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Stone The Crow - Reduce to the max

Stone The Crow- Reduce to the max

Southside / Edel
VÖ: 25.11.2002

Unsere Bewertung: 3/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Abgeschmiert

Einen Prozeß musikalischer Gesundschrumpfung in Form der Minimierung der Bandmitglieder plus Konzentration auf das Wesentliche: Ob Stone The Crow dies mit dem Titel "Reduce to the max" meinen? Diese Frage wird genauso ungeklärt bleiben wie eine viel wichtigere: Was soll das alles? Deutsche Band nimmt sich den großen Sprung vor? Den Sprung über den Teich gar? Die drei Herren Marc Zinn, Hilli und Tom Schenk jedenfalls wagen den großen Hops - und landen tief im Wasser.

Ungezählt sind die Versuche, harte Gitarren mit Synthesizer-Klängen und gotisch angehauchtem Sangesorgan in Verbindung zu bringen. Rar sind die geglückten Umsetzungen, umfangreich die völlig mißlungenen Experimente. Warum sich "Reduce to the max" trotz aller handwerklichen Versiertheit des Trios zu letzterer Kategorie gesellt, ist einfach umrissen: Allzu große Langeweile und Ideenlosigkeit kollidieren mit den zaghaft vorhandenen, löblichen Ansätzen der Band. Viel zu häufig bleiben die elektronischen Einspielungen bloßes Beiwerk und überfrachten die Songs mit Bergen an Belanglosigkeiten.

Wenn die Platte mal einen Funken Hoffnung auf Besserung aufkeimen läßt ("Cages of memories"), wird dieser im nächsten Moment wieder geplättet ("Air"). Zur Attraktivitätssteigerung des Ganzen wurde ein mehr als bekannter Moment der Musikgeschichte ("People are people") gewählt, um per Coverversion auf sich aufmerksam zu machen. Und das ruft fast schon die Musikpolizei auf den Plan: Covere solche Songs nur, wenn Du die Klasse dazu hast. Und versuche nie, von Deinen bescheidenen Fähigkeiten abzulenken, in dem Du bewährte Töne in ein neues Gewand kleidest.

Bleibt bescheiden, liebe Schwaben von Stone The Crow. Die Melange aus Riffs und Bytes mag nicht munden. Die vielen fremden Einflüsse, die häufig durchscheinen, haben die eigene Identität komplett unter sich begraben. Das ist nicht nur grundsätzlich schade, sondern in vorliegendem Fall ausgesprochen ärgerlich. Der beabsichtigte Sprung endet mit einem Salto rückwärts.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Cages of memories

Tracklist

  1. Secret
  2. Feel
  3. Missunderstood
  4. Cages of memories
  5. Air
  6. I'm fallin'
  7. Silverplaque
  8. My gift
  9. People are people
  10. Crimson
  11. See inside

Gesamtspielzeit: 56:15 min.

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