Since By Man - We sing the body electric

Since By Man- We sing the body electric

Revelation / Cargo
VÖ: 24.03.2003

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Elektroschock

Rumms. So. Nur das Eingemachte zählt. So ist das richtig. Es geht um Musik, Mann! Hören, fühlen, leben! Kapiert, ihr Rotzlöffel? Bestens. Denn das hier ist wirklich mächtig. Und fordert Aufmerksamkeit. Und Mut. Und Hingabe. Und Liebe. Und überhaupt.

Die Band? Since By Man. Den Namen sollte man sich notieren. Und merken. Und auswendig lernen. Und laut schreien. Jetzt! Wo so viele Leidensgenossen plakativ mit Härte, Lautstärke, aufgesetzten Pappnasen, aufgesetzteren Aggressionen und fiesen Fressen kokettieren, steigt "We sing the body electric" beinahe unbemerkt wie Phoenix aus der Asche. Um all den angepissten Brüllaffen mal zu zeigen, wie Granteln wirklich geht. Mit richtig viel Köpfchen nämlich.

Aber nicht, ohne Gliedmaßen gleichermaßen zu rhythmischen Zappeleien zu animieren. Denn mögen die Eckpfeiler hier auch noch so sehr Converge, Dillinger Escape Plan und sonstwie heißen, auf der Bühne spielt man ja doch des öfteren richtig Tanzmusik. Zwar nicht den Wiener Walzer, aber mandestens mal das Lied vom Affentod. Mensch, das hier ist echt! Und tut so richtig weh. "If it bleeds it leads." Nicht wirklich Goethe, aber Hannibal Lector. So will man das hören. Und erleben. Und schmecken. Und haben. Und knuddeln. Und überhaupt. "Death of decadence" - Klimax royal. Irgendwie Post. Irgendwie Punk. Irgendwie Metal. Der Zauber funktioniert. Jawollja.

Jetzt aber mal auf die Euphoriebremsen treten. Wirklich? Nö. "Let's run the risks and play the rules / And start to roll yeah yeah / It smells like sex and it's a mess and that's my fault." Macht nix. Gefühlsecht. Since By Man geben alles. "She says love and I say yawn." Herzallerliebst, wie sich Krach und Chaos immer wieder lichten, um auch in derbsten Lärmbrüdern wie "Push the panic" und "The enemy" Platz für großes musikalisches Verständnis einzuräumen. Harmonisch disharmonisch. Geil. Richtig gut. Wirklich. Hier sind die Fakten.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Push the panic
  • Light fuse get away
  • Death of decadence

Tracklist

  1. If it bleeds it leads
  2. Push the panic
  3. Light fuse get away
  4. A kid who tells on another kid is a dead kid
  5. Death of decadence
  6. In threes
  7. Watch the fall
  8. It's just that kinda night
  9. The enemy
  10. What's your damage
  11. Parole en liberta

Gesamtspielzeit: 34:24 min.

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