Klaxons - Love frequency
Because / Warner
VÖ: 13.06.2014
Unsere Bewertung: 4/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
Die Popgeburt
Schon Anfang 2012 wurde fleißig bezüglich eines neuen Klaxons-Albums getwittert. Auf dem Berlin Festival 2013 spielten die Briten dann ein paar der neuen Songs von "Love frequency". Und in Kürze steht die dritte Platte des Quartetts schließlich im Regal. Hat sich das Warten denn nun gelohnt oder nicht?
Mit Singles wie "Atlantis to interzone" und "Golden skans" aus den Jahren 2006 bzw. 2007 warfen Klaxons wahre Musik-Perlen vor die tanzwütige Clubmeute, die schnell Hunger auf mehr machten. Die erste neue Single "There is no other time", eine trashige Neunziger-Boyband-Hymne mit Eurodance- und Disco-Anleihen, erfüllt sieben Jahre später nicht wirklich die Erwartung an die ehemalige Post-Punk-Revival-Band. Zu ihren Debützeiten hatten die Engländer noch genug Indie und New Wave im Blut, um sogar ein neues Genre zu definieren, doch mit "Love frequency" dreht sich der Sinn. Zum neuen Soundschatz, den der erste Song "There is no other place" ausruft, gesellen sich noch mehr von den Kalibern, die sich bei East 17, West End Girls und Backstreet Boys bedienen: "Show me a miracle", "Out of the dark" und "Invisible forces" sind Songs, die die Vocals in den Vordergrund stellen und sich spätestens nach mehrmaligem Hören als billige Pop-Nummern entpuppen. Mit vielen Höhen und Tiefen, viel sexy Gehauche und Gejaule kann man sich die passende Bühnenshow dazu schon vorstellen. Da wird im Chorus von unwichtigen Dingen gesungen, dazu kommen sehr einfache Discopop-Melodien, die auch von Erasure oder Pet Shop Boys stammen könnten. So entstehen schnelllebige Hits ohne Verstand.
Was die Klaxons-Jungs noch dazudichten, sind mondäne Synthie- und Rock-Klänge, die sie von der bunten Disco-Welt für einzelne Songs wieder abholen. Für Lieder wie "Atom to atom" oder "Children of the sun", welches wieder mal von Tom Rowlands von The Chemical Brothers produziert wurde, muss man Klaxons dann doch wieder ein wenig mehr mögen: Synthies, Bläser und verschobene Rhythmen stehen den Titeln gut. Das bedeutet aber nicht, dass die eingängigen Popmelodien nicht auch durch diese Songs schrubbern und sie verwässern. Nein, catchy Pop-Melodien ziehen sich als fieser Fluch durch das ganze Album. Hier klingt nicht mehr viel nach New Rave oder New-Wave-Indie-Rock. Und von den Erinnerungen an "Golden skans" hört man leider gar nichts mehr. Hier wird keine Verbindung zwischen Rockmusik und Electro geschaffen, sondern Euro mit Dance, Pop mit Euro und Dance mit Pop gepaart. Keine Spur mehr von dem Hunger oder der Lust auf neue Klänge, die einst eine ganze Meute zum Ausflippen brachte.
Highlights
- Children of the sun
- Atom to atom
Tracklist
- New reality
- There is no other time
- Show me a miracle
- Out of the dark
- Children of the sun
- Invisible forces
- Rhythm of life
- Liquid light
- The dreamers
- Atom to atom
- Love frequency
Gesamtspielzeit: 46:07 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
User | Beitrag |
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Ex-Fan |
2014-03-06 22:03:52 Uhr
die sind durch!aber sowas von! die neuen sachen sind einfach nur mainstream dreck und nicht der rede wert überhaupt drüber zu sprechen! |
Armin Plattentests.de-Chef Postings: 27807 Registriert seit 08.01.2012 |
2014-03-06 20:28:16 Uhr
Erscheint am 30.05. |
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Referenzen
Kasabian; Does It Offend You, Yeah?; Late Of The Pier; Goose; These New Puritans; The Longcut; The Rapture; Hot Chip; About Group; Shitdisco; Metronomy; Late Of The Pier; Art Brut; The Rakes; LCD Soundsystem; The Chemical Brothers; Gang Of Four; Talking Heads; New Order; Death From Above 1979; Ima Robot; XTC; Robyn; Empire Of The Sun; MGMT; Midnight Juggernauts; Everything But The Girl; Moloko; Daft Punk; Spandau Ballet; Duran Duran; Soft Cell; The Human League; Bronski Beat; Pet Shop Boys; Erasure; East 17; West End Girls; Backstreet Boys
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