Brothers Of Metal - Prophecy of Ragnarök

Brothers Of Metal- Prophecy of Ragnarök

AFM / Soulfood
VÖ: 16.11.2018

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Odins Lieblingsalbum

Gerade erst hieß es, dass hochwertige Power-Metal-Alben nicht allzu aufdringlich rüberkommen sollten. Das ist aber nur ein scheinbarer Widerspruch zum sich nicht unbedingt daran haltenden "Prophecy of Ragnarök" von Brothers Of Metal, denn zwar mag die Plattenfirma die achtköpfige Truppe ins Power-Metal-Fach stecken, tatsächlich schlägt sie ihre mächtigen Wurzeln aber eindeutig im True-Metal-Genre, wie man es beispielsweise von Manowar und Kampfgenossen kennt.

Nicht von ungefähr spricht die Band selbst von "True Heavy Metal" und ist somit berechtigt, die ein oder andere Spur dicker aufzutragen. Im Unterschied zu den meisten anderen Genrevertretern kokettieren die Schweden aber mit den üblichen Klischees, auch wenn sie diese auf den ersten Blick bis über die Schmerzgrenze zu verkörpern scheinen. Neben Cover und Tracklist des Albums irritieren zunächst vor allem skurrile Fotos, auf denen sie sich kriegsbemalt und in Leder und Felle gekleidet präsentieren. Die Nordfrau und die sieben Nordmänner, die auf ihrer Facebook-Seite als Geschäftsführer den Namen Odin angeben, machen aber spätestens mit ihren Texten klar, dass sie das alles nicht allzu ernst nehmen.

Was jedoch nicht bedeutet, dass sie nicht respektvoll mit der nordischen Mythologie umgehen. Ganz im Gegenteil regt die gelungene Adaption des sagenhaften Sujets dazu an, mal wieder in der Edda zu schmökern. Leider lag zu Rezensionszwecken kein Booklet vor, aber schon musikalisch geht der Metal, den die Brüder hier geschmiedet haben, runter wie Öl bzw. Met und macht definitiv Lust darauf, mit Hurrageschrei in die nächstbeste Schlacht ziehen.

Statt sich allzu verkrampft an einem Epos zu versuchen, legen die Schweden nämlich eine Unbeschwertheit an den Tag, wie sie den meisten Alteingesessenen dieser Stilrichtung abgeht. Episch genug wird es trotzdem, denn Brothers Of Metal fahren jede Menge schwere Geschütze auf, bei denen ausnahmslos jeder Schuss ein Treffer ist, darunter atmosphärische Großkaliber wie "Yggdrasil" und "We believe in metal".

Das Album spricht damit eindeutig die Testosteronträger unter der Menschheit an, allerdings bietet die blonde Dame den Herren der nordischen Schöpfungsgeschichte ganz schön Paroli. Zwar sind die unter anderem als Götter auftretenden Brüder nominell in der Überzahl, doch Schwester Ylva Eriksson hat als "Stimme der Walküren" die größte Rolle in diesem mythologischen Abenteuer, dessen bärenstarke Gesangsleistungen ohnehin locker mit dem wuchtigen Getöse, das Gitarren und Drums erzeugen, mithalten können. Angesichts dieser grandiosen Götterdämmerung würde es nicht wundern, wenn Odin persönlich herabgestiegen wäre, um der Band seinen Segen zu geben.

(André Schuder)

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Highlights

  • Yggdrasil
  • We believe in metal

Tracklist

  1. Death of the god of light
  2. Son of Odin
  3. Prophecy of Ragnarök
  4. Defenders of Valhalla
  5. Concerning norns
  6. Yggdrasil
  7. Tyr
  8. Siblings of metal
  9. Gods of war
  10. Freya
  11. The mead song
  12. Sleipnir
  13. Fire blood and steel
  14. We believe in metal

Gesamtspielzeit: 51:28 min.

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Armin

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2018-11-15 21:09:49 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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