Murderdolls - Beyond the valley of the murderdolls

Murderdolls- Beyond the valley of the murderdolls

Roadrunner / Universal
VÖ: 19.08.2002

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Kasperletheater

"Presented in Horror-Fi-Stereo" ist auf den Silberling gestempelt und somit ist auch die Tagesordnung ausgegeben: locker-flockig dahingerotzter Glampunk mit gleichermaßen unterhaltsamen wie sinnfreien Texten über Monster, (Un-)Tote, Zombies, Grabräuber und andere nette Zeitgenossen. Songtitel wie "She was a teenage zombie", "Grave robbing U.S.A." oder "B-Movie scream queen" lassen in deutlich weniger als 1000 Worten erahnen, wo der intellektuelle Fokus der Mörderpuppen liegt. Die Murderdolls fühlen sich "Dressed to depress", und das ist übrigens kein Roxette-Cover!

Und wer steckt hinter diesem Haufen? Zunächst Joey Jordison, seines Zeichens hauptberuflich Drummer bei den Prügelknaben Slipknot und hier als Gitarrist am Werk, sowie weiter Tripp Eisen von Static-X und der Schreihals Wednesday 13 alias Joseph Poole. Dazu stoßen für die anstehende Tour noch Eric Griffin als Basser und Ben Graves als Schlagwerker. Die Band besteht zudem im Grunde auch schon ein wenig länger, allerdings unter dem Namen The Rejects und als eher untergeordntete Aktivität gegenüber den jeweiligen Hauptbands.

Und das ist auch nachvollziehbar und hörbar. Denn das Ganze weist alle Charakteristika der klassischen Feierabendband auf: Spaß an der Freude, auf keinen Fall kompliziert werden, den Anspruch der Texte möglichst entgegengesetzt proportional zum Promillespiegel entwickeln und mal ein bißchen die Kuh fliegen lassen. Musik für sich selbst, anstatt fürs Publikum. Das kann diesem wie im Clip zur ersten Single "Dead in Hollywood" (mit Marilyn Manson in einer Gastrolle als Psycho) zwar manchmal durchaus Laune machen, macht es aber nur selten. Denn wo Jordisons Hauptband Slipknot ihre Albernheit mit einem gehöriges Maß an Konsequenz durchprügelt, wirken die Hobby-Suppenkasper von den Murderdolls dank halbgarer Songs höchstens wie ein Witz ohne Pointe. Bitte lächeln.

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • Dead in hollywood
  • Dressed to depress

Tracklist

  1. Slit my wrist
  2. Twist my sister
  3. Dead in hollywood
  4. Love at first fright
  5. People hate me
  6. She was a teenage zombie
  7. Die my bride
  8. Grave robbing U.S.A.
  9. 197666
  10. Dawn of the dead
  11. Let's go to war
  12. Dressed to depress
  13. Kill miss america
  14. B-Movie scream queen
  15. Motherfucker, i don't care

Gesamtspielzeit: 46:31 min.

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  • Murderdolls (17 Beiträge / Letzter am 13.12.2013 - 07:44 Uhr)