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Me First And The Gimme Gimmes - Take a break

Me First And The Gimme Gimmes- Take a break

Fat Wreck / SPV
VÖ: 30.06.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

The neverending story

Elton John, Neil Diamond, Billy Joel, Cat Stevens, Bob Dylan und und und. Die Liste ist lang und voller musikalischer Prominenz vergangener Tage. Eigentlich fehlt nur einer. Limahl. Der kleine Barde mit dem bürgerlichen Namen Chris Hamill, der mit seinem Kajagoogoo-Anhang in den Achtzigern für so manches klangliche High- und frisurentechnische Lowlight sorgte, hätte mit "Neverending story" eigentlich einen Hit parat, der wie geschaffen für das Treiben der Herrschaften von Me First And The Gimme Gimmes wäre.

Denn die Punkrock-Supergroup um Fat Mike (NOFX), Spike Slawson (Swingin' Utters), Chris Shiflett AKA Jake Jackson (Foo Fighters, Ex-No Use For A Name), Joey Cape (Lagwagon) und Dave Raun (Lagwagon) entpuppt sich längst ebenfalls als unendliche Geschichte. Als reines Spaßprojekt Mitte der Neunziger gegründet, haben die Jungs bisher keinen einzigen Song selbst geschrieben, sondern stets nur gecovert, gecovert und noch mal gecovert. Im Zweijahres-Rhythmus wurde das Beste vergangener Jahrzehnte durch den Punkrock-Wolf gedreht und auf einen Silberling gebannt.

Bei Konzeptalbum Numero Vier verfährt der flotte Fünfer - wie konnte es auch anders sein - keinen Deut anders. Nach Musical-Hits und Oldies aus den Sixties bekommen nun R'n'B-Schmankerl ihr Fett im Drei-Akkorde-Takt weg. Und das funktioniert erstaunlicherweise bestens. Nie klangen "Where do broken hearts go" (Whitney Houston), "Hello" (Lionel Richie), "Nothing compares 2 U" (Prince) oder "Crazy" (Seal) frischer und knackiger. Nie ließ sich bisher zu "End of the road" (Boyz II Men), "Isn’t she lovely" (Stevie Wonder), "I believe I can fly" (R Kelly) oder "Ain’t no sunshine" (Bill Withers) so sexy abrocken wie heute. R'n'B goes Punkrock. Zum wohl schwärzesten Punk-Album überhaupt wird nicht nur gepogt, sondern auch locker lässig der Booty geshaket. Die Cover-Idee läuft sich wider Erwarten nicht tot und ist anscheinend noch lange nicht zu Ende. Vielleicht kommt Limahl ja in der nächsten Runde zum Zuge.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Where do broken hearts go
  • Hello
  • Isn\'t she lovely

Tracklist

  1. Where do broken hearts go
  2. Hello
  3. End of the road
  4. Ain't no sunshine
  5. Nothing compares 2 U
  6. Crazy
  7. Isn't she lovely
  8. I believe I can fly
  9. Oh girl
  10. I'll be there
  11. Mona Lisa
  12. Save the best for last
  13. Natural woman

Gesamtspielzeit: 32:24 min.

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