Moonface with Siinai - My best human face

Moonface with Siinai- My best human face

Jagjaguwar / Cargo
VÖ: 03.06.2016

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Zwei sind eine Band

Feiertage für Fans von Wolf Parade! Das kalifornische Quartett um Spencer Krug und Dan Boeckner, das mit seinem Debüt "Apologies to the Queen Mary" eines der besten Indierock-Alben des letzten Jahrzehnts produzierte und noch zwei weitere starke Platten aufnahm, verabschiedete sich 2011 leider auf unbestimmte Zeit. In den folgenden Jahren veröffentlichte Boeckner in verschiedenen Konstellationen neue Alben und auch Krug war kontinuierlich aktiv, etwa bei Swan Lake oder auch mit Sunset Rubdown. Zuletzt haute er als Moonface das Piano-basierte Album "Julia with blue jeans on" raus und schrieb die Streicherarrangements für das jüngste Werk seiner Freunde von Frog Eyes.

Anfang des Jahres 2016 dann die Überraschung: Wolf Parade kündigten das Ende ihrer fünfjährigen Pause und ein paar Konzerte an, zudem eine EP, die im Mai erschienen ist. Und als wäre das nicht genug, hat sich Krug ein zweites Mal als Moonface mit den finnischen Krautrockern von Siinai zusammengetan. Das erste Mal gemeinsam in Erscheinung traten sie 2012 mit dem Album "Heartbreaking bravery" und harmonierten direkt so gut miteinander, dass man nicht wusste, wer welchen musikalischen Part beisteuerte. Während der damaligen Aufnahmen in Finnland verliebte sich der Kanadier Krug in besagte Julia mit den blauen Jeans und zog ihretwegen dort hin.

Schon im Januar 2014 begann die Produktion zum Nachfolger "My best human face". Das komplette musikalische Gerüst entstand bereits damals, bevor der Kanadier im folgenden Sommer wieder in seine Heimat zog und dort erst die Texte schrieb, den Gesang aufnahm und das ganze mastern ließ. Knapp zwei Jahre zog sich die gesamte Entstehung des Albums, was man der Platte jedoch nicht anhört. Wenn das nach dem Gitarristen von Siinai Risto Joensuu benannte "Risto's riff" mit einem Feedback und Trommelschlägen einsetzt und Krug die ersten Worte seines immer etwa dramatisch anmutenden Gesangs anstimmt, klingt das, als spiele die Band zusammen in einem Raum. Und auch untereinander harmonieren die Songs. Allein "City wrecker" sticht gefühlt heraus, der Eindruck entsteht aber nur dadurch, dass der Song schon als Solo-Piano-Nummer auf der gleichnamigen EP von Moonface erschienen ist.

Ruhige Songs wie dieser und der Opener "The nightlic artiste", der mit einem Chor und den Worten "What you did in front of everyone in the middle of the nightclub in the middle of the night" einsetzt, halten sich auf dem Album die Waage mit rifflastigen Stücken wie "Prairie boy", das dem dort beschriebenen "sound like a helicopter" sehr nahe kommt, bis es plötzlich abbricht. Im Vergleich zum gemeinsamen Vorgänger wirken die Songs melodiöser, der Sound flächiger. Während Krug in seinen bisherigen Solowerken immer einzelne Tasteninstrumente ins Zentrum rückte, kommen im Zusammenspiel mit Siinai sowohl Keyboard als auch Orgel und Klavier zum Einsatz, sind aber immer nur Nebendarsteller der klassischen Rockbesetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug. Am Ende spielt noch mal der Chor auf und nach den Stimmen fallen sich auch die Instrumente in die Arme.

(Johannes Mihram)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • The nightclub artiste
  • City wrecker
  • Prairie boy

Tracklist

  1. The nightclub artiste
  2. Risto's riff
  3. Them call themselves old punks
  4. Ugly flower pretty vase
  5. City wrecker
  6. Prairie boy
  7. The queen of both lightness and dark

Gesamtspielzeit: 39:32 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread
Dein Name:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Mixtape

Postings: 1925

Registriert seit 15.05.2013

2016-06-25 18:02:29 Uhr
Starkes Konzert gestern in Berlin.
Nörgler
2016-06-16 08:47:09 Uhr
Gutes Album. Genau das was ich mir nach Heartbreaking Bravery gewünscht hatte.

Rezension anstrengend zu lesen. Hält sich sehr lang mit der Geschichte auf und bricht am Ende abrupt ab.

Armin

Postings: 14508

Registriert seit 08.01.2012

2016-06-15 21:51:22 Uhr
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Mixtape

Postings: 1925

Registriert seit 15.05.2013

2016-04-02 06:52:48 Uhr
Das neue Album lag wohl schon länger auf Halde und erscheint nun am 3.6.

Tracklist:

01 “The Nightclub Artiste"
02 “Risto’s Riff”
03 “Them Call Themselves Old Punks”
04 “Ugly Flower Pretty Vase”
05 “City Wrecker”
06 “Prairie Boy”
07 “The Queen Of Both Darkness And Light”

Ein erster Song daraus:
https://soundcloud.com/jagjaguwar/moonface-and-siinai-ristos-riff

Das erste Konzert überhaupt auf der Tour spielen sie am 24.6. im Berliner Acud.
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Weitere Rezensionen im Plattentests.de-Archiv

Threads im Plattentests.de-Forum