Kakkmaddafakka - KMF

Kakkmaddafakka- KMF

Bergen Mafia / Believe Digital
VÖ: 18.03.2016

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Four to the floor

"Die muss man live gesehen haben, auf Platte funktionieren die nicht", heißt es oft über Kakkmaddafakka. Schlechte Voraussetzungen für den Rezensenten, der die Band nie live gesehen hat. Der aber die catchy Keyboardmelodien zu den Popsongs der letzten beiden Alben mochte. Nun hat der verantwortliche Keyboarder hat die Band nach dem letzten Album verlassen. Schlechte Voraussetzungen für den Rezensenten, schon wieder. Und diese werden nicht besser dadurch, dass Erlend Øye, der die letzten beiden Alben als Produzent betreut hatte, den Regiestuhl an die Band abgegeben hat. Auch der Männerchor ist fort, der die Band unterstützte und live das Sahnehäubchen aus Sicht der Fans darstellte. Kann das noch funktionieren zu Hause und im Club?

Es kann Entwarnung gegeben werden: Es wurde ein neuer Pianist und Keyboarder gefunden und die Norweger um die beiden Brüder Axel und Pål Vindenes benötigen die Hilfe von Erlend Øye nicht mehr, um Hüpf-Basslinien für die Indiedisco zu produzieren. In der ersten Albumhälfte ziehen die meisten Songs so auf direktem Wege auf den Dancefloor, selbst wenn es inhaltlich auf ein melancholisches "I'm leaving you" hinaus läuft. Generell schwingt auf dem vierten Longplayer der Band stärker denn je eine melancholische Note mit, auch wenn "30 days" die einzige wirkliche Ballade ist. Das Tempo ist allgemein etwas zurück genommen, das Licht gedimmt. Wie bereits auf dem Vorgänger "Six months is a long time" unternimmt das Sextett im Mittelteil mit dem Song "No cure" einen Ausflug ins Reggae-Fach. Die meiste Zeit aber bleiben die Jungs beim Indierock, der sich links und rechts fest bei Funk und Disco eingehakt hat und mit ihnen fröhlich Ringelreihe tanzt.

Schon allein diese Kombination in Stil und Arrangement bewirkt, dass die Skandinavier auch ohne die Beteiligung Øyes nach dessen ehemaliger Band The Whitest Boy Alive klingen. Das perlende Piano, der Brummelbass, die Gitarrentupfer liefern dabei zugleich einen wärmenden Klangteppich für kalte Winterabende, wie die Melodien nach Picknick auf der Frühlingswiese und dem ersten Bad des Sommers im See klingen. Trotz veränderter Umstände hat sich beim Sound also nicht viel geändert. Konservativ eingestellte Fans dürfte das freuen – die Band liefert wie gewohnt ab. Die progressiven Geister unter den Anhängern dürften sich allerdings fragen, ob ein viertes Album im selben Stil nicht des Guten zu viel ist. Unabhängig davon, ob man die Band nun live gesehen hat oder nicht.

(Johannes Mihram)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Young you
  • 30 days
  • Superwoman

Tracklist

  1. Galapagos
  2. May god
  3. Young you
  4. Change
  5. 30 days
  6. Fool
  7. No cure
  8. Language
  9. Lilac
  10. Superwoman
  11. True
  12. Empty streets

Gesamtspielzeit: 40:15 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
wirklich
2016-04-08 14:31:21 Uhr
der schlimmste bandname seit pissed jeans.

Cosmig Egg

Postings: 766

Registriert seit 13.06.2013

2016-04-08 12:12:23 Uhr
Schöner Popsong

https://www.youtube.com/watch?v=N50ugwIegBk&nohtml5=False

Hätte mir evtl schon eine Platte gekauft, wenn der Name nicht so beschissen wäre.

Mehl-Erwin
2016-03-16 20:51:42 Uhr
Nö.

Armin

Postings: 15654

Registriert seit 08.01.2012

2016-03-16 20:40:29 Uhr
Frisch rezensiert!

Meinungen?

Armin

Postings: 15654

Registriert seit 08.01.2012

2016-01-19 19:12:30 Uhr


KAKKMADDAFAKKA
Neues Video zu "Young You" // Neues Release-Date vom Album "KMF"






Liebe Medienpartner,



die Norweger Kakkmaddafakka legen mit einer neuen Single nach und präsentieren für "Young You" ein brandneues Video, das am Freitag seine Premiere feierte. Den Weg zum Clip, der mit charmanten True Detective Trailer-Referenzen aufwartet, findet Ihr jetzt auch an dieser Stelle.

https://www.youtube.com/watch?v=N50ugwIegBk


Zudem gibt es eine Neuerung im Releasedate für ihr nunmehr drittes Studioalbum "KMF", das die Band über ihr eigenes Label Bergen Mafia und Believe Digital veröffentlichen wird. Dieses verschiebt sich nun auf den 18. März.



“Das Leben dreht sich um Entdeckungen und Erfahrungen in und mit der Welt und den Personen um uns herum. Wir sind erfahrener geworden seit den Anfängen unserer Band und hatten dabei ausreichend Zeit zu verstehen, wie die kleinen und subtilen Prozesse ein Gesamtbild formen können. Und genau darum geht es in 'Galapagos'", so Sänger und Gitarrist Axel Vindenes zum Hintergrund des neuen Albums.



"KMF" markiert eine Entwicklung der Brüder und Gründungsmitglieder Axel und Pål Vindenes, die auf dem Album ihren Freund und Wegbegleiter Erlend Øye (Kings Of Convenience, The Whitest Boy Alive) in der Rolle des Produzenten ablösen. Øye betreute federführend die letzten beiden Alben der Norweger.

Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Weitere Rezensionen im Plattentests.de-Archiv

Threads im Plattentests.de-Forum

Anhören bei Spotify