Death By Stereo - Into the valley of death

Death By Stereo- Into the valley of death

Epitaph / SPV
VÖ: 22.04.2003

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Auf Halbmast

Zu den Waffen! Angriff! Feuer frei! Die Welt ist schlecht. Die Zornesader schwillt. Der Frust will irgendwo abgeladen werden. Was fehlt? Richtig: die geeignete Methode zur sinnvollen Kanalisation von Haß und Unmut. Ein "FUCK YOU!" reicht auch nicht, wenn man es in den obligatorischen Großbuchstaben abdruckt. Death By Stereo hingegen wissen, wie es richtig geht. Es gibt wieder ziemlich viel auf die Zwölf. Ja, so richtig sprichwörtlich. Ist "Into the valley of death" deshalb ähnlich abgeschmackt wie selbiges? Wir zücken die Lupe.

Geschwindigkeit? Ist ja sowieso Pflicht. Ansonsten knallt's ja nicht. Lautstärke? Aber hallo! Wenn die schweren Geschütze erst mal schweigen, ist die nächste Angriffswelle nicht mehr allzu fern. Die Zeichen stehen auf Revolte. "Come on baby, Sieg Heil! / I never fit to anywhere / And now I don't fit here!" Will eine solche Provokation etwa geflüstert werden? Käse. Schreien hilft. Ganz, ganz laut. Und das kann Efrem Schulz ja schon seit eh und je. Singen übrigens auch.

Bei ungemein erwähnenswerten Songtiteln wie "I wouldn't piss in your ear if your brain was on fire" und "You're a bullshit salesman with a mouthful of samples" kommt einem doch wieder die Erkenntnis, daß Death By Stereo nicht wirklich einsilbig agieren. Stimmt. Die haben tatsächlich auch noch was zu sagen, daß die Schwarte kracht. Zum Beispiel in "Beyond the blinders": "I'll take this knife out of my back / And stab it straight into the heart / Of a country that was built on lies and murder from the start."

Es geht also mal wieder so einiges. Wenn auch letzten Endes eher selten so richtig der Bush brennt. Nicht, daß "Into the valley of death" als Gesamtwerk einer gewissen Relevanz entbehren würde. Im Gegenteil: Death By Stereo können ganz schön was. Was diesmal allerdings zum Eintritt in die Oberliga fehlt, ist der belebende Moment, der entscheidende Kick. Oder die letze Kompromißlosigkeit, die man in "Shh, it'll be our little secret" doch bereits gefunden zu haben schien: "You'll fucking bleed!" Sich in die Hose zu machen, war auch schon mal aufregender. Ein bißchen.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Beyond the blinders
  • Unstoppable

Tracklist

  1. The plague
  2. Beyond the blinders
  3. Wasted words
  4. I wouldn't piss in your ear if your brain was on fire
  5. Shh, it'll be our little secret
  6. What I can't hear, touch, tase, smell or see can't hurt me
  7. Unstoppable
  8. Let down and alone
  9. These are a few of my favorite things
  10. Good morning America
  11. Flag day
  12. You're a bullshit salesman with a mouthful of samples
  13. Wake up, you're dead

Gesamtspielzeit: 37:36 min.

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