Mudvayne - The end of all things to come

Mudvayne- The end of all things to come

Epic / Sony
VÖ: 18.11.2002

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Left behind

Noch vor kurzem hieß es allerorten, der Metal sei tot. Doch in der Bilanz des Jahres 2002 kann man angesichts der Chartserfolge von Manowar und Konsorten vermelden, daß selbst der traditionellste Schwermetall durchaus noch Freunde findet. Und ganz nebenbei ist auch noch festzustellen gewesen, daß der Kronprinz namens New Metal schon in jungen Jahren schwächelt: Korn auf Stagnationskurs, Slipknot pausieren, Limp Bizkit sind auf Gittaristensuche verschollen, und die Frischlinge Linkin Park und P.O.D. frönen einerseits der Elektronik oder anderseits dem Mittelmaß. Und was hat das nun mit Mudvayne zu tun?

Nicht viel, zum Glück. Nicht daß Mudvayne auch weiterhin in diese Ecke geschubst werden könnten, doch auf ihrem zweiten Majoralbum gelingt es dem Quartett verstärkt, eigene Duftmarken zu setzen. Diese beinhalten vermehrt klassische Parfums à la Pantera und bauen die schon auf dem Vorgänger "L.D. 50""Iowa"-Clique packen Mudvayne ihre vertrackten Rhythmen und Dampfhammer-Riffs nicht in kompakte Haßbrocken und türmen stattdessen lieber wahre Ungetüme auf.

Dieser Umstand macht "The end of all things to come" bei den ersten Durchläufen auch nur bedingt eingängig, sorgt aber langfristig für immer neue A-Ha-Erlebnisse. Wo man anfangs den einen oder anderen Part für schieres Gelärme hielt, schält sich auf einmal eine bislang versteckte Melodie hervor. Fordernd und fesselnd, geprägt durch eine latent bedrohliche Atmosphäre und stets haarscharf an der Schwelle zur Reizüberflutung.

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • Not falling
  • World so cold
  • Skrying
  • Shadow of a man

Tracklist

  1. Silenced
  2. Trapped in the wake of a dream
  3. Not falling
  4. (Per)Version of a truth
  5. Mercy, severity
  6. World so cold
  7. The patient mental
  8. Skrying
  9. Solve et coagula
  10. Shadow of a man
  11. 12:97:24:99
  12. The end of all things to come
  13. A key to nothing

Gesamtspielzeit: 52:26 min.

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