The Starting Line - Say it like you mean it

The Starting Line- Say it like you mean it

Drive Thru / Zomba
VÖ: 24.02.2003

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

New Found Mitläufer

Trallala. Eine niedliche Melodie, hüpfende junge Männer mit bunten Haaren und noch bunteren Gitarren. "You don't have to stay / But I hope that you would anyway." Nein, nein und nochmals: Nein. Staatlich anerkannter Musikfachmann muß man nun wahrlich nicht sein, um da bereits nach den ersten Tönen zu erahnen, woher hier das nächste Lüftchen weht. New Found Glory, Good Charlotte und Something Corporate exerzierten jüngst vor, wie das geht. Vom Mauerblümchen zum Helden für einen Tag. Vom Probekeller in die Billboardcharts. Und von wenig Asche zu voller Tasche.

Der nächste Act namens The Starting Line steht da mit "Tell it like it is", nun, äh, in den Startlöchern eben. So dumm das auch klingen mag. Wir können ja auch nichts dafür. Ehrlich! Genauso wenig wie der deutsche Distributor, der es nichtsdestotrotz als Notwendigkeit ansah, den Titel des amerikanischen Originals "Say it like you mean it" den, äh, Gepflogenheiten des hiesigen Marktes anzupassen. Welche auch immer das sein mögen. Hintenanstehen tut der Vierer mit seinem Full-Length-Debüt dann auch in unseren Gefilden nicht unbedingt, versäumt bisweilen allerdings trotzdem um ein Haar den Endspurt aus der totalen Abseitsposition. Manchmal gar um zwei. Oder drei.

Knuffig sind sie ja schon, die Bengels. Die Songs eigentlich auch. Zum größten Teil. Allerdings sind die Kerls auch garantiert der allerschönste Traum einer jeden werdenden Schwiegermutter. Denn so handzahm, höflich, unaufmüpfig und zurückhaltend hat schon lange niemand mehr im Standard-Baukasten der alt- und vor allem schon allermindestens tausendfach bewährten Emopunk-Harmonien gewühlt. Ja, ja, ja. Es entgeht einem freilich nicht: Das ist alles ohne Ausnahme ungemein eingängig und paßt auch garantiert in jede Hosentasche.

Aber wer setzt da irgendwo Akzente? Wo sind Reibungen? Oder haben The Starting Line am Ende gar irgendwas zu sagen? "The last time I saw you / You were standing by his side". Das ganz alte Leiden, das ganz alte Lied also. Oder etwa doch nicht? "You can sleep in your own bed tonight / I hope for your sake that you don't wake up as broken as I am". Also doch. Im Alter von durchschnittlich zwanzig Lenzen ja auch nicht allzu schlimm. Bleiben ja immer noch die immerhin sehr, sehr netten und fett produzierten Melodien. Fünf-Minuten-Terrine.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Decisions, decisions
  • This ride

Tracklist

  1. Up&go
  2. Given the chance
  3. Leaving
  4. The best of me
  5. A goodnight's sleep
  6. Almost there, going nowhere
  7. Cheek to cheek
  8. Hello Houston
  9. Decisions, decisions
  10. Saddest girl story
  11. Left coast envy
  12. The drama summer
  13. This ride

Gesamtspielzeit: 47:37 min.

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