Somehow Hollow - Busted wings & rusted halos

Somehow Hollow- Busted wings & rusted halos

Victory / Zomba
VÖ: 24.02.2003

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Alte Bekannte

Es dürfte sich mittlerweile bereits herumgesprochen haben: Grade sind Geschichte. Schluß, aus, Ende, vorbei. Es ist an der Zeit, die Häupter zu senken. Respekt zu zeigen. Alle. Jetzt! Ihr wart großartig, Jungs. Thank you for the music. Es ist aber ebenfalls an der Zeit, festzustellen: Das war's irgendwie noch nicht. Denn mit dem ein oder anderen deftigen Schmunzeln quittierte man die Tatsache, daß Drummer Charles Moniz seit einiger Zeit der kleinen Avril Lavigne mit der Baßgitarre unter die Arme greift. Verdreschen darf er aber auch dort noch: frivole Mädchenpopos nämlich. Punkrock, motherfucker!

Ja, selbst von Growler Kyle Bishop dürfte demnächst noch einiges zu erwarten sein. Und Gitarrero Brad Casarin? Tja, der hatte ja schon immer Somehow Hollow in der Hinterhand. The end is the beginning is the end. Komplettiert durch Mike Casarin, Kent Abott und Drew Clark klingt dieses Line-Up auch ohne Kyle schon nach mächtig viel Reunion. Denkste! "Busted wings and rusted halos" mag Punkrock. Den mögen Somehow Hollow übrigens auch. Downtown, Uptown, Midtown. Man ahnt ja, wie das klingt. Treibende Drums. Schwitzende Riffs. Kreischende Gitarren. Flotte Ohrwürmer. Liebliche Melodien. Und zu diesem konfusen attributiven Wirrwarr gesellen sich noch leicht metallisch-angehauchte Soli und Riffs, denen auch schon Grade zuletzt huldigten. Die Nackenwirbel der Nation ächzen Dank. Und Totgeglaubte leben ja doch alle länger. Irgendwie.

Dabei verfahren Somehow Hollow zwar stetig nach der gleichen Rezeptur, agieren technisch aber auf einem doch recht feinen Niveau. "Never let you go" zerrt an den Kragen. "Kamloops" tanzt Pogo. "How winter killed our souls" regelt die Scheiße fett. Und man selbst ist beinahe versucht zu glauben, daß sich selbst das, was hier mit angezogener Handbremse durch die Pampa hoppelt ("A lesson in longing", "Broken chords"), G.U.T. buchstabiert. Beinahe. Wenn Somehow Hollow jetzt noch ihre Flügel entrosten und etwas mehr Geschmackssicherheit bei der Wahl ihrer Covermotive unter Beweis stellen, dann ist man wieder auf dem Pfad der Tugend. Headfirst straight to hell.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Kamloops
  • Never let you go

Tracklist

  1. Kamloops
  2. How winter killed our souls
  3. Halfway gone
  4. Walking clothed foot
  5. A lesson in longing
  6. Broken chords
  7. Introducing to a tragic deam
  8. Never let you go
  9. The witch of cedar gate
  10. Busted stereos and myself

Gesamtspielzeit: 35:13 min.

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