The Music - The Music

The Music- The Music

Hut / Virgin / EMI
VÖ: 02.09.2002

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

The drugs might work

Man könnte meinen, The Music hielten sich für die Retter Großbritanniens. Der Erde. Des Universums. Man könnte meinen, sie hätten auf einen Schlag mehr Drogen erwischt als Steven Tylers Organe auf Lebenszeit zu verkraften hatten. Und man könnte meinen, sie wären mit mindestens so viel Arroganz gesegnet wie alle Gallaghers dieser Welt zusammen. Was sonst sollte man auch denken von einer Band, die sich und ihr Debütalbum vollmundig "The Music" nennt? Als ob dies die erste und einzige Platte überhaupt wäre, die diesen Namen verdient. Und als ob The Music nicht irgendwelche Musik spielen, sondern DIE Musik. Mit Ausrufezeichen!

So scheint zumindest das Selbstverständnis der vier Briten zu lauten. Logisch, daß in Hypehausen wieder der übliche Ausnahmezustand herrscht und die britischen Gazetten vor Freude Purzelbäume schlagen. Denn genau wie alle anderen neuen Bands mit vorgestelltem "The" sind The Music mit ihren 18 Jahren blutjung, sehen aus wie aus der nächstbesten Gosse gezogen und klingen angestaubt wie Opas Vorkriegs-Platten. Believe the hype?

Bei The Music sind zumindest Zweifel angebracht. Denn auch wenn ihre Epen stets im unhandlichen Fünf-Minuten-Format daherkommen und mächtig dick auftragen, will man den vier Grünschnäbeln die ganze Psychedelia nicht ganz abnehmen. Entweder ist hier jemand als Kind kopfüber in den LSD-Topf gefallen oder aber es macht hier jemand nur einen auf bewußtseinserweitert, weil das so schön cool ist und das gerade alle machen.

Sei's drum. Solange zumindest vereinzelt meisterhafte Songs herauskommen wie der sechsminütige Schmachtfetzen "Turn out the light", bei dem Frontdreikäsehoch Robert Harvey jault, wie es Axl Rose nicht schöner könnte. Solange des öfteren die Beine zu zappeln beginnen wie beim hektischen "Getaway". Und solange man vorm inneren Auge immer wieder die seligen The Verve vorbeiziehen sieht. Let The Music play.

(Armin Linder)

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Highlights

  • Turn out the light
  • Getaway

Tracklist

  1. The dance
  2. Take the long road and walk it
  3. Human
  4. The truth is no words
  5. Float
  6. Turn out the light
  7. The people
  8. Getaway
  9. Disco
  10. Too high

Gesamtspielzeit: 55:46 min.

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User Beitrag

The MACHINA of God

Postings: 11760

Registriert seit 07.06.2013

2016-11-08 21:40:28 Uhr
Opener ist immer noch fett. Wie sind die anderen Alben?
The MACHINA of God
2008-11-10 22:24:21 Uhr
Geil, was der Captain damals über Interpol schrieb. :D

Ansonsten hab ich das Debut auch nohc irgendwo rumstehen... leg ich aber meist nur wegen des absolut genialen Openers rein. Der bläst alles weg.
Tama
2008-11-10 15:15:47 Uhr
Hab die Band 2002 mal in München gesehen und sie danach einfach vergessen, obwohl ich sie nicht sooo übel fand. Aber naja, da hat wohl mein Unterbewusstsein reingespielt, The Music braucht kein Mensch mehr.
musie
2008-11-10 14:32:17 Uhr
wie ist das neue album? grundsätzlich glaubs nicht so übel, in richtung the whip..
Michi Beck (p.b.k.)
2008-07-12 11:47:38 Uhr
gibt ein neues album, heißt wohl
"strength in numbers"
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