Rene Shades - Teenage heart attacks & rock'n'roll heaven

Rene Shades- Teenage heart attacks & rock'n'roll heaven

Magic Mile Music / Believe
VÖ: 14.06.2019

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Leicht bekömmlich

"Totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören" lautet der Titel eines kontroversen Buches. So dramatisch ist es wohl nicht, aber zweifellos sind große Geister oft gut darin, die Dinge unnötig kompliziert zu machen. Während die Gelehrten zum Beispiel immer noch darüber streiten, ob die Stimmung die Musikauswahl beeinflusst oder andersherum, wissen alle pünktlich zur hellen Jahreszeit endlich wieder von Glückshormonen durchfluteten Sonnenanbeter definitiv, dass selbstverständlich vor allem jene Platten aufgelegt werden, die dem Stimmungshoch zusätzlichen Auftrieb verleihen.

Auftritt Rene Shades. Der Pretty-Maids-Bassist beweist mit seinem ersten Soloalbum nämlich, dass er trotz des nicht gerade farbenfroh gestalteten Covers und seines verkniffenen Blicks kein Kind von Traurigkeit ist, sondern ein lebensfroher End-40er. Wäre aber auch seltsam, wenn ein Wahl-Mallorquiner vor allem die Schattenseiten des Daseins besingen würde. Folglich hat dessen Debüt auch nicht allzu viel mit dem Hard Rock seiner Stammband zu tun, sondern orientiert sich eher an Mainstream-Interpreten wie Bryan Adams und Rod Stewart.

"Teenage heart attacks & rock'n'roll heaven" ist daher eine im bestgemeinten Sinne leichtgewichtige Nummer, die zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr rausgeht – nur um diese Runde wieder und wieder und wieder zu drehen. Zwar ist nicht zu erwarten, dass irgendein Song dieser Platte zu einem waschechten Sommerhit avanciert, aber wer nicht schon wieder vom "Summer of 69" hören will, ist zum Beispiel mit einem "Reckless", "Midnight in the city", "Little footsteps in the sand" oder "Centerfold" definitiv gut bedient.

Dass Shades, der für einen Bassisten übrigens sehr ordentlich singt, dabei stets im Rahmen der für solche Platten üblichen Themen und Allerweltsaussagen bleibt, dürfte auch angesichts des Albumtitels nicht wundern und sorgt eher für zusätzliche Sympathie. Der gebürtige Däne möchte mit seiner Musik eben nicht die Welt retten, sondern lediglich die gute Stimmung. Daran ändert auch der politische Kommentar mit "The American Dream" nichts, zumal dieser sich ohnehin mit dem maximal möglichen Konsens zufrieden gibt.

Aber das sind nur kleine Abstriche bei einem Album, dessen Song-Material vor allem unter Feel-Good-Gesichtspunkten überzeugt. Wer die Leichtigkeit des Seins und die Einfachheit der Dinge mit der passenden musikalischen Untermalung genießen möchte, wird "Teenage heart attacks & rock'n'roll heaven" bestimmt zu schätzen wissen.

(André Schuder)

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Highlights

  • Reckless
  • Midnight in the city
  • Little footsteps in the sand
  • Centerfold

Tracklist

  1. The brigade
  2. Reckless
  3. Superheroes
  4. Forever girl
  5. What are you waiting for (rise)
  6. Midnight in the city
  7. The American Dream
  8. Oh Susie
  9. Little footsteps in the sand
  10. Pretty little lies
  11. Centerfold
  12. Already gone

Gesamtspielzeit: 46:34 min.

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Armin

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Registriert seit 08.01.2012

2019-06-20 21:00:27 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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