Chimaira - The impossibility of reason

Chimaira- The impossibility of reason

Roadrunner / Universal
VÖ: 12.05.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Hochstapler

Holdrio! Da hat aber jemand Selbstvertrauen, denn die "New Wave Of American Heavy Metal" wird angekündigt! Eine reichlich hohe Meßlatte. Und, packt's das Untier Chimaira jene mit ihrem zweitem Album auszulösen? Na ja, im Limbo hätten sie gewonnen: hauchzart unter der Latte durch. Aber noch mal von vorn: Chimaira aus Cleveland machten zunächst 1999 mit der EP "This present darkness" von sich reden und warfen der Metalmeute im Jahre 2001 via Roadrunner ihr Longtime-Debüt "Pass out of existence" zum Fraß vor. Zudem drehte die Band als Vorprogramm renommierter Hartwurst-Acts wie Slayer, Fear Factory, Machine Head und Danzig ihre Runden durch die Lande und gewann Slayers Saitenartist Kerry King als größten Fürsprecher.

Und nun soll also der Zweitling "The impossibillity of reason" den Weg in die Vorstandsetage der IG Metall freiräumen. Und dafür wird auch gleich mal mächtig losgebrettert, in Form des Openers "Cleansation". Ein klassisch schönes und tight vor den Latz geknalltes Stück Thrash der Marke "Trendfrei". Doch dabei ist es bei diesem Sechserpack nicht getan. Denn um auf diese Mannschaftsstärke zu kommen hat man ja bei traditioneller Metalband-Bauweise (Gesang, Schlagzeug, Bass und 2 Gitarreros) noch einen freien Posten, der den modernen Zeiten entsprechend mit Chris Spicuzza als Zuständigem für die "Electronics" besetzt ist.

Diesen jungen Mann vermag man zwar über weite Strecken nicht zu hören, und doch hat auch er seine Momente und bekommt die Gelegenheit, den dynamischeren, weil auch mal einen Gang runterschaltenden, Tracks wie "Down again" oder dem abschließenden 12-minütigen Instrumentalepos "Implements of Destruction" die nötige Abwechslung und wohltuenden Tiefgang zu verpassen. So bietet "The impossibility of reason" ein recht gutes, wenn auch nicht überwältigendes, Stück Metal, passgenau zwischen den Stühlen von Pantera, Sepultura und Fear Factory. Und damit befinden sich Chimaira nicht zwingend in schlechter Gesellschaft.

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • Pictures in the gold room
  • Down again

Tracklist

  1. Cleansation
  2. The impossibility of reason
  3. Pictures in the gold room
  4. Power trip
  5. Down again
  6. Pure hatred
  7. The dehumanizing process
  8. Crawl
  9. Stigmurder
  10. Eyes of a criminal
  11. Overlooked
  12. Implements of destruction

Gesamtspielzeit: 58:31 min.

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  • Chimaira (15 Beiträge / Letzter am 29.09.2011 - 09:58 Uhr)

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