Ultimate Painting - Green lanes

Ultimate Painting- Green lanes

Trouble In Mind / Cargo
VÖ: 07.08.2015

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Summer of '96

Da war aber jemand ungeduldig: Nicht mal ein ganzes Jahr nach Erscheinen ihres selbstbetitelten Debütalbums lassen Ultimate Painting bereits ihren Zweitling auf die Menschheit los. Das Duo, bestehend aus James Hoare von Veronica Falls und Mazes' Jack Cooper, hat seine Fähigkeiten in der Zwischenzeit offensichtlich verfeinert und die Musik trotz der kurzen Zeit ein wenig reifen lassen. Es war sicher nicht die schlechteste Idee: Entgegen seiner überraschend schnellen Veröffentlichung ist "Green lanes" alles andere als ein Schnellschuss oder gar übereilig. Die Entspanntheit, die "Ultimate Painting" im Spätherbst 2014 an den Tag legte, kommt mit dem neuen Werk bei den wärmeren Temperaturen sogar noch besser.

Dass der auf "Green lanes" vertonte Sommer dabei bereits gut 20 Jahre in der Vergangenheit zu liegen scheint, spielt keine Rolle. Wenn sich die beiden Briten im Poetry-Slam-Sprechgesang des anfänglich depressiven Highlights "Woken by noises" mit jeder weiteren Sekunde der Manie in die Arme twangen, klingt das sicher nicht zufällig nach Pavement zu "Brighten the corners"-Zeiten. Vom Gas runter und weit weg vom eben noch besungenen Lärm der Nachbarn – nämlich direkt an den Strand – begibt sich "The ocean", während das launische "Paying the price" den Sommerabend mit Untergangsstimmung ausklingen lässt und nebenbei eine Runde den Mond anheult. Da kommen die Solidaritäts-Tränchen beim Hörer von ganz alleine.

Noch ein bisschen weiter zurück in die Vergangenheit reist der Opener "Kodiak", der wie eine leicht unscharfe Sepia-Aufnahme in einem nordamerikanischen Vorort der Sechzigerjahre daherkommt. Zwischen Unaufgeregtheit und Coolness, wie es sonst nur Yo La Tengo hinkriegen, singt Cooper mehr für sich selbst als für andere, während sich die Wolken an diesem Sommertag weiter zu einer grauen Masse auftürmen. Im Anschluss öffnet Hoare sein Herz in "Sweet Chris" wie ein Tagebuch des Vermissens – zu klassischem Indie-Pop auf ehrliche Weise mit einfachen Worten: "Sweet Chris / I'll never see you anymore / I miss / The little things you'd say you'll do." In eine ähnlich verträumte Kerbe schlägt auch das harmonische "I was lost" auf der Zielgeraden, bis das fantastische Finale "Out in the cold" den Sommer – und den Strand – endgültig hinter sich lässt. Und da sind sie auch schon wieder, die Tränchen.

(Jennifer Depner)

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Highlights

  • Sweet Chris
  • I was lost
  • Woken by noises
  • Out in the cold

Tracklist

  1. Kodiak
  2. Sweet Chris
  3. (I've got the) sanctioned blues
  4. The ocean
  5. Two from the vault
  6. The ocean (reprise)
  7. Break the chain
  8. I was lost
  9. Tee zee em
  10. Paying the price
  11. Woken by noises
  12. Out in the cold

Gesamtspielzeit: 31:24 min.

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