Wildwood Kin - Wildwood Kin

Wildwood Kin- Wildwood Kin

Silvertone / Sony
VÖ: 04.10.2019

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Three is family

Beth und Emily Key sowie deren Cousine Meghann Loney wandeln auf den Spuren des Wohlklangs. Ganz in der Tradition des britischen Folkverständnisses haben sich die drei Musikerinnen der Melodieseligkeit verschrieben und konnten nach einer Zusammenarbeit mit dem britischen BBC-Folk-Awards-Gewinner Seth Lakeman im Jahre 2016 auch mit ihrem Debütalbum "Turning tides" im darauf folgenden für frischen Wind sorgen. Zugute kommt Ihnen dabei ihr herausragender Harmoniegesang, der auch auf dem zweiten Album ausbreitet wie ein sanfter Nebel, der sich nach und nach in der Abenddämmerung bemerkbar macht.

"Wildwood Kin" zeichnet sich zuallererst durch eine warme, immer leicht abgetönte Grundstimmung aus. Die fällt vor allem im gemeinsam mit Ed Harcourt produzierten "Never alone" auf, das sich zunächst sanft und mit mystischem Unterton in die Ohrmuscheln zu schmiegen scheint. Doch nur kurz währt der schmeichelnde Moment, denn ähnlich wie bei den Solowerken des mitgestaltenden Produzenten bricht nach kurzer Zeit eine harmonische Windböe zwischen die Gesangslinien, ohne jedoch den stetigen Fluss des Stücks zu unterbrechen. "Breathe" greift mit Fingerpickings nach traditionellen Mustern, doch schon beim ersten Gesangseinsatz entpuppt sich das Stück als kraftvoller Popsong, dem das echohafte Moment in den Stimmen der drei Sängerinnen gut zu Gesicht steht. Generell haben Wildwood Kin eine sehr popnahe Auffassung ihrer Folksongs. Aus den häufig stimmlich mäandrienden Strophen schälen sich kraftvolle Refrains, denen man anmerkt, dass die Künstlerinnen nicht nur das musikalische Wesen im Blick, sondern auch tatsächlich etwas zu sagen haben.

Im großartigen "The crown" wird zum Beispiel der Aufstieg und Fall politisch motivierter Schauspieler bewertet, das merkt man sowohl am energischen Vortrag als auch am treffenden Text: "Heavy is the head that wears the crown." Es ist halt dann doch nicht immer alles ganz so einfach, wie es die nahezu spielerische Wirkung der Arrangements glauben machen könnte. Das eröffnende "Headed for the water" wiederum startet mit langsam, aber stetig zunehmender Intensität, lässt eine Gitarre kreisen wie eintauchende Steine auf der spiegelglatten Oberfläche eines Sees. Hier zeigt sich – wie auch auf gesamter Albumlänge – direkt diese unglaubliche Nähe und Vertrautheit der drei Familienmitglieder zueinander. Man schätzt sich nicht nur gegenseitig, jede der drei Musikerinnen steht hörbar mitten im Leben und lässt jeden, der will und der sich darauf auch einlässt, daran teilhaben. Das sich eigentlich um Selbstakzeptanz drehende "Beauty in your brokenness" erzählt zwar davon, dass man immer zu sich selbst stehen und eben nicht nach dem perfekten Design streben sollte. Doch eben dieses perfekte Design wohnt ja auch je nach Betrachtungsweise in jedem einzelnen inne. Auf "Wildwood Kin" ist alles schon nahe dran an der Perfektion, die Lebendigkeit der Kompositionen und die Frische im Vortrag sorgen jedoch dafür, dass niemals ein Gefühl von Künstlichkeit aufkommt.

(Carl Ackfeld)

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Highlights

  • Headed for the water
  • Beauty in your brokenness
  • Never alone
  • The crown

Tracklist

  1. Headed for the water
  2. Time has come
  3. Beauty in your brokenness
  4. Wake up sleeper
  5. All on me
  6. Never alone
  7. Breathe
  8. How I feel
  9. The crown
  10. Signals

Gesamtspielzeit: 36:39 min.

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User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 16794

Registriert seit 08.01.2012

2019-09-27 19:46:00 Uhr - Newsbeitrag
Wildwood Kin veröffentlichen heute das offizielle Video zu ihrer aktuellen Single
"Time Has Come". Der Track stammt aus ihrem kommenden neuen Album "Wildwood Kin", das am 4. Oktober erscheint.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 16794

Registriert seit 08.01.2012

2019-09-25 20:49:15 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 16794

Registriert seit 08.01.2012

2019-09-20 19:18:15 Uhr - Newsbeitrag
Wildwood Kin veröffentlichen heute die neue Single "Time Has Come" aus ihrem kommenden neuen Album "Wildwood Kin", das am 4. Oktober erscheint.


Nachdem Wildwood Kin erst letzte Woche ihren neuesten Track "All On Me" veröffentlicht haben, setzen sie fort mit der neuen Single "Time Has Come". Die Single erscheint zwei Wochen vor der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten zweiten Albums am 4. Oktober.

