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Seether - Disclaimer

Seether- Disclaimer

Epic / Sony
VÖ: 10.02.2003

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Nicht schuldig

Zu viele Verbrechen wurden in den letzten Jahren unter dem Deckmäntelchen des Neo-Grunge begangen. Während die Helden von einst sämtliche Grabschändungen hilflos, weil tot, über sich ergehen lassen müssen, beweisen Jungs wie Pantoffelheld Chad und seine Nickelbäcker, Gotteskrieger Scott samt seiner Creed-Jünger und die geballte, bandgewordene Langeweile von 3 Doors Down mit jeder neuen Platte, daß sie wirklich gar nichts verstanden haben. Außer, wie man seinen Schund zu Geld macht, natürlich. Schon bezeichnend, daß ausgerechnet ein von Butterkeks Fred zusammengewürfelter Haufen heute als Hoffnungsträger herhalten muß.

Wer beim Anblick der Verkaufszahlen solcher Flachmänner nicht das Bewußtsein verliert, wird auch verstehen können, warum die großen Major-Labels ständig auf der Suche nach neuem Kapital sind, daß die Merkmale gefährliches Aussehen und schlimme Kindheit mit ein paar deftigen Powerchords verbinden kann. Da aber längst jedes US-Kid mit geschiedenen Eltern einen Plattenvertrag sein eigen nennt, müssen die Talentspäher der Plattenfirmen mittlerweile weite Wege gehen. So hat es ein paar besonders emsige Zeitgenossen gar bis nach Südafrika verschlagen. Immerhin haben sie dort einen echten Rohdiamanten ausgebuddelt.

Seether haben alles, was die feuchten Träume eines Major-Managers ausschmückt: Düsteres Aussehen (wenn auch nicht ganz so düster wie der Look von Nickel-Chad), eine bewegte Vergangenheit in weniger hübschen Vierteln Johannesburgs, und obendrein noch einen Sänger, der klingt, als hätte man die Stimmbänder von Scott Stapp und Kurt Cobain zusammengenäht. Das beste daran: Sogar die Musik taugt was. Nicht viel, aber immerhin. Die Single "Gasoline" hinterläßt unangenehme Brandspuren im Hörerhirn, das abschließende "Broken" bittet als gekonnte Akustikballade zum kollektiven Feuerzeugschwenken. Der Rahmen paßt.

Dazwischen tummeln sich ein bis zwei Handvoll solider State-of-the-art-Ami-Rock. Massig produziert und immer ein bißchen besser als die Konkurrenz, aber deshalb leider noch lange nicht wirklich aufregend. Einerseits punktet ein Song wie "Fuck it" mit gemeinen Schockeffekten, während "69 tea" 3 Doors Down und Konsorten die Hornbrille von der Schnarchnase rockt. Andererseits schielen ärgerliche "White arms wide open"-Unnötigkeiten wie "Driven under" oder "Fade away" allzu dreist in Richtung Billboard-Charts. Die Schuld an der mißlichen Lage des Grunge tragen sicherlich andere. Aber besser wird es mit Seether auch nicht.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Gasoline
  • Broken

Tracklist

  1. Gasoline
  2. 69 tea
  3. Fine again
  4. Needles
  5. Driven under
  6. Pride
  7. Sympathetic
  8. Your bore
  9. Fade away
  10. Pig
  11. Fuck it
  12. Broken

Gesamtspielzeit: 46:54 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Pelo
2005-04-23 19:51:24 Uhr
Um es kurz zu machen: Das neue Album heißt "Karma and Effect", erscheint in den USA am 24. Mai und beinhaltet folgende 13 Tracks (in alphabetischer Reihenfolge):
Because Of Me
Burrito
Diseased
Gift
Given
I'm The One
Never Leave
Plastic Man
Remedy
Simplest Mistake
Tongue
Truth
World Falls Away

Die 3 nicht aufgeführten Titel "Bilster", "Innocence" und "Let Me Go" könnten später auf B-Sites, Soundtracks etc. zu finden sein.
Pelo
2005-04-23 19:47:14 Uhr
Ich war in Köln dabei, war schon echt krass, gute live Band!
Armin
2004-10-05 16:42:22 Uhr
+++SEETHER AUF TOUR+++
Die Südafrikaner beehren uns wieder mit 4 Dates.
13.10 München, small elserhalle
23.10 Berlin, Columbia Club
25.10 Hamburg, Logo
26.10 Köln, Prime Club
Single Fine Again - Release 25,10
Armin
2004-10-02 21:52:12 Uhr
Seether 'Fine Again'
Alles neu mit neuem alten Album. Nach einem personellen Upgrade (Drummer
Nick Oshiro verließ die Band, Schlagzeuger John Humphrey und Gitarrist Pat
Callahen stießen neu hinzu) vom Trio zum Quartett und den soeben mit
Bravour absolvierten Auftritten bei den Mega-Festivals "Rock im Park" bzw.
"Rock am Ring" steht für Seether nun eine heiße Release-Phase ins Haus.
Nach der "The Punisher"-Soundtrack-Single "Broken" mit Evanescence-Sängerin
Amy Lee (VÖ: 21.06.) erschien am 5. Juli die überarbeitete
Expanded-Version des Seether-Albums "Disclaimer", das hierzulande
ursprünglich Anfang 2003 erschien.
Ursprünglich stammen Seether aus Südafrika: Vor einigen Jahren siedelte das
Trio Shaun Morgan (Gesang, Gitarre), Dale Stewart (Bass) und Nick Oshiro
(Drums) jedoch von dort in die USA um, wo sie u.a. mit der Single "Fine
Again" einen Top 40 Hit landen konnte.
Konf. Single
VÖ 25.10.04
nu-freak
2004-08-12 00:15:23 Uhr
trapt*gähn*
kennst die anderen bands auch oder nur die kommerzielle bekanntere band bei uns?
mfg corny
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