Nick Oliveri's Uncontrollable - Leave me alone

Nick Oliveri's Uncontrollable- Leave me alone

Schnitzel / Rough Trade
VÖ: 19.09.2014

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Der Unsympath

Was macht eigentlich Nick Oliveri? Für eine längere Zeit war das nicht unbedingt eine Frage, deren Antwort in die Wohlfühlrubrik auf der letzten Seite des "Stern" gepasst hätte. Nach seinem Rauswurf bei den Queens Of The Stone Age im Jahr 2004 aufgrund aggressiven Verhaltens hielt Oliveri sich mal als Aushilfsbassist bei den Dwarves, Kyuss Lives!, Moistboyz oder Bl'ast und mal mit einem seiner unzähligen Bandprojekte wie Mondo Generator über Wasser. Das aktuelle heißt Nick Oliveri's Uncontrollable, ist effektiv ein Soloding und kaum zu unterscheiden von Mondo Generator.

Ob das gute oder schlechte Nachrichten sind, kommt daher nicht nur darauf an, ob man den Unsympathen Oliveri auf Albumlänge aushält, sondern auch, ob man der seltsamen Mischung aus Aggro-, Punk- und Stonerrock etwas abgewinnen kann, die Mondo Generator schon immer ausgemacht hat. Als Chaos-Offshoot der Queens Of The Stone Age funktionierten die ersten zwei Alben "Cocaine rodeo" und "A drug problem that never existed" ziemlich gut, danach wurde die Band zu einer Verwurstungsmaschine für alle mittelmäßigen Ideen, die Oliveri bei seinen Gastspielen hier und da hatte.

"Leave me alone" ist nicht nur aufgrund seiner Knappheit ein wenig konsistenter. Neun Songs, keine halbe Stunde dauert die Platte. Platz zum Ausschweifen gibt es da keine. Aber offenbar auch keinen für neue Ideen. Oliveri hat bis auf das eine oder andere Solo und ein bisschen Gastgesang das ganze Album alleine aufgenommen. Die Songs könnten aber auch übriggebliebene B-Seiten von den Sessions zu "Cocaine rodeo" sein: ein bisschen gradliniger und weniger noisig, aber grundsätzlich krachiger Punkrock.

Dass Oliveri gute Songs schreiben kann, ist ja nichts Neues. Auch "Leave me alone" hat mit "The void" und dem Lärmbrocken "Come and you're gone" ein paar exzellente Stücke vorzuweisen. Der Rest ist aber oft zu gleichförmig und dabei nicht eingängig genug. Für eine klassische Punkrock-Platte bürstet Oliveri die Katze zu oft gegen den Strich. Für abseitigere Geschmäcker ist das alles aber zu wenig konsequent. Trotz der kurzen Spielzeit ist "Leave me alone" daher zwar kein Reinfall, aber streckenweise etwas langweilig – sogar für die letzte Seite des "Stern".

(Maik Maerten)

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Highlights

  • Come and you're gone
  • The void

Tracklist

  1. Human canonball explodes
  2. Keep me in the loop
  3. Luv is fiction
  4. Come and you're gone
  5. Rorbot man
  6. Get lost with me
  7. Leave me alone
  8. The void
  9. Death leads all the way

Gesamtspielzeit: 28:27 min.

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User Beitrag

Walenta

Postings: 273

Registriert seit 14.06.2013

2014-09-11 11:18:25 Uhr
Hab die Platte zwar (noch) nicht gehört - der Stil der Review gefällt mir aber sehr: schnörkellos und auf den Punkt gebracht. Könnte/sollte hier ehrlich gesagt öfter so sein.

Castorp

Postings: 2792

Registriert seit 14.06.2013

2014-09-11 01:31:02 Uhr
Das soll 'ne subtile Anspielung auf mich sein. (auf wen sonst)
eurodance commando
2014-09-11 01:29:43 Uhr
Was soll denn die blöde Überschrift der Rezi ????

Armin

Postings: 14834

Registriert seit 08.01.2012

2014-09-10 22:49:28 Uhr
Frisch rezensiert! Meinungen?
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