Good Charlotte - Youth authority

Good Charlotte- Youth authority

Mddn / Rough Trade
VÖ: 15.07.2016

Unsere Bewertung: 2/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Das Ende

Dieses Jahr kommt wirklich alles Schlechte wieder. So oder so ähnlich lautet einer der so gerne geäußerten Sätze angesichts des Comebacks einer ungeliebten Band. Und es stimmt ja auch irgendwie: Wer es nicht mit dem Pop-Punk der frühen 00er-Jahre hält, mit den Blink 182s und Sum 41s und wie sie alle heißen, der hat es ohnehin schon nicht leicht in diesem Jahr. Umso schlimmer ist, dass zu allem Überfluss nun auch noch Good Charlotte mit einem neuen Album auf der Matte stehen.

Die waren schließlich eigentlich schon ziemlich untragbar, als von es von überall her "Lifestyle of the rich and the famous" schallmeite. Und absolut unerträglich, als das penetrante "I just wanna live" sich anschickte, die Gehörgänge zu malträtieren. Letzten Endes ist die Vergangenheit dann bei der Beschäftigung mit der Grütze, die Typen auf dem Weg zur 40 unter dem einigermaßen dämlichen Titel "Youth authority" präsentieren, ohnehin völlig egal. Weil diese zwölf Nümmerchen so schmerzhaft nach Baukasten-Pop-Punk klingen, dass neben ihnen jedes Billy-Regal als Quell der Individualität erscheint. Da kann "Life changes" noch so schwungvoll eröffnen: Spätestens zum drögen "40 oz. dream" lässt sich nicht mehr erkennen, ob diese Pampe hier von Good Charlotte, Simple Plan, The All-American Rejects oder sonst einer ähnlichen Rumpeltruppe eingespielt wurde. Da wünscht man sich glatt die eben verteufelte Vergangenheit zurück.

Früher konnte man nämlich einen Good-Charlotte-Song , ob positiv oder negativ, wenigstens aus der grauen Masse heraus erkennen. Das ist dann auch alles, was von Good Charlotte nach diesem Album übrig bleibt: Die Vergangenheit. Die Songs der Gegenwart schaffen es schlichtweg nicht über die Wahrnehmungsschwelle. Und wenn sie es wie "The outfield" doch einmal tun, dann mit peinlicher Selbstreferenzialität. Dementsprechend bleibt mit diesem Album nur eines zu tun: ignorieren. Oder am besten gar nicht erst bemerken.

(Martin Smeets)

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Highlights

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Tracklist

  1. Life changes
  2. Makeshift love
  3. 40 oz. dream
  4. Life can't get much better
  5. Keep swingin' (feat. Kellin Quinn)
  6. Reason to stay (feat. Simon Neil)
  7. Stray dogs
  8. Stick to your guns (Interlude)
  9. The outfield
  10. Cars full of people
  11. WAR
  12. Moving on

Gesamtspielzeit: 42:35 min.

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Mister X

Postings: 2289

Registriert seit 30.10.2013

2016-07-30 20:33:07 Uhr
die waren immer mainstream. nur jetzt sind sie es eig ned mehr. weil sich keiner mehr fuer sie interessiert. armin linder vll noch
Sarah
2016-07-29 08:01:51 Uhr
Ich war früher wirklich Fan von Good Charlotte, die ersten drei Alben waren super. Aber danach kam nichts mehr... Das neue Album ist sowas von Mainstream, jedes Lied hört sich gleich an... wirklich schade

zote

Postings: 12

Registriert seit 21.06.2013

2016-07-09 13:52:34 Uhr
Naja, ich finde auch heute noch, dass sie mit dem dritten Album (The Chronicles of...) dieses Potential teilweise gezeigt hatten. Leider wurde es dann musikalisch, bis auf ein paar Ausnahmen wie "The River" wieder deutlich flacher. Hat wohl mehr Kohle gebracht.
Also
2016-07-08 22:56:51 Uhr
Ich erinnere noch mal an die Kritik fürs zweite Album hier. Da wurde ihnen viel (bei dem damaligen Album nicht wirklich gerechtfertigtes) Potential zugesprochen.
Badly Drawn Boy
2016-07-08 21:15:23 Uhr
@Leatherface: Naja, wie du schon selber sagst und auch in der Rezension steht: Diese Musik ist so egal, dass sie nicht mal für nen guten Verriss taugt.

GC sind eine dieser Bands, bei denen man sich wundert, dass sie überhaupt noch Fans haben - die 12-jährigen Skatepunk-Kiddies, die das Zeug zur Jahrtausendwende gehört haben, sollten doch längst erwachsen sein und sich musikalisch (hoffentlich) weiterentwickelt haben, und die Herren selbst dürften mittlerweile auch weit jenseits der 30 sein und sollten folglich auch erwachsenere Musik machen als immer noch denselben alten Kram wie vor 15 Jahren. Zumal manche ihrer besseren Songs wie das großartige "The River" doch gezeigt haben, dass sie mehr können.
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