Ben & Ellen Harper - Childhood home

Ben & Ellen Harper- Childhood home

Concord / Universal
VÖ: 02.05.2014

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Mutti ist die Beste!

Nach erfolgreichen Kollaborationen wie zuletzt mit Charlie Musselwhite auf "Get up!", hat Ben Harper nun eine Platte mit seiner Mutter Ellen Harper aufgenommen. Wie der Titel "Childhood home" schon erahnen lässt, geht Harper zurück zu seinen Anfängen. In zehn Tracks (sechs davon stammen aus der Feder von Ben, die anderen vier von Ellen Harper) werden die Schmerzen und Freuden sowie schöne und hässliche Seiten des alltäglichen Familienlebens beschrieben. Heraus kam eine biografische Reise in die Vergangenheit, verpackt in einfachen, amerikanischen Country- und Folk-Melodien, die ausschließlich akustisch eingespielt wurden und nichts von Harpers vielseitigem Genre-Mix zulassen.

Der erste Track "A house is a home" öffnet mit minimalistischen Gitarrenklängen, um Mutter und Sohn die musikalische Grundlage für ein Philosophieren über immerwährende Heimat, die ständiger Zufluchtsort bleibt zu liefern. Mit Textzeilen wie "…even when it's dark / Even when the grass is overgrown in the yard / Even when the dog is too old to bark / And when you're sitting at the table trying not to start", werden amerikanische Träume von ewig gleichen Straßenzügen in immer gleichen Vororten beschrieben, die dennoch ein Gefühl von Geborgenheit, Verwurzelung und Identität transportieren. Das schöne Vorstadtidyll zerbröckelt jedoch gleich wieder im nächsten Song: "City of dream" ist ein leises Lied, das Ellen Harper mit ihrer zerbrechlichen Stimme klagend vorträgt ohne die Gitarre aus der Hand zu legen. Neben der starken Stimme Ben Harpers klingt ihr Gesang zu leise; sie steht gesanglich eher im Hintergrund. In lieblichen Duetts mit akustischen Retroklängen tragen die beiden ihre Geschichte vor und besonders mit balladesken Liebesliedern wie "Born to love you" und "Altar of love" wird die eigentliche Botschaft des Albums klar. Hier geht es nicht in erster Linie darum zwei Talente zu zeigen, sondern darum sich einen Wunsch zu erfüllen.

Ben Harper verdankt seiner Mutter seinen Zugang zur Musik. Als alleinerziehende Mutter hat Ellen Harper ihren Sohn jeden Tag ins großelterlich gegründete Folk Music Center and Museum im kalifornischen Claremont gebracht. Dort lernte er die unterschiedlichsten Instrumente und Künstler wie Taj Mahal, Ry Cooder oder David Lindley kennen. Passend zum Muttertag sagt Ben Harper Danke: Mit einem 30-minütigen Album voller eingängiger Harmonien zwischen Akustikgitarren, Klavierklängen und noch mehr Akustikgitarren. Eine Platte, die seine Liebhaber wiedermal finden wird – aber vor allem der Mama ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

(Natalie Cada)

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Highlights

  • A house is a home
  • Altar of love

Tracklist

  1. A house is a home
  2. City of dreams
  3. Born to love you
  4. Heavyhearted world
  5. Farmer's daughter
  6. Memories of gold
  7. Altar of love
  8. Break your heart
  9. Learn it all again tomorrow
  10. How could we not believe

Gesamtspielzeit: 33:46 min.

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Armin

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2014-04-29 12:26:42 Uhr
Frisch rezensiert! Meinungen?
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