Enter Shikari - The spark

Enter Shikari- The spark

PIAS [Cooperative]/ Rough Trade
VÖ: 22.09.2017

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Platz im Topf

Dubstep, Hardcore, (Schlumpf-)Techno, Emo: Eigentlich eine Anhäufung von unvereinbaren Musikrichtungen. Enter Shikari würden dieser Aussage jedoch vehement widersprechen und brachten bis dato herzlich gerne alle Extreme in einem einzigen Song unter. Dementsprechend musste sich die Band aus dem englischen St Albans von der ersten Minute an gegen Vorwürfe wehren, stets bar jeder Vernunft alles in einen Topf zu werfen. Die erste Auskopplung "Live outside" aus dem fünften Studioalbum "The spark" deutete jedoch einen anderen, weitaus geradlinigeren Weg an. Das sogar in doppelter Hinsicht, denn hier steht nicht nur ein einzelnes, sondern mit Pop ein für Enter Shikari ungewohntes Genre im Vordergrund, was das furchtlose Plattentests.de-Forum überraschend positiv aufnahm.

Dabei beginnt "The spark" zunächst gewohnt hektisch &mdash inklusive Casio-Keyboard-Geklimper und Sänger Rou Reynolds als Mike-Skinner-Imitat mit viel Testosteron. Auch "Take my country back" lässt keine Verschnaufpause, überzeugt aber insbesondere durch einen absolut mitreißenden Refrain. Im weiteren Verlauf entdecken Enter Shikari dann im Gegensatz zu früher, dass es auch möglich ist, Luft zum Atmen zu lassen und nicht permanent völlig überstürzt davonzurennen. "Airfield" etwa geht als lupenreine Ballade durch, bricht erst gegen Ende aus, um dann noch einmal abzuebben und sich auf diese Art und Weise zum atmosphärischsten Track in der Geschichte der Band zu mausern.

Enter Shikari wollen immer noch vieles, aber glücklicherweise nicht mehr alles gleichzeitig. Elektronische Einsprengsel werden wie bei der Prodigy-Kopie "Rabbit rouser" weiterhin immer mal wieder eingebaut. Ebenso lassen sich abermals politische Anspielungen an jeder Ecke finden, wobei die Quasi-Predigten durch die bisher unbekannten Ruhephasen viel eindringlicher wirken können. Der Rest lässt sich mit "weniger Muskelcore, mehr Eingängigkeit" relativ gut zusammenfassen. Wenn dann auch noch wie bei "Shinrin-yoku" und "An ode to lost jigsaw pieces (in two movements)" Bläser hinzukommen, kann man die Engländer endlich als erwachsen bezeichnen &mdash und "The spark" als bisher ausgereiftestes Werk.

(Christian Laude)

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Highlights

  • Take my country back
  • Airfield
  • An ode to lost jigsaw pieces (in two movements)

Tracklist

  1. The spark
  2. The sights
  3. Live outside
  4. Take my country back
  5. Airfield
  6. Rabble rouser
  7. Shinrin-yoku
  8. Undercover agents
  9. The revolt of the atoms
  10. An ode to lost jigsaw pieces (in two movements)
  11. The embers

Gesamtspielzeit: 41:11 min.

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Affengitarre

Postings: 1877

Registriert seit 23.07.2014

2017-09-15 13:29:58 Uhr
@Armin Können normale User Youtubevideos auch so einbinden, oder bleibt das Mods etc. vorbehalten?

Croefield

Postings: 215

Registriert seit 13.01.2014

2017-09-15 08:35:05 Uhr
Rabble Rouser gefällt mir durchaus auch. Dieses Bassige und dann dieser poppige Refrain, irgendwie hab ich richtig Lust auf das Album. So ging es mir noch nie bei Enter Shikari.

lumiko

Postings: 139

Registriert seit 09.09.2015

2017-09-14 20:35:19 Uhr
Hmm, "Live Outside" gefällt mir überhaupt nicht, dann doch lieber alte Songs wie
"Sorry, You're Not a Winner".
@Armin
2017-09-14 20:33:37 Uhr
Häh was soll man dich lassen?

Armin

Postings: 10345

Registriert seit 08.01.2012

2017-09-14 20:07:47 Uhr - Newsbeitrag
Nach “Live Outside” veröffentlichen Enter Shikari mit “Rabble Rouser” den zweiten Track aus ihrem neuen Album “The Spark“, welches nächste Woche, am 22. September auf Play It Again Sam erscheint.

"I see ‘Rabble Rouser’ as putting music to my job description. Bringing people together and getting them rowdy and energised. The track’s influenced by the plethora of genres that I was lucky enough to grow up with; from jungle to garage, to grime, to dubstep. I can’t wait to play this live”. (Rou Reynolds)






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