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Saliva - Back into your system

Saliva- Back into your system

Island / Universal
VÖ: 07.04.2003

Unsere Bewertung: 3/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Raubkopie

Es ist ja nichts neues: Sobald ein paar jungen Musikanten der süßliche Duft frisch gepreßter Dollar-Bills ins Näschen steigt, sind Anstand und Ehre schneller vergessen, als der Name des ersten durchgenudelten Groupies. Da kleistert man schon mal den harten Kerls von World Wrestling Entertainment ein paar fette Tunes auf die muskulösen Leiber. Läßt bescheidene Forderungen wie "Make me a superstar" an allen Ecken und Ende seiner letzten Platte "Every six seconds" fallen. Und schickt seinen Sänger zu Lockenstab Chad Kroeger in die Neo-Grunge-Hölle, damit die beiden den "Spider-Man"-Titeldreck "Hero" erbrechen können. Schlimm ist das, was Saliva so machen. Man möchte eigentlich gar keine Worte mehr über diese unsägliche Band verlieren.

Aber es hilft ja nichts. Die Vita der Truppe um Josey Scott mag sich zwar lesen, als wäre sie direkt von der "Do nots"-Seite des großen Buchs der Credibility abgeschrieben worden; dem Erfolg seiner Mannschaft hat dies aber freilich keinen Abbruch getan. Saliva stehen heute in den Plattenschränken jedes tätowierten US-Suburb-Kids zwischen Härtefällen wie Papa Roach und Slipknot. Und damit das auch so bleibt, geht "Back into your system" auf número seguro: Zwei Gitarristen schnitzeln fetteste Powerchords aus ihren Siebensaitern, Frontmähne Scott streckt die Arme von sich und knödelt prätentiöse Vocals drüber. Give the people what they want. Dieter Bohlen wäre stolz auf diese Jungs.

Saliva sind das Tüpfelchen auf dem "i" eines hoffnungslos verlogenen Musikgenres. Um sämtlichen aktuellen Trends zu entsprechen, verkneift sich Josey Scott diesmal einen Großteil seiner Raps, und die ganz harten Gitarrenbretter bleiben ebenfalls im Schrank verstaut. Stattdessen wird die übliche Menge an Laut-Leise-Wechselduschen mit kräftigen Powerballaden aufgefüllt, die zwar gern Helden wären, aber doch höchstens Salivas kanadischen Kumpel glücklich machen können. Allen anderen wird dieses Dutzend schwerstverdaulicher Ami-Rock-Brocken gehörig den Magen verderben. Wir empfehlen die Anschaffung eines eigenen Gesichts. Und öfter mal einen Obstgarten.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

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Tracklist

  1. Superstar II
  2. Weight of the world
  3. Always
  4. Back into your system
  5. All because of you
  6. Raise up
  7. Separated self
  8. Rest in pieces
  9. Storm
  10. Holdin' on
  11. Pride
  12. Famous monsters

Gesamtspielzeit: 48:48 min.

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