Stefflon Don - Secure

Stefflon Don- Secure

Polydor / Universal
VÖ: 31.08.2018

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 3/10

Nur eine einzige Regel

Kinder können grausam sein. Aber manchmal, wie im Fall von Stephanie Allen alias Stefflon Don, fragt man sich schon, was in deren Köpfen vor sich geht. Als Allen mit 14 Jahren vom kurzzeitigen Wohnsitz ihrer Familie in Holland nach Großbritannien zurückkehrte, wurde sie zur Außenseiterin. Sie selbst nennt als Grund, in dieser Zeit völlig "swag-less" gewesen zu sein. Schwer vorstellbar – wenn man Stefflon Don heute sieht, ist sie nicht weniger als eine Erscheinung. Pures Selbstbewusstsein trifft auf eine kraftvolle Stimme, die einem eines unmissverständlich klar macht: "Rule number one, don't fuck with the Don." Zum Glück ist das gar nicht nötig. "Lil Bitch" ist nur der Anfang eines Albums, das durchgehend Spaß macht. 16 Songs zwischen HipHop, Pop und Soul, getragen von Stefflon Dons tiefer, eindringlicher Stimme, die sowohl gesanglich, als auch in den Rap-Parts keine Schwächen zeigt.

Dieser wilde Stil-Mix kommt laut eigener Aussage direkt aus Stefflon Dons Kindheit. Die Tochter jamaikanischer Eltern wuchs bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Großbritannien auf, wanderte mit ihrer Familie dann nach Holland aus und war dort umgeben von den verschiedensten Leuten und Kulturen. Diese Eindrücke, will sie in ihrer Musik widerspiegeln, wie etwa im von Tiggs Da Author unterstützten Track "Pretty Girl", in dem eindeutige Reggae-Einflüsse zu hören sind. Im dazugehörigen Video rekapituliert sie die Zeit als Außenseiterin, im Song ist davon nichts mehr zu merken. Stefflon Dons Coolness mischt sich perfekt mit dem entspannten Beat und Zeilen wie "Cry me a river, but I hope you don't drown" werden ganz locker, so im Nebenbei, fallengelassen.

Auch in "Precious heavy" zeigt sie eindrücklich, dass sie sowohl als Sängerin, als auch als Rapperin überzeugen kann. Das Wohlfühl-Feeling von "Pretty Girl" verschwindet hier gänzlich und jene Angreifer-Stimmung, die schon im Intro aufkam, rückt wieder in den Vordergrund. Ihren Hit "Hurtin' me" hat sie für ihr neues Album durch den Remix-Wolf gedreht. Das Ergebnis ist noch eingängiger als das Original, tanzbar und ein hartnäckiger Ohrwurm. Hier zeigt sich Stefflon Dons Fingerspitzengefühl in Sachen Melodien, das sich in allen Songs wiederfindet, unabhängig davon, welche stilistische Richtung sie einschlägt – einen hohen Wiedererkennungswert haben sie alle. Wahrscheinlich ist es vor allen Dingen ihre Leidenschaft für die Musik, die Stefflon Don so weit gebracht hat. Ausflüge in andere künstlerische Bereiche konnten das nie ersetzen, so sagt sie selbst: "I am music." Und die Kinder, die sie in ihrer Jugend zur Außenseiterin gemacht haben, bereuen das jetzt vermutlich zutiefst.

(Marie Saverino)

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Highlights

  • Lil bitch
  • Pretty girl (feat. Tiggs Da Author)
  • Precious heavy
  • Hurtin' me (The remix) (feat. Sean Paul, Popcaan & Sizzla)

Tracklist

  1. Lil bitch
  2. Jellio
  3. Finesse
  4. Interlude
  5. What you want (feat. Future)
  6. Pretty girl (feat. Tiggs Da Author)
  7. Uber (feat. Ebenezer)
  8. Precious heavy
  9. Both ways (feat. Fekky)
  10. Crunch time
  11. Favourite girl (feat. Haile)
  12. Hurtin' me (The remix) (feat. Sean Paul, Popcaan & Sizzla)
  13. Senseless
  14. Regular
  15. Win
  16. Free drip Tony Montana

Gesamtspielzeit: 48:00 min.

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Armin

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2018-09-19 20:47:03 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

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