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Sevendust - Animosity

Sevendust- Animosity

TVT / Island / Universal
VÖ: 12.05.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Haute Cuisine

Nein, dieser Satz wird hier nicht zu lesen sein! Die olle Nummer von wegen "Gut Ding will Weile haben", immer dann zum Einsatz kommend, wenn ein lang ersehntes Album einer kompetenten Kapelle aus den US of A oder Gott weiß woher den Sprung nach Deutschland erst nach einer halben Ewigkeit schafft, da gewisse Verantwortliche das Mittagschläfchen ausdehnten oder lieber deutsche "Superstars" promoten wollten.

Aber leider, leider, wurde dieses alte Spielchen so lange gespielt wie im Falle des neuen Silberlings von Sevendust. Denn was der Fünfer mit dem in der Heimat seit über einem Jahr erhältlichen "Animosity" abliefert ist zwar immer noch zweifelsfrei dem Kochbuch für NewRock-Suppen entsprungen, aber ein ganz, ganz feines und leckeres Gericht für den verwöhnten Gaumen. In diesem Kontext also eher ein französisches Zwiebelsüppchen mit delikatem Käsedeckchen überbacken und keineswegs nur Maggi-Fix mit Einlage.

"Animosity" ist fett produziert, groovt mit "Praise" wie blöd, trieft vor Gefühl wie im Hit-Kandidat "Live again" oder dem Snot-Tribute "Angel's son". Mal überraschen Sevendust mit klassisch derben Metal-Riffs wie bei "Tits on a boar", mal mit melodramatischen Heulern wie "X-mas day" im Stile von Chris Cornells Solo-Album. Und wo wir uns schon in ideeller Nähe des Klanggartens befinden: Sevendust könnte man im New Rock-Universum ähnlich einordnen wie Soundgarden in der Galaxie Grunge: Zwar durchaus als wichtiger, bestimmender Teil des Ganzen, aber im Vergleich zum Rest ein gehörige Spur stärker klassischen Rock- und Metal-Sounds verpflichtet. Und an der Front sind Sevendust mit dem Zöpfchen tragenden, farbigen Hünen Lajon Witherspoon ebenso mit einem so charakteristischen wie charismatischen Sänger mit Hang zur großen Geste gesegnet. Pathos verpflichtet.

Wer sich aber nun immer noch nicht vorstellen kann oder will, wie die neue Sevendust denn nun so klingt, der stelle sich P.O.D. in zwei Klassen besser vor, bilde die Schnittmenge aus Korn und Creed mit dem besten aus beiden Welten oder verrühre Incubus' "Morning view"-Aufgeklärtheit mit knusprigen Metallstückchen. Wohl bekomm's!

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • Trust
  • Damaged
  • Live again
  • Angel's son

Tracklist

  1. T.O.A.B.
  2. Praise
  3. Trust
  4. Crucified
  5. X-mas day
  6. Dead set
  7. Shine
  8. Follow
  9. Damaged
  10. Live again
  11. Beautiful
  12. Redefine
  13. Angel's son
  14. Angel's son (live)

Gesamtspielzeit: 59:57 min.

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