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Lucky 7 - Lucky 7

Lucky 7- Lucky 7

Omega / PIAS / Zomba
VÖ: 23.06.2003

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Fast verzählt

Die Voraussetzungen scheinen anno 2003 unter keinem guten Stern zu stehen und alles andere als günstig zu sein. Haben Lucky 7 die letzten Jahre etwa im Proberaum verpennt? Nicht nur, daß der Pop-Punk-Zug schon vor geraumer Zeit weitergebrettert und beinahe außer Sichtweite gen Horizont verschwunden ist. Nein, im Vergleich zu den anderen prominenten Vertretern der Zahlenband-Zunft müssen die Jungs sich zudem auch nur mit einer einzigen, läppischen Sieben begnügen.

Schicksal? Selbst schuld? Oder vollkommen egal? Vermutlich von allem etwas, aber allzu schlimm ist ihre Verspätung natürlich nicht. Zuhörer finden sich immer. Und das sogar millionenfach. Als MP3.com im Jahr 1999 gelauncht wurde, konnte das Quartett aus San Diego gleich weit mehr als 3.000.000 (in Worten: drei Millionen) Downloads von Usern aus aller Welt auf der Haben-Seite verbuchen. Top-Rankings in Internet-Charts, Preise und Auszeichnungen als "Top Internet Band" waren die Folge. Für eine anfangs lediglich durch die Clubs in Kalifornien tingelnde und zudem vertragslose Band ohne Label und Promotion im Rücken beinahe schon beängstigend.

Weitere Downloads, permanentes Touren und eine stetig wachsende Fanbase brachten letztlich den erhofften Plattenvertrag und die nun vorliegenden 15 Songs zustande. Es muß also was dran sein an Lucky 7. Aber was? Punkrock zieht ja immer, die poppige Variante davon nur noch bedingt. Was muss also her? Richtig. Gefühle! Emotionen! Jaja, das E-Wort.

Aber Lucky 7 gelingt es erstaunlich gut, Altbekanntes in neuem Gewand erstrahlen zu lassen. Treibende Strophen, catchy Refrains, mehrstimmiges Background-Schubidu, überraschende Breaks und galoppierende Drums. Das dürfte bei so manch sommerlicher Gartenparty für Kurzweil, Kopfnicken und den passenden Soundtrack sorgen. Leicht und nicht belastend. Daran können auch die zumeist traurig ausgehenden Frauengeschichten, von denen hier gesungen wird, nichts ändern. Allerdings hätten zwei bis drei belanglose Füllsongs weniger und ohne das irgendwie deplaziert wirkende "Face the world", eine Post-Grunge-meets-80s-Hardrock anmutende Ballade, aus aufgeblasenen 50 knackige 30 Minuten werden können. Stattdessen sparte man aber wohl lieber am Namen.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Where are you?
  • Come Monday
  • Last winter

Tracklist

  1. Where are you?
  2. Come Monday
  3. Falling asleep
  4. Be the one
  5. One track mind
  6. Face the world
  7. My father's son
  8. California girl
  9. Gray summer day
  10. Crash and burn
  11. Runaway
  12. Princess dreams
  13. The last time
  14. 2000 miles
  15. Last winter

Gesamtspielzeit: 50:23 min.

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