songs aus ihrem Liebeskummer. Sie klopfen beschwingt auf ihr Xylophon ein und trällern Dinge wie "So bottle up old love / And throw it out to sea." Wieso sollte man auch eine Person in seine Arme schließen, wenn man stattdessen genausogut die ganze Welt umarmen kann?

Aber die All-American Rejects können noch ganz andere Dinge. Verwirren, zum Beispiel. Nach dem anfänglichen Umz-Umz von "Don't leave me" fehlt eigentlich nur noch ein blondierter Scooter-Affe, der "Hyper, hyper!" brüllt. Und nach dem originellen Kirchenorgel-Intro von "Swing, swing" erwartet man alles, bloß nicht einen solch großartigen Song. Den All-American Rejects gelingt es im wahrsten Sinne des Wortes spielend, ihre netten Ideen in noch nettere Songs zu packen, die einen tagein, tagaus begleiten. Welche Band schafft es schon, eine ganze Woche lang gleich zwei Ohrwürmer ins Hirn des Rezensenten zu pflanzen?

Anders als mit den eher gemächlichen, nicht zu knapp an Weezer erinnernden Überhits "My paper heart" und "Swing, swing" gehen die All-American Rejects aber auch gerne etwas flotter zur Sache. "One more sad song" oder "Drive away" würden auch auf einem Blink 182-Album nicht auffallen. Rein stilistisch, versteht sich. Denn es gibt einen feinen Unterschied zwischen den All-American Rejects und den zahlreichen Möchtergernpunk-Rotzlöffeln: Während diese meist auf die dreißig zugehen und klingen wie Zwölfjährige, zeugt die Band um den gerade mal 19-jährigen Tyson Ritter von der Cleverness ganz alter Hasen.

Das muß aber lange nicht heißen, daß die All-American Rejects ihre jugendliche Unbeschwertheit abgelegt hätten. Ganz im Gegenteil. Dieser Power-Pop macht mehr Spaß als Schaukeln bis zum Anschlag, als mit Schwung eine Rutsche runterzufegen, als den Gegenüber auf der Wippe mit Schmackes in die Wolken zu katapultieren. Die All-American Rejects wecken das Kind im Manne. Willkommen auf dem Spielplatz der Leichtigkeiten.

(Armin Linder)

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Highlights

  • My paper heart
  • Swing, swing

Tracklist

  1. My paper heart
  2. Your star
  3. Swing, swing
  4. Time stands still
  5. One more sad song
  6. Why worry
  7. Don't leave me
  8. Too far gone
  9. Drive away
  10. Happy endings
  11. The last song

Gesamtspielzeit: 42:49 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Pure_Massacre
2005-10-11 20:39:39 Uhr
Ah, falscher Thread ;-)
Pure_Massacre
2005-10-11 20:39:05 Uhr
Schöne, treffende Rezi. Lediglich meine Favoriten sehen anders aus.
pinkstrawberry
2005-10-09 18:00:43 Uhr
sind die 06 mal wieder in deutschland? die sind so was von hamma doll^^
Kindermaxiking
2004-02-26 21:15:27 Uhr
Ich war(!) auch mal fan von denen, bis ich vor ein paar wochen sie mal live bei Craig Kilborn gesehen habe... Oh man, waren die schlecht!


Sie wurden sogar hinterher ausgebuht, nur die mädels haben zugejubelt (bestimmt aus mitleid)

Swing Swing!
erdie
2004-01-22 21:40:11 Uhr
find die cd auch echt klasse! läuft bei gerade rauf und runter! kann ich echt nur jedem empfehlen!!
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