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Simple Plan - No pads, no helmets... just balls

Simple Plan- No pads, no helmets... just balls

Lava / Atlantic / Warner
VÖ: 12.08.2002

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Eiertanz

Au weia! Vielen wird schon ein Blick auf das Cover der Debüt-Platte von Simple Plan genügen, um zu beschließen, die Pop-Punks aus Kanada nicht zu mögen. Hier umgeben sich die milchbubigen Rotzlöffel nämlich ähnlich schamlos mit jungen Damen der leichtbekleideten Art, wie es sonst wohl nur die Chefs diverser Nackedei-Magazine zu tun pflegen. Und als ob nun nicht schon längst alles klar wäre, unterstreicht der Albumtitel gleich nochmal, was es hier zu erwarten gibt: Blödeleien und Machogehabe ohne Netz und doppelten Boden, basierend auf der reinen Manneskraft der Protagonisten. Und gleich nochmal: Au weia!

Rotiert die Scheibe erstmal im CD-Player, werden solche Vorurteile gleichzeitig bestätigt und widerlegt. Sicher sind Simple Plan nicht viel mehr als die 426. (wir haben's mal gezählt) verzichtbare Poppunk-Kapelle aus Übersee. Sicherlich würden sich andere Menschen mit einer Stimme wie der von Sänger Pierre Bouvier nicht mal trauen, laut zu sprechen. Und sicherlich könnte sich auch ein nebenbei im Sandkasten spielendes Vorschulkind seine Lyrics ausdenken. Aber obwohl das alles ein klein bißchen blöd sein mag, offenbart "No pads, no helmets... just balls" bisweilen auch einen unerklärlichen naiven Charme. Ihren 425 verzichtbaren Kollegen haben Simple Plan immerhin die echte Hingabe für das, was sie tun, voraus. Pure Poser mögen zwar nicht unbedingt anders aussehen, sie klingen aber anders.

Zwischen jeder Menge enthusiastisch runtergeschrammeltem Schwachsinn läßt sich auf "No pads, no helmets... just balls" jedoch auch der ein oder andere richtige Bringer entdecken. Die Single "I'm just a kid" ist von jener Sorte Song, deren Refrain nach der zweiten Strophe jeder mitsingen kann, und wäre ein fast sicherer Sommerhit, wenn der Sommer den Sommer in diesem Jahr nicht lieber woanders verbringen würde. Wenig später überrascht "Meet you there" als liebevoll zusammengebastelte Halbballade mit unpeinlicher Streicher- und Pianobeigabe und läßt Simple Plan zumindest vier Minuten lang wirklich glänzend aussehen. Und das liegt dann ausnahmsweise nicht an den ölig schimmernden Brüsten der Gespielinnen.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • I\'m just a kid
  • Meet you there

Tracklist

  1. I'd do anything
  2. The worst day ever
  3. You don't mean anything
  4. I'm just a kid
  5. When I'm with you
  6. Meet you there
  7. Addicted
  8. God must hate me
  9. I won't be there
  10. One day
  11. Perfect

Gesamtspielzeit: 40:08 min.

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