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Oh Wonder - No one else can wear your crown

Oh Wonder- No one else can wear your crown

Island / Universal
VÖ: 07.02.2020

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Im Elektro-Pop-See

Pop muss nicht immer ab der ersten Sekunde packen – manche Songs und Sounds brauchen eben länger, um sich einen Platz im Herzen der Zuhörer zu sichern oder um richtig aufzublühen. Etwa so verhält es sich auch mit den Stücken von Oh Wonder. Bei federleichten Elektro-Fanfaren und sanften Synthie-Sounds schrabbt das Duo aus London allerdings auch immer wieder gefährlich nah an der Belanglosigkeit vorbei. Was soll's – auch auf ihrem dritten Album "No one else can wear your crown" lässt es sich nicht von Mainstream-Gedudel und Hit-Zwang davon abbringen, Musik zu machen, auf die es Bock hat.

Theoretisch bringt das Duo einige Elemente mit, die eine ästhetische Mischung versprechen: Subtile Elektronik trifft hier auf einen lockeren Indie-Sound und hohen wie sauberen Gesang von Josephine Vander Gucht, von dem Ellie Goulding und Lena Meyer-Landrut nur träumen können. Inhaltlich verpackt das Duo auf seinem dritten Album Trennungen, Herzschmerz und wie man alleine wieder mit selbst zurecht kommt oder gar eine neue Person in sein Leben lässt. Grucht und Band-Kollege Anthony West sind auch privat ein Liebespaar und legen ihre Beziehung auf "No one else can wear your crown" inklusive verschiedener Erlebnisse und Emotionen offen unter das lyrische Mikroskop. Das reicht vom sentimentalen Klavier-Duett "Better now", welches durch Schnipsen und elektronische Wummereien immer wieder aufgelockert wird, über das poppig-dynamische "Drunk on you", bis hin zur Einsicht "I wish I never met you", in dem Grucht und West wieder gemeinsam singen und von Clean-Bandit-artigen Geigen begleitet werden.

Bei all dem, was Oh Wonder im Elektro-Pop richtig machen, gelingt es ihnen auf ihrem dritten Album leider trotzdem nicht, nachhaltig zu beeindrucken oder wirklich greifbare Songs zu hinterlassen. Interessant: Im zunächst sehr reduzierten Schlusslicht "Nebraska" stecken nicht nur rührende Liebeserklärungen, sondern auch ein echter Rohdiamant, der abermals vor allem durch Guchts unfassbar feinen Gesang glänzt. Vielleicht hatten Oh Wonder einfach das Pech, zu einer Zeit ihre Musik zu veröffentlichen, in der es so viele vergleichbare Künstler gibt. Dabei sticht das Duo nicht aus dem großen Synthie-Pop-Teich heraus, wie beispielsweise Chvrches, die den Sound frühzeitig auf eine neue Ebene vorangetrieben haben, sondern dümpeln mit ihren netten und gleichzeitig so gleichgültigen Liebessongs zwischen Künstlern wie Walk The Moon und Foxes umher. Vielleicht wäre es an der Zeit, melodisch noch mutiger zu werden.

(Lena Zschirpe)

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Highlights

  • I wish I never met you
  • Nebraska

Tracklist

  1. Dust
  2. Happy
  3. Better now
  4. Hallelujah
  5. In and out of love
  6. How it goes
  7. Drunk on you
  8. Nothing but you
  9. I wish I never met you
  10. Nebraska

Gesamtspielzeit: 30:32 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 18872

Registriert seit 08.01.2012

2020-02-03 20:41:38 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2019-11-27 11:39:40 Uhr - Newsbeitrag
Album: "No One Else Can Wear Your Crown"
VÖ 07.02.20
Label: Island Records / Universal Music


Mit "I With I Never Met You" veröffentlichen Oh Wonder eine weitere Single aus ihrem am 07. Februar erscheinenden Album "No One Else Can Wear Your Crown". Darauf legen sie die moderne Millennial-Liebe - auch ihre eigene - unter das Mikroskop und transportieren mit großer Energie eine Botschaft von Selbstakzeptanz, Empowerment und Freude.

