Sons Of Bill - Love and logic

Sons Of Bill- Love and logic

Thirty Tigers / Al!ve
VÖ: 23.01.2015

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Alles nicht geklaut

Uncle Tupelo, The Beatles, Pink Floyd, ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Tom Petty, Wilco, Old 97's, Neil Young, John Denver, Emmylou Harris. Die Liste an Namen, die einem beim ersten Hören der gerade einmal ersten drei Songs auf "Love and logic" durch den Kopf gehen, hört überhaupt nicht mehr auf. Alle paar Sekunden, so scheint es, blitzen kleine Melodiefragmente, Harmonien und Soundschnipsel hervor, die wohlige Erinnerungen an Songs der oben genannten Künstler hervorrufen. Sons Of Bill klauen aber nicht einfach schamlos, sondern fangen clever die Atmosphäre ein, die Songs wie "No depression", "Wish you were here", "Into the great wide open" oder "Eight days of hell" ausmachen, so verschieden sie auch sein mögen.

Sons Of Bill haben ein wunderbares Gespür dafür, Melodien langsam aufzubauen und dann ganz plötzlich in aller Schönheit strahlen zu lassen. Das Timing im Opener "Big unknown" ist perfekt: Mit jeder Gitarrenspur, die die Band auf die anfänglichen Akustikakkorde drauflegt, drängen sich neue Facetten in den Vordergrund. Anfangs dominiert das folkige Element, dann steigen countryeske Slidegitarren ein und in der zweiten Hälfte verwandelt sich der Refrain in eine mehrstimmige Pop-Perle, der trotz allen Schwermuts die Sonne aus dem Hintern scheint.

In "Brand new paradigm" lehnen sich Akkorde und die hymnenartige Ausschmückung ohne falsche Angst vor Pathos bei Pink Floyd an, bevor mit "Road to Canaan" und "Lost in the cosmos" zwei herzzerreißend schöne Folkballaden folgen. Ein bisschen Achterbahn mutet die Band dem Hörer auf jeden Fall zu. Nur qualitativ geht zu keinem Punkt abwärts. Spätestens, wenn "Bad dancer" die erste Albumhälfte mit befreiend kreischenden E-Gitarren und ohne einen einzigen schwachen Moment abschließt, bahnt sich an, dass "Love and logic" ein Ausnahmealbum ist.

Die restlichen Songs lassen daran ebenfalls keinen Zweifel. Sons Of Bill variieren nach hinten raus ein paar ihrer anfangs verwendeten und keinesfalls überstrapazierten Ideen. Ein paar Prog- und Space-Elemente rücken die Band in "Higher than mine" abermals in die Nähe von Pink Floyd, "Arms of a landslide" zelebriert in angemessener Lautstärke Indierock und Alt-Country und "Hymnsong" beendet die Platte mit Hammond-Orgel und der bittersüßen Melancholie, die Künstler wie Uncle Tupelo, The Beatles, Pink Floyd, ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Tom Petty, Wilco, Old 97's, Neil Young, John Denver, Emmylou Harris und eben Sons Of Bill in ihren besten Momenten überfällt. In diesem Fall in gleich zehn besten Momenten.

(Maik Maerten)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Big unknown
  • Arms of a landslide
  • Hymnsong

Tracklist

  1. Big unknown
  2. Brand new paradigm
  3. Road to Canaan
  4. Lost in the cosmos
  5. Bad dancer
  6. Fishing song
  7. Higher than mine
  8. Arms of a landslide
  9. Light a light
  10. Hymnsong

Gesamtspielzeit: 43:33 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread
Dein Name:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Yersinia

Postings: 333

Registriert seit 27.06.2013

2015-04-03 12:55:07 Uhr
Was ist denn hier los? Niemand was dazu geschrieben?

"Arms of a Landslide" klingt wie ein R.E.M.-IRS-Years Song. Richtig, richtig gut.

Armin

Postings: 14507

Registriert seit 08.01.2012

2015-02-26 00:32:27 Uhr
Frisch rezensiert! Meinungen?
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Weitere Rezensionen im Plattentests.de-Archiv

Threads im Plattentests.de-Forum