The Movement - Move!

The Movement- Move!

Aggropop / Destiny / SPV
VÖ: 26.05.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Immer in Bewegung

Du glaubst wohl, Du gehörst zu denen, denen Dänen niemals in den Hintern treten können! Dann hast Du Deine Rechnung aber nicht mit The Movement gemacht. Dieser Dreier aus dem eigentlich eher beschaulichen Kopenhagen hat nämlich derart ordentlich Hitze dabei, daß er noch jeden Club zum Kochen bringen sollte. Danish dynamite, fürwahr. Bei den dreizehn fast durchweg atemlosen Hits wirst Du mitunter glauben, daß The Clash, die Specials und die Mighty Mighty Bosstones gleichzeitig ihren Schweiß aufs Publikum regnen lassen.

Der furiose Modpunk der Dänen, durch die Reibeisenstimme von Lukas Scherfig geadelt, rundet sich gerne mit munterem Two-Tone ab, verzichtet dabei aber darauf, in vorhersehbare Skacore-Albernheiten abzudriften. Die Dänen haben nämlich ein Anliegen, das Du nicht nur in den fleißig eingespielten Sprachfetzen von Fidel Castro oder Martin Luther King entdecken kannst: "Don't let them swallow up your mind / With their money making tricks / And their dirty politics." Die Bösen da oben. Die fetten Bonzen. Die geschmierten Politiker. Wehre Dich! Und zerlege die Breitärsche doch bitte bei Gelegenheit auch noch in ihre molekularen Bestandteile.

Doch "Move!", das die liveerprobten Tracks der überzeugten Anzugträger erstmals in anständiger Produktion auf Tonträger bannt, verheddert sich nicht in allzu idealistischer Theorie oder plumpen Revoluzzer-Parolen, sondern haut ganz praktisch auf die Punkrock-Pauke. Der wieselflinke Baß von Lars Schædler hat ganze Heerscharen von Hummeln im Hintern und darf derart munter vor sich hin brummeln, daß Du Dir Blasen an die Füße hüpfst. Kumpel Kalle Mathiesen wetzt derweil seine Sticks und pfeffert einen Tempowechsel nach dem anderen heraus, während Scherfigs kratzige Kehle Dir knackfrische Ohrwürmer wie "Wasted youth" oder "I need you" vor die Füße wirft. Und plötzlich hast Du dreizehn neue Lieblingslieder. "Move!" geht massiv nach vorn, macht mächtig Laune und bietet Dir obendrein auch noch reichlich was zum Mitgrölen. Drei erfüllte Wünsche auf einmal. Manchmal geht's eben doch.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Turn away your faces
  • Wasted youth
  • Losing you
  • I need you

Tracklist

  1. How come?
  2. Get pissed
  3. Truth is...
  4. One way culture
  5. Turn away your faces
  6. Wasted youth
  7. Still an echo
  8. Losing you
  9. Control your temper
  10. Play it safe
  11. I need you
  12. Throw it all away
  13. Waiting

Gesamtspielzeit: 37:19 min.

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