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Bukahara - Canaries in a coal mine

Bukahara- Canaries in a coal mine

BML / Galileo
VÖ: 13.03.2020

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Bunt ist die Welt

Musik von Welt und Musik für die ganze Welt – so könnte man beschreiben, was Bukahara dem Hörer bieten. Aus verschiedensten Winkeln der Erde trieb es die vier Multi-Instrumentalisten vor einiger Zeit zum Jazz-Studium nach Köln, wo sie 2009 zusammenfanden und die Band gründeten. Die Wurzeln der Musiker liegen in Westfalen, Tunesien, der Schweiz, Syrien und Palästina. Bei Bukahara verschmelzen die vielfältigen Einflüsse verschiedener Musikkulturen zu einer Musik, die das Quartett selbst irgendwo zwischen Gipsy, Reggae und Balkan Sound einordnet. Ein großer Teil des mittlerweile vierten Longplayers der Gruppe lässt sich allerdings ziemlich treffend mit dem Begriff "Folk" beschreiben. Dieser spielt sogar beinahe die Hauptrolle, andere Elemente wirken jedoch erfrischend auf ihn ein und lassen "Canaries in a coal mine" einerseits heimelig vertraut und gleichzeitig nach der großen weiten Welt klingen.

Das beste Feature der Band ist ganz klar ihre Vielseitigkeit. Diese äußert sich sowohl in der Instrumentierung der Songs als auch in der Sprache, in welcher die Lyrics vorgetragen werden, und in den verschiedenen Stimmungen der Songs: Neben der unverzichtbaren Akustik-Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug bereichern unterschiedlichste Schlaginstrumente, Posaune, Geige, Sousaphon und Mandoline das Spektrum. Der fließende Wechsel zwischen den Instrumenten, der sich live beobachten lässt und naturgemäß das gleichzeitige Erklingen zu vieler Instrumente verhindert, wurde auch im Studio umgesetzt. Der Musik kommt das dadurch sehr aufgeräumte und nie überfrachtete Klangbild zugute, welches somit immer freie Sicht auf die gefälligen, weil überaus poppigen Kompositionen garantiert.

Von eher folkigen Stücken wie "Happy" oder "Afraid no more" zu Beginn des Albums führt der Weg über eingängige Popstücke wie "Canaries in a coal mine" und "We are still here" zu Songs in arabischer Sprache mit orientalischem Flair und spannungsvollen Rhythmen, zu Deutschpop, zurück zu Folk-Balladen, hüftschwingenden Ethno-Pop-Explosionen und vielem mehr. Bukaharas Musik ist virtuos, aber nie unnötig komplex, meistens tanzbar, voller ungewöhnlicher Ideen und vor allem tierisch eingängig. Gepaart mit Messages für Vielfalt, Liebe, gegen Angst und Hass entsteht starke Musik, die nicht nur gut ins Ohr geht, sondern von dort aus auch gleich weiter ins Herz drängt.

(Christopher Padraig ó Murchadha)

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Highlights

  • Happy
  • The vulture and the little boy
  • Under the sea

Tracklist

  1. Happy
  2. Afraid no more
  3. Canaries in a coal mine
  4. We are still here
  5. Ktir
  6. The vulture and the little boy
  7. Under the sea
  8. Wolken
  9. Baum
  10. Mafarr
  11. Laterna magica

Gesamtspielzeit: 42:07 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18830

Registriert seit 08.01.2012

2020-05-17 23:07:15 Uhr
Wusste gar nicht, dass die so (verhältnismäßig) bekannt sind. Gingen bis zu dem Album komplett an mir vorbei. Muffathalle und Top-100-Platzierung für die neue Platte. Aber wirklich stark, mein Lieblingsalbum 2020 bisher.

TheMakko

Postings: 52

Registriert seit 27.02.2015

2020-04-01 15:01:09 Uhr
Ich finde die erste Hälfte deutlich stärker als die zweite. Aber kann man gut durchhören

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18830

Registriert seit 08.01.2012

2020-04-01 12:33:14 Uhr
Klingt halt eher wie ein Sampler, selten so viele Genres auf einem Album gehört. Aber gefällt fast durchweg.

TheMakko

Postings: 52

Registriert seit 27.02.2015

2020-04-01 09:19:01 Uhr
Ja!

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18830

Registriert seit 08.01.2012

2020-03-25 22:17:24 Uhr
Das gefällt doch ziemlich gut.
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