Neben aller Positivität beleucht das Duo darauf aber auch ihre Vergangenheit, so wie bei dem Song "I Wish I Never Met You", den Josephine kürzlich auf Social Media "all my cheating ex-boyfriends" widmete. Im Umgang mit solch emotionalen Turbulenzen beweisen Oh Wonder aber auch ein weiteres Mal ihre Fähigkeit, Licht in die dunkelsten Themen bringen zu können.
Das Video zum Song feiert heute Premiere:
Direktlink:

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2019-11-14 20:08:49 Uhr - Newsbeitrag
OH WONDER


kündigen mit Single ihr neues Album + Tour an



Single "I Wish I Never Met You" VÖ: 14.11.19
Album "No One Else Can Wear Your Crown" VÖ: 07.02.20
Label: Island Records / Universal Music


In nur fünf Jahren haben sich Oh Wonder von einem britischen Geheimtipp zu einer Band mit 2 Milliarden Streams, mehr als einer Million Platten- und 300.000 Ticketverkäufen für Venues wie die Brixton Academy gemausert. In dieser Zeit hat sich auch aus der innigen Freundschaft zwischen Josephine und Anthony eine romantische Beziehung mit all seinen Höhen und Tiefen entwickelt.

Heute geben Oh Wonder erste Details zu ihrem neuen und dritten Album bekannt:
"No One Else Can Wear Your Crown" erscheint am 07. Februar 2020 und enthält neben den ersten Singles "Hallelujah" und "Better Now" auch ihren heute bei allen Streamingdiensten veröffentlichten Track "'I Wish I Never Met You":
Direktlink:


Für das Album "No One Else Can Wear Your Crown" legten Oh Wonder die moderne Millennial-Liebe - auch ihre eigene - unter das Mikroskop und erforschten eine Vielzahl verschiedener Emotionen und Erlebnisse. Neben einem "Coming-out-als-Paar"-Song oder "Craig Davids '7 Days' für die traurige Generation" transportiert das Album aber auch mit großer Energie und Positivität eine übergeordnete Botschaft von Selbstakzeptanz, Empowerment und Freude.

Mit dem neuen Album kündigten Oh Wonder heute auch den ersten Teil ihrer neuen Welttournee an, die sie in drei deutsche Städte führt:

15.03.20 Köln, Live Music Hall
16.03.20 Hamburg, Docks
17.03.20 Berlin, Astra Kulturhaus
Vorverkaufsstart: 22. November 2019

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

2019-09-05 20:07:44 Uhr - Newsbeitrag
Oh Wonder
OH WONDER veröffentlichen ihre neue Single "Hallelujah" ++ Video-Premiere am Donnerstag, 15 Uhr
Oh Wonder, OH WONDER veröffentlichen ihre neue Single Hallelujah ++ Video-Premiere am Donnerstag, 15 Uhr




Oh Wonder war eines der bestgehüteten Geheimnisse Großbritanniens - und eroberten die Herzen des Publikums im Sturm! Was mit dem relativ bescheidenen Ehrgeiz begann, einen Track pro Monat ein Jahr lang auf Soundcloud hochzuladen, veränderte schnell das Leben von Josephine und Anthony. Fünf Jahre, 2 Milliarden Streams und mehr als eine Million Plattenverkäufe weltweit - sowie ein Top-10-Album zu Hause und ausverkaufte Shows wie die Brixton Academy und 300.000 globale Headlinetickets - sind die erste Bilanz. Zudem ist da die innige Freundschaft zwischen Josephine und Anthony, deren magnetische Verbindung auf und neben der Bühne (wie viele Fans spekuliert haben) sich zu einer romantischen Beziehung mit all den Höhen und Tiefen entwickelt hat.

Wenn Oh Wonder schon immer mehr zu bieten hatten, als gedacht, dann läutet die neue Single "Hallelujah" eine neue Klarheit der Band ein. Einen Song von gedämpften Harmonien und wunderschöner Orchestrierung zu halsbrecherischen Electro-Sound und schwindelerregendem Pop aufzubauen, ist mit Sicherheit ein musikalisches Highlight in Oh Wunders bisheriger Karriere. Und so sehr 'Hallelujah' den Sound der Band nach vorne treibt, für Josephine und Anthony (die immer noch alle ihre Musik selbst in ihrem Heimstudio schreiben, aufnehmen und produzieren) steht es auch für diese Zuversicht - sich zu öffnen und zurückzukehren zu deinen Wurzeln.

Das Video zu "Hallelujah" feiert am Donnerstag, 15 Uhr Premiere!

http://www.universal-music.de/oh-wonder/home
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