Shai Hulud - That within blood ill tempered

Shai Hulud- That within blood ill tempered

Revelation / Cargo
VÖ: 16.06.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Dungeons & dragons

Hab keine Angst, Kleines! Keine Angst. Natürlich schmeckt der Stahl hier ganz schön kalt. Aber nicht nur das. Der fühlt sich auch so an. "If human's nature is to war / This song is a battleground / And this voice a weapon". Runter. Tiefer. In die Welt der unendlichen Schmerzen. Und noch während Blut spritzt und Knochen brechen ein plötzliches Déjà-Vu-Gefühl. Denn diese Welt, in die Shai Hulud entführen, ist die unsere. Echte. Abgrundtief hässliche. Ein Platz namens Heimat. Keiner an der Sonne, fürwahr. Abgeschminkt und plötzlich gar nicht mal mehr so wohnlich.

Drachen, Schwerter, Eingeweide. Der Einfallsreichtum der Metaphorik kennt keine Grenzen. Der Sinn, der sich in Wahrheit hinter all den bunt getupften Bildchen rund um Klingenschwingereien, Schädelspaltereien und sonstigen Blutrünstigkeiten versteckt, ist natürlich die Unzulänglichkeit unserer eigenen Natur. Die mit unserer Vorstellung von Moral im Zwietracht liegt. Das Biest im Manne, in jedem. "The shame of only two applying options / A taker of life / Or a dead man". Kill or be killed. Der unaufhaltsame Gang der Dinge. "This is why the wives, the mothers and children are mourning.".

"That within blodd ill tempered" bläst tierisch zum Marsch. Ein Schwanengegrunze auf die Illusion von existierender Gerechtigkeit und Sitte. Shai Hulud leiden. Und brettern sich in "Scornful of the motives and virtue of others" und "Two and twenty misfortunes" ihren Frust von der schwarzen Seele. In vollen acht Minuten übt sich "Ending the perpetual tragedy" im Opus Magnum. Metal oder Hardcore, gefressen oder gefressen werden. Man hat immer die Wahl. Shai Hulud entscheiden sich unter lautem Getöse zu letzerem.

Allgegenwärtig ist ein roter Faden. Mindestens. Aus Hämoglobin, Tränensalz und auch - man sollte es kaum glauben - ein wenig Konzept. Das davon erzählt, Mensch zu sein, wo Menschsein eigentlich gar nicht mehr geht. Oder gehen dürfte. Oder gehen dürfen sollte. Ihr wißt schon. "I am prepared to fight humanity every day for the rest of my life". Ein böser Blick gen Himmel. Drei Donnergrollen. Zwei Blitze. Und ein Manifest.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Scornful of the motives and virtue of others
  • Willing oneself to forget what cannot otherwise be forgiven
  • Ending the perpetual tragedy

Tracklist

  1. Scornful of the motives and virtue of others
  2. Let us at least praise the colonizers of dreams
  3. The consummate dragon
  4. Willing oneself to forget what cannot otherwise be forgiven
  5. Two and twenty misfortunes
  6. Being exemplary
  7. Given flight by demon's wings
  8. Wether to cry or destroy
  9. This song: For the true and passionate lovers of music
  10. Ending the perpetual tragedy

Gesamtspielzeit: 38:55 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
ratatoesk
2006-10-06 20:55:11 Uhr
Also bei der Show in Bochum haben Parkway Drive als erstes (bzw. 2tes, vorher gabs noch einen Lokalact) gespielt und hatten genau wie Remembering Never einen vernünftigen Sound, was bei so einem Drecksloch wie der kleinen Matrix Halle schon was sagen will.
Jedenfalls haben alle Bands bis auf den Lokalact ne geile Show abgeliefert, obwohl ich sowohl PwD als auch RN auf Platte eher überflüssig finde. PwD hatten mich aber schon auf der Raised Fist Tour überzeugt.
Khanatist
2006-10-06 20:20:15 Uhr
Das war wirklich dramatisiert oben. Ich bin recht empfindlich bei Änderungen am Sound :)
Stefan
2006-10-06 20:15:55 Uhr
Öhhm... also so schlecht finde ich die remastered edition nicht. der sound klingt fast ein weniger nach einer live aufnahme, kann man sich schon gut geben. allerdings auch keine pflichtscheibe in dem sinne.
chucky
2006-09-30 20:58:04 Uhr
Joa, wieso?
ladyboy
2006-09-30 20:32:39 Uhr
kennt hier jemand die band as cities burn?
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