A New Revenge - Enemies & lovers

A New Revenge- Enemies & lovers

Golden Robot / Soulfood
VÖ: 29.03.2019

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Super einfach

Was haben Scorpions, Whitesnake, Judas Priest, Alice Cooper und Ozzy Osbourne gemeinsam? Richtig, vermutlich so manches. Vor allem aber verstehen sie ihr Handwerk, was auch immer von einzelnen Veröffentlichungen zu halten sein mag. Dass es deswegen nur konsequent ist, dass sich verdiente ehemalige Mitglieder genannter Acts zu einer neuen Supergroup zusammenfinden, ist zwar nicht unbedingt eine zwingende Schlussfolgerung – zumal es inzwischen so viele so genannte Supergroups gibt, dass es fast schon außergewöhnlicher ist, keiner anzugehören. Aber was A New Revenge unter Führung des einstigen Judas-Priest-Shouters Tim Owens veranstalten, wird allen Erwartungen gerecht, die mit dem guten Ruf der Beteiligten einhergehen.

Mit den hier versammelten 222 Jahren Rockerleben gehört dazu auch, dass das Debüt dieses Projekts trotz des "new" im Namen keinerlei Neuigkeiten bereithält. Wobei das auch schon das Schlimmste ist, was über "Enemies & lovers" gesagt werden kann: Es ist ein durch und durch konservatives, eine große Schnittmenge abdeckendes Album. Aber wer damit grundsätzlich ein Problem hat, kann ja weiter pakistanischen Polka-Prog hören und allen anderen ihren Spaß lassen.

Oder zur besseren Einstimmung gleich zu "Only the pretty ones" vorspulen. Die balladeske Hymne fällt als einziger Song stilistisch etwas aus dem Rahmen, weckt sie doch neben Alice Cooper vor allem auch angenehme Erinnerungen an die Soloarbeiten von Jon Oliva, der besonders als Komponist bei Savatage und Trans-Siberian Orchestra bekannt sein dürfte. Ansonsten wird "Enemies & lovers" von zum Charts-Sturm angetretenem Standard-Hard-Rock mit metallischem Glanz beherrscht. Stilistisch wohlgemerkt. Denn so wie anscheinend kein Gedanke an Originalität verschwendet wurde, so muss pure Unterhaltung das oberste Gebot bei der Gründung von A New Revenge gewesen sein. Und diesen Anspruch löst die Band mit Bravour ein.

Angesichts der Kürze des Albums ist allerdings auch fast schon unabdingbar, dass sich die Herren für eine sehr gute Bewertung keine Schwächen erlauben. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die zehn Songs ausnahmslos ins Schwarze treffen, wobei es natürlich vor allem die einprägsamen Refrains sind, die sich tief in den Frontallappen drücken und dauerhaft im Ohr festsetzen. Mit Stimulanzien wie "The way", "Glorious", "Fallen" und "Scars" sollten die Amerikaner die Endorphinausschüttung auf den Sausen des anstehenden Sommers jedenfalls ordentlich anregen können. Für einen Nachfolger darf die Band ihren Rachegelüsten aber gerne auch auf originellere Weise Ausdruck verleihen.

(André Schuder)

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Highlights

  • The way
  • Glorious
  • Fallen
  • Only the pretty ones
  • Scars

Tracklist

  1. The distance between
  2. The way
  3. Never let you go
  4. Glorious
  5. The eyes
  6. Fallen
  7. Only the pretty ones
  8. Enemies & lovers
  9. Here's to us
  10. Scars

Gesamtspielzeit: 36:04 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
JJ french
2019-04-12 08:45:59 Uhr
Höre die Scheibe grad das erste Mal. Kann mich der Rezension anschließen. Gut gemachter Hardrock, dem etwas das besondere fehlt. Gerade gesanglich etwas schade, denn der ripper hat eine so außergewöhnlich gute Stimme, die sollte er öfter auch mit screams etc zeigen. Hier hält er sich mE zu oft zurück.

Armin

Postings: 15654

Registriert seit 08.01.2012

2019-03-28 20:35:56 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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