"Time Has Come" fängt mit donnernden, rollenden Drums an, bevor die üppigen Harmonien des Trios in den Vordergrund treten. Der Track wird schnell zu einem beliebten Moment ihrer Live-Shows und strömt sowohl Leidenschaft und als auch Trotz aus, mit dem hoffnungsvollen Versprechen: "We will rise like the burning sun."

Wildwood Kin über "Time Has Come": “This track is all about empowerment, and an encouragement to stand up and fight for what you believe in. It’s about how everyone has a voice and the capability to change the world around them for the better.”

Die vier bisher veröffentlichten Tracks aus dem neuen Album von Wildwood Kin verdeutlichen die Tiefe ihres Sounds und die Resonanz ihrer lyrischen Themen. Während "Time Has Come" zeigt, dass akustischer Rock eine feurige Kraft besitzen kann, eskaliert "All On Me" zu einem grandiosen Crescendo. Dramatisch und eindringlich, steht "Never Alone" in einem schönen Kontrast zur puren Eleganz der hymnischen Single "Beauty In Your Brokenness". Das stets betörende Zehn-Track-Album beweist, dass Wildwood Kin die Messlatte höher gelegt haben.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 16794

Registriert seit 08.01.2012

2019-09-17 13:50:59 Uhr - Newsbeitrag
Wildwood Kin veröffentlichen heute die neue Single "All On Me" aus ihrem kommenden neuen Album "Wildwood Kin", das am 4. Oktober erscheint.
“Wildwood Kin arrive into folk fully formed and primed for the mainstream.” - The Guardian

“There's a drive, a crunching sense of abandon that litters every song they place their name against. Three musicians with a taste for ambition." - Clash

“Fleetwood Mac-like harmonies, hints of Fleet Foxes’ desolate, spectral acoustica, echoes of Ben Howard’s richly textured but ramshackle sparseness, a love of Mumford-like propulsion and explosiveness.” - Sunday Times




Die aktuellen Singles von Wildwood Kin zeigen die zwei Seiten, die wir von ihrem bevorstehenden selbstbetitelten neuen Album am 4. Oktober erwarten können. Vom eindringlichen Drama von "Never Alone" bis hin zur eleganten Hymne "Beauty In Your Brokenness" ist das neue Album eine bezaubernde Sammlung von Songs, die ihren aufsteigenden Status bestätigen.

Das Familientrio entwickelt sich stets weiter in neue Richtungen und präsentiert heute die neue Single "All On Me". Der Song beginnt mit minimalen, zurückgenommenen Melodien, die den Fokus auf ihre üppigen Gesangsharmonien legt. "All On Me" baut sich allmählich auf, bis der Song in ein mitreißendes Crescendo übergeht. Dieser Ansatz unterstreicht die zusammenhängende Botschaft der Lyrics.

Wildwood Kin über "All On Me": “This is a song about faith, sharing burdens, trust, identity and worth - knowing that there’s someone or something out there who loves you and who’s ready to support you through hardship. It’s about letting go of believing it’s all up to you to carry the weight of life’s struggles, and allowing someone to share that load with you.”

Das britische Familientrio Wildwood Kin wusste bereits mit dem vorangegangenen Debütalbum "Turning Tides" (2017) zu beeindrucken. Ihre packende Reise begann und führte sie zu grandiosen Auftritten in Glastonbury, Radio 2 Live im Hyde Park und dem "A Beautiful Night Out" des Teenage Cancer Trust in der Royal Albert Hall - plus der umfassenden Unterstützung durch Radio 2 und BBC Introducing. Ihre Fangemeinde wuchs heran und wurde stetig größer und bescherte der Band bislang weit über 20 Millionen Streams.

Jetzt kehren Wildwood Kin mit ihrem gleichnamigen zweiten Album zurück, das am 4. Oktober bei Silvertone Records / Sony Music veröffentlicht wird. Die künstlerische Vision der Band wurde dabei komplett umgesetzt. Die Vocals des Trios harmonieren mühelos miteinander, in den wunderschön sanften Folk-Rock-Melodien finden sich Nuancen von Simon & Garfunkel, Bear's Den und der frühen Fleet Foxes. Die Texte sprechen tiefgründige Themen wie Liebe, Verlust und Spiritualität an. Vor allem aber hat das Album einen Spirit, der so wild und frei ist, wie das West Country, in dem Emillie Key (Gitarre), ihre jüngere Schwester Beth Key (Bouzouki) und ihre Cousine Meghann Loney aufgewachsen sind.

Wildwood Kin haben wahrscheinlich eine ungewöhnliche Begabung für Harmonien und gehen den Weg der immergrünen Folk-Rock-Melodien, aber letztendlich sind sie doch nur drei normale, junge Frauen, die sich in der Welt zurechtfinden und sich den gleichen Herausforderungen, Triumphen und Tragödien stellen wie der Rest von uns. Diese Verbindung, Akzeptanz und Liebe wird in diesem wunderschön reflektierenden Album festgehalten. Es ist ein Elixier für die heutige Zeit.



(PM vom Freitag)

Tolle Band, hype ich!

Hier die anderen Songs:


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