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Yo La Tengo - Summer sun

Yo La Tengo- Summer sun

Matador / Zomba
VÖ: 07.04.2003

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Sommer ist

Ein Sommertag am Strand, fernab von Ballermann und Pauschaltourismus: Die Sonne steht strahlend am Himmel, eine leichte Brise bläst über den warmen Sand, die Wellen rauschen. Leise erahnt man wabernde Beats neben sich, ein verspieltes Klavier, eine verträumte Stimme. Langsam wird klar: Yo La Tengo, das amerikanische Avantgarde-Trio lädt zur "Beach party tonight". Allerdings klingt es weniger nach Eimersaufen, als vielmehr nach dem Sommerfest der Anonymen Melancholiker.

Möwen kreisen in der Luft und suchen nach Futter. "Little eyes" sehen: In deutlicher Entfernung zieht ein einzelner Surfer seine Bahnen auf dem leeren Meer. Die spärliche Instrumentalisierung kämpft gegen den stärker werdenden Wind an. Die Fotos im Booklet von "Summer sun" präsentieren uns die Band im tiefsten Winter, aber das hier, das ist Sommer - die ruhige Atmosphäre, die jeden Stau auf der Autobahn in den Süden vergessen läßt, der verträumte und doch so klare Sound, der jeden Himmel blau streichen kann. Mit dieser CD muß man nicht warten, bis es mal wieder richtig Sommer wird. Sie straft jeden Wetterbericht Lügen und bläst den Duft einer saftigen Wiese voller Gänseblümchen aus den Boxen.

Plötzlich beginnt es zu regnen. Jetzt könnte es auch "And then nothing turned itself inside-out" sein, der beeindruckende Vorgänger, auch so ein in sich verschachteltes Werk, bei dem weniger oft mehr war. Silence is the new sound und so. Nur ist da etwas, das zuvor nicht da war: ein diffuses Licht, eine innere Wärme, die den Liedern eine positivere Wirkung einhaucht. Wenn Skatepunk und Latino-Disco die Musik des Sommers sein sollen, so ist Yo La Tengo eine Band für Nebensaison-Urlauber: Strandwanderung statt Sonnenbaden, Lagerfeuer statt Beachvolleyball.

Nachdem sich der Regen verzogen hat, klart es auf. Alles riecht viel intensiver, die Natur hat sich reingewaschen. Klar und deutlich ist die Sonne über dem Horizont zu sehen, lange wird sie heute nicht mehr scheinen. Der Tag und die CD neigen sich ihrem Ende. Aber morgen ist ein neuer Tag, am Liebsten wieder mit "Summer sun" im Ohr. Denn eines ist klar: So schmeckt der Sommer.

(Lukas Heinser)

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Highlights

  • How to make a baby elephant float
  • Georgia vs. Yo La Tengo
  • Winter a-go-go
  • Take care

Tracklist

  1. Beach party tonight
  2. Little eyes
  3. Nothing but you and me
  4. Season of the shark
  5. Today is the day
  6. Tiny birds
  7. How to make a baby elephant float
  8. Georgia vs. Yo La Tengo
  9. Don't have to be so sad
  10. Winter a-go-go
  11. Moonrock mambo
  12. Let's be still
  13. Take care

Gesamtspielzeit: 62:34 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

dreckskerl

Postings: 4157

Registriert seit 09.12.2014

2020-06-16 22:56:32 Uhr
Genau :)

Gute Nacht.

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3538

Registriert seit 14.05.2013

2020-06-16 22:54:28 Uhr
Der Name ist eben Programm. :D Ach was, wir waren da ja schon mitten in der Session, da geht so etwas mal schnell unter.

Jetzt aber: Gute Nacht!

dreckskerl

Postings: 4157

Registriert seit 09.12.2014

2020-06-16 22:51:44 Uhr
Das ist wieder mal recht peinlich und typisch dreckskerl, die Hälfte mitbekommen und nicht mehr überprüfen und dann auch noch andere belehren, seufz.


Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3538

Registriert seit 14.05.2013

2020-06-16 22:46:05 Uhr
dass es das Piano von Georgias kürzlich vor den Aufnahmen verstorbenen Vaters ist?

Die Mama war verstorben, nicht der Vater.

dreckskerl

Postings: 4157

Registriert seit 09.12.2014

2020-06-16 22:36:25 Uhr
Stimmt Iras Gitarren sind vergleichsweise rar und wenn dann gezähmt, dafür auf fast jedem Song dieses Piano.
Hattest du zu Beginn die Hintergrundstory nicht mitbekommen, dass es das Piano von Georgias kürzlich vor den Aufnahmen verstorbenen Vaters ist?

Die Feedback Gitarren kommen nächste Woche wieder um so mehr.
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