Soundtrack - Mission: Impossible 2

Soundtrack- Mission: Impossible 2

Hollywood / Edel
VÖ: 10.07.2000

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Nichts ist unmöglich

Im zweiten Teil der Verfilmung der Kultserie "Mission: Impossible" muß sich Tom Cruise wieder einmal auf eine lebensgefährliche Mission begeben. Nach dem Erfolg des ersten Teils verfolgen die Autoren weiterhin das bewährte Konzept. Mit viel Action à la Terminator konnte man schließlich schon immer das Publikum anlocken. Auch beim Soundtrack werden bei M:I2 wiederum keine Abstriche gemacht. Bereits der Vorgänger wurde durch den Titeltrack von Larry Mullen und Adam Clayton, sowie durch die Mitwirkung von Skunk Anansie, Massive Attack oder den Cranberries ein voller Erfolg. Um den neuen Film mit noch explosiverer Musik zu untermalen, wurden Hartwurst-Größen wie Metallica, Rob Zombie, die Foo Fighters und die Workaholics Limp Bizkit verpflichtet.

Feurig wie das Coverartwork geht es dann auch mit dem Titelstück "Take a look around" los. Limp Bizkit und ihr Allround-Frontmann Fred Durst haben das MI-Thema in einen für sie typischen New-Metal-Song eingebettet, der einige Parallelen zu ihrem aktuellen Album aufweist. In diese Reihe gesellen sich noch Godsmack, Diffuser und Buckcherry, deren Songs allesamt gut ins Ohr gehen und zudem einen Abwechslungsreichtum besitzen, der auf einem Album kaum zu erreichen ist.

In der Industrial Ecke tummeln sich diesmal Rob Zombie, die Butthole Surfers sowie Apartment 26. Zombie, noch aus seinen Zeiten bei White Zombie bestens in Erinnerung liefert wie auch auf dem "Matrix"-Soundtrack mehr als nur solides Stückwerk ab. Apartment 26 beeindrucken besonders durch die energiegeladene Stimme des Sängers, der gitarrenbrett unterlegte Zeilen wie "Smash the mirror / Smash the dreams" auch wirklich glaubhaft vorzutragen weiß. Wieder zwei außerordentliche Schmankerl bieten die Foo Fighters, die den Pink Floyd-Song "Have a cigar" noch einmal neu einspielten und dafür Altmeister Brian May ins Studio lotsten, sowie Uncle Kracker, die sich von Kid Rock unterstützen ließen mit "What U lookin' at?" Bei beiden Stücken ergänzten sich die Interpreten so, daß zwei außergewöhnlich eingängige Songs entstanden sind. Für den ruhigeren Part sorgen neben Tinfed, Powderfinger und Tori Amos auch Oskarpreisträger Hans Zimmer in Zusammenarbeit mit Heitor Pereira. Bei dem Namen Hans Zimmer denkt man eigentlich sofort an Filmmusik, da er schon für Kassenschlager wie "Rain man" und "König der Löwen" die musikalische Untermalung schrieb. Auf M:I2 gibt er mit seinem Partner das flamencoangehauchte, akustische "Nyah" zum besten, das zwar nicht von Innovation zeugt, doch als Hintergrundmusik absolut tauglich ist.

Produzent Mitchell Leib ist diese Zusammenstellung von Bands absolut gelungen, obwohl man beispielsweise vom Ex-Soundgärtner Cornell sicherlich mehr als eine Neuauflage von "Mission" erwartet hätte. Auch Metallicas ausgekoppeltes "I disappear" strotzt nicht gerade von Einfallsreichtum, was vielleicht mit ihrem Engagement im Napster-Streit entschuldigt werden kann. In der riesigen Soundtracklandschaft hat sich M:I2 aber mit Sicherheit eines der kommerziell schöneren Fleckchen verdient und erweist sich als gebührende Promotion für dem Film, der ab 4. Juli in allen deutschen Kinos heißlaufen wird.

PS: Diese Rezension zerstört sich in fünf Sekunden selbst.

(Benjamin Bunte)

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Highlights

  • Take a look around (Limp Bizkit)
  • Scum of the earth (Rob Zombie)
  • Have a cigar (Foo Fighters and Brian May)
  • What you lookin\' at? (Uncle Kracker)
  • Backwards (Apartment 26)

Tracklist

  1. Take a look around (Limp Bizkit)
  2. I disappear (Metallica)
  3. Scum of the earth (Rob Zombie)
  4. They came in (Butthole Surfers)
  5. Rocket science (The Pimps)
  6. Have a cigar (Foo Fighters and Brian May)
  7. Mission 2000 (Chris Cornell)
  8. Going down (Godsmack)
  9. What u lookin' at? (Uncle Kracker)
  10. Backwards (Apartment 26)
  11. Karma (Diffuser)
  12. Alone (Buckcherry)
  13. Immune (Tinfed)
  14. Not my kinda scene (Powderfinger)
  15. Carnival (Tori Amos)
  16. Nyah (Hans Zimmer feat. Heitor Pereira)
  17. Iko-iko (Zap Mama)

Gesamtspielzeit: 65:58 min.

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