Caesars - 39 minutes of bliss (in an otherwise meaningless world)

Caesars- 39 minutes of bliss (in an otherwise meaningless world)

Virgin / EMI
VÖ: 12.05.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Veni, vidi, vicious

Es reicht natürlich längst nicht mehr, bloß tolle Musik zu spielen. Wer es heutzutage über die Grenzen seiner eigenen Garage hinaus zu etwas bringen will, der muß auch gut aussehen. Betrachten wir die vier Caesars-Buben unter diesem Aspekt, könnte man glatt meinen, daß sie erst vor kurzem aus dem "Handbuch für den angehenden Rockstar" herausgefallen sind. Ihre Haare sind verlauste Filzklumpen, ihre abgewetzten 501er mehr Loch als Stoff, und ihre Gesichter erzählen die Geschichte von durchzechten Nächten voller Sex, Drugs und Sie wissen schon. Müßig zu erwähnen, daß diese Band aus dem Land der hübschen Blondinen und räudigen Rock'n'Roll-Motherfucker stammt.

Auch wenn solche Äußerlichkeiten bei Seite gelassen werden, kann man den Caesars zum Glück problemlos zugestehen, daß sie ihre Sache verdammt gut machen. "39 minutes of bliss" lautet ihr Versprechen, eingelöst wird es mit jeder Menge jugendlichem Rumpelkammer-Schmackes, der guten alten Fuzz-Gitarre und einer munter drauflos schlackernden Farfisa-Orgel. Neu ist hier nichts. Aber es kracht. Es donnert. Und es rockt. Sturm und Drang für das 21. Jahrhundert.

Die ersten Worte der Platte sind bezeichnend. "I wanna smoke crack / Cause you're never coming back" singt Frontmann César Vidal und peitscht seine Truppen durch einen fulminanten Fetzen namens "Sort it out". Nachdem das geklärt wäre, haut "(I'm gonna) kick you out" beherzt in die gleiche Kerbe, bevor die aktuelle Single "Jerk it out" den Jim Morrison-Gedächtnispreis abräumt. Später, wenn die Drogen reinknallen, wird auch schon mal ein Song wie "Since you've been gone" verwackelt, oder der bestens gelaunte LoFi-Singsang "Fun and games" angestimmt. Wenn man nicht gerade Gesundheitsminister ist, gibt es hier wirklich nichts zu meckern. Schon gar nicht, daß es unterm Strich nur für 38 Minuten Glückseligkeit gereicht hat.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Sort it out
  • (I\'m gonna) Kick you out
  • Jerk it out
  • Fun and games

Tracklist

  1. Sort it out
  2. (I'm gonna) Kick you out
  3. Let's go parking baby
  4. Jerk it out
  5. Out of my hands
  6. Only you
  7. Since you've been gone
  8. Crackin' up
  9. You're my favourite
  10. Fun and games
  11. Suzy Creamcheeese
  12. You don't mean a thing to me

Gesamtspielzeit: 38:02 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
So nicht, mein Freund
2004-07-14 15:50:14 Uhr
Der Albumtitel klingt so, als möchte er unbedingt in Foren-Threads wie "Der geilste Albumtitel?" genannt werden.
Punktabzug dafür!
Dirty
2004-07-14 14:08:22 Uhr
Also ich kenn die nur aus FIFA 2004....
Matthias
2004-07-12 06:30:47 Uhr
Aber sympathisch-posend.
Und der mogwaiesk quer zur Bühne sitzende Keyboarder war ein Augenschmaus - macht dem vom Kaizers Orchestra auf dem Gebiet der zur Schau gestellten geistigen Abgeschiedenheit Konkurrenz. Wobei die Nosferatu-Einlagen des Gasmasken-Schweden unerreicht bleiben.
Armin
2004-07-11 16:24:16 Uhr
Live fand ich sie weder laut noch überzeugend. Der Gitarrist ist ein übler Poser. Das macht "Jerk it out" und diverse andere Songs natürlich nicht schlechter.
Mark-S
2004-07-11 12:04:07 Uhr
Die heißen doch nur Caesars...

CD ist übrigens jetzt angekommen bei mir, sehr schöne Sache. Jaja, Kaufentscheidungen nach Plattentest-Besuchen ;)
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