A Static Lullaby - And don't forget to breathe

A Static Lullaby- And don't forget to breathe

Ferret / Indigo
VÖ: 21.07.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Lippenbekenntnis

Oh, aber sicher doch! Beziehungstechnisches Gedöns ist ein zweischeidiges Schwert. Ja oder Nein? Für immer? Oder nimmer? Anfang? Oder Ende? Rein? Oder Raus? Fragen über Fragen. So steigt man mit einer Kombo wie A Static Lullaby auch nicht wirklich völlig vorbehaltlos in die Kiste. Das riecht nämlich erst mal nach Modepüppchen. Denn natürlich predigt "And don't forget to breathe" den, ja, tatsächlich, den Sound der Stunde. Krachig, heiser, zerrissen. Wie schon so viele andere Kandidaten zuvor, jetzt, danach. Aber die Sterne stehen manchmal günstig. Trotz all der vorprogrammierten Pein, dem Streß, der inneren Zerrissenheit, die unausweichlich folgen wird. Nothing left to lose. Money left to burn. Allein zu Haus. Aber fatalerweise eben nicht nur da.

Also scheiß drauf! Ab dafür. Und tatsächlich: Irgendwie macht das diesmal auch Sinn. Man gleiten rein. Fühlt sich gut dabei. Vergißt tatsächlich, zu atmen. Und erreicht sogleich mit einem gnadenlosen Brecher wie "Love to hate, hate to me" einen Höhepunkt sondergleichen. "It's my fault / I can't sleep, 'cause you're on my mind / I have made an attempt to have you / Tonight I will sleep with the gun in my mouth / Good night, my love." Hallo? Seid ihr alle da? Prächtigst. Zugehört! Selbstzerstörung hat einen neuen Namen. Und was für einen.

Auch sonst dreht sich auf, unter und in diesem Baby so ziemlich alles um weitaus mehr als bloß dralle Gitarren und dicke Eier. Die scheuen Frischlinge legen sogleich nach und machen die Beine so richtig breit. "Oh misery is so beautiful / I need this", kreischt's im Postkoitus Interruptus, bei dem "Withered" die zweite Runde einläutet. Verschnauft werden kann später. Keine Frage. Man kommt erstmal voll und ganz auf seine Kosten. Ganz schön gnadenlos. "When you wake up it all starts again." Oh, ja! Aber bitte doch!

"This touch / Last touch / This touch / Won't break me." Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Auch festgefroren in den "Charred fields of snow". Wie bitte? Du hast immer noch ein paar Fragen, die dringendst einer Antwort bedürfen? Ob Du weitermachen sollst? Oder aussteigen? Ob das nur ein One Night Stand ist? Oder die Liebe fürs Leben? Ob Du festhalten sollst? Oder loslassen? Gott, was bist Du dämlich.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Love to hate, hate to me
  • Withered
  • The shooting star that destroyed us

Tracklist

  1. Nightmares win 6-0
  2. Love to hate, hate to me
  3. Withered
  4. Lipgloss and letdown
  5. A sip of wine chased with cyanide
  6. We go to eleven
  7. The shooting star that destroyed us
  8. A song for a broken heart
  9. Annunciate while you masticate
  10. Charred fields of snow

Gesamtspielzeit: 40:36 min.

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