Kiefer Sutherland - Reckless & me

Kiefer Sutherland- Reckless & me

BMG
VÖ: 26.04.2019

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Ich bin ein echter Countryboy

Wenn der eigene Name im privaten sowie öffentlichen Umfeld nur noch selten fällt, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass das Engagement als Schauspieler in einer Serie zu weit gegangen ist. Der Cast von "Friends" dürfte damit zu kämpfen haben, mittlerweile wohl ebenfalls der von "Game of thrones", aber eben auch "24"-Protagonist Jack Bauer aka Kiefer Sutherland. "Reckless & me" ist nicht das erste Album, das der Country-Fan auf den Markt bringt, eine gewisse Ernsthaftigkeit muss man ihm deswegen wohl schon zugestehen. Doch spätestens der, gesanglich einwandfreie, Fernsehauftritt mit der liebsten Helene Fischer wirft Fragen auf.

Ist dieses Album eigentlich nur auf den deutschen Markt zugeschnitten, um vermeintlichen amerikanischen Lifestyle musikalisch zu transportieren, oder soll die ganze Welt hören, was Sutherland sich zusammenreimt? Und: Wer lauscht dem wirklich unironisch? Wie auch immer. So schlimm wie vielleicht erwartet ist Sutherlands Musik nun auch nicht. Zumindest dann nicht, wenn die Welt von Country, Bluegrass und damit auch eine Menge Banjos und Klischees nicht abschreckend genug sind, um gar nicht erst reinzuhören. Der Opener "Open road" startet mit sanften Gitarrenakkorden und Saitenspielereien. Sutherlands recht herbe Stimme liefert dazu den ultimativen Country-Stereotyp, welcher nach wenigen Takten noch ein schleppendes Schlagzeug begrüßt.

Es ist auch viel Leid auf "Reckless & me" zu hören. Aber in männlich – natürlich. Brummend, kräftig jaulend und generell gehaltvoll drückt Sutherland Sehnsüchte, verlorene oder nie erlebte Liebesaffären und die Faszination über weite Steppenlandschaften aus. Ist das der amerikanische Traum? Zumindest inhaltlich sieht auf "Reckless & me" einiges danach aus. "Faded pair of blues jeans" besingt im annehmbaren Balladengewand genau das, "This is how it's done" wirft zwischen abermals knurrendem Gesang und straffen Bluesgitarren hin und wieder das Wort "Whiskey" in den Raum. Sutherland zelebriert traditionellen Country-Rock mit starken Bluegrass-Anbandelungen und scheint sich in wirklich gar keiner Hinsicht für das musikalische Klischee in Reinform zu schämen. Technisch muss er das auch nicht: Songs wie "Someone you love" und das knatternde "Agave" sind trotz Vorhersehbarkeit in sich stimmig und auch nicht schlimmer als ein Sonntagmittag im "ZDF-Fernsehgarten", wo Sutherland zukünftig zu hören sein könnte. "Reckless & me" ist dann aber wirklich nur nette Berieselung für Country-Hörer, die sich nicht an arg abgenutzten Sounds und auch Lyrics stören. So wie Kiefer Sutherland beim Songwriting eben auch nicht.

(Lena Zschirpe)

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Highlights

  • Open road

Tracklist

  1. Open road
  2. Someone you love
  3. Faided pair of blue jeans
  4. Reckless & me
  5. Blame it on your heart
  6. This is how it's done
  7. Agave
  8. Run to him
  9. Saskatchewan
  10. Song for a daughter

Gesamtspielzeit: 39:09 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Tim L.
2019-05-14 02:26:21 Uhr
oha1
starker topak!
Sagen wir wie es ist
2019-05-10 19:11:19 Uhr
Is ne Bravo-Rezi
Bitte?
2019-05-10 14:34:45 Uhr

Wenn der eigene Name im privaten sowie öffentlichen Umfeld nur noch selten fällt, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass das Engagement als Schauspieler in einer Serie zu weit gegangen ist. Der Cast von "Friends" dürfte damit zu kämpfen haben, mittlerweile wohl ebenfalls der von "Game of Thrones"


Was für ein Bullshit. Woher genau bezieht die Rezensentin ihre Informationen? Der Cast von Game of Thrones ist zum Großteil richtig gut im Geschäft. Aber um das zu wissen, müsste man sich ja informieren.

VelvetCell

Postings: 1442

Registriert seit 14.06.2013

2019-05-10 09:13:23 Uhr
Als bekennender Helene-Hasser bin ich doch überrascht, wie stark ihr Duett mit Kiefer ist. Bin etwas verwirrt gerade.
döpp dööö dööö döööp
2019-05-10 07:32:53 Uhr
gruselige rezi.
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