NoNoNo - We are only what we feel

NoNoNo- We are only what we feel

Warner
VÖ: 28.03.2014

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Nach dem Pfiff

Bobby McFerrin war gut gelaunt und pfiff drauf. Die Jungs von Monty Python ebenso. Und den Scorpions gelang es sogar, einen ganzen eisernen Vorhang in Grund und Boden zu pfeifen. So mutet es wenig verwunderlich an, dass sich auch 2013 ein Schlager mit Pfiff in den Gehörgängen von Millionen festbeißen konnte. "Pumpin blood" hieß das Lied, und es war trotz seiner Allgegenwärtigkeit eine charmante Pop-Hymne, die zum Tanzen, Springen und Mitpfeifen einlud. Verantwortlich zeichnete das schwedische Trio NoNoNo, das sich aus dem Produzentengespann Tobias Jimson und Michel Aviator (auch bekannt als Astma & Rocwell) und der Sängerin Stina Wäppling zusammensetzt. Schon wieder Schweden also. Und schon wieder ein One-Hit-Wonder aus dem hohen Norden?

Dass der Band die Gefahr eines raschen Abstiegs durchaus bewusst war, zeigt die Tatsache, dass sie sich mit ihrem Debüt "We are only what we feel" Zeit gelassen hat. Zwischen dessen Veröffentlichung und dem Chartstürmer liegt immerhin ein gutes halbes Jahr, sodass sich das Werk nur noch schwerlich mit Stickern wie "Das Album zur Hit-Single" bekleben lässt. Natürlich ist "Pumpin blood" vertreten, es ist aber sowohl sound- als auch stimmungstechnisch nicht repräsentativ für den Stil von NoNoNo. Nicht jene fast schon kindliche Beschwingtheit, sondern eine gesunde Mischung aus schwelgerischen Melodien und unaufdringlicher Melancholie kennzeichnet die neun anderen Songs. Und das ist erstmal gut so.

Dass die Schweden nämlich ein Händchen für das gewisse Etwas haben, zeigen Lieder wie "Echo": In den Strophen wird das Stück von zarten Klavierharmonien getragen, während im Refrain sphärische Klangflächen mit leicht verzerrten Synthielinien wetteifern. Über allem schwebt Wäpplings mädchenhafte, aber prägnante Stimme. Eigenartig körperlos ist das, aber auch eigenartig schön. So modern sie bei Erstkontakt auch klingen mögen, ganz verleugnen können die Schweden ihre Einflüsse aus den Achtzigern indessen nicht: "Johnny" erinnert mit seinem dumpf hallenden Schlagzeug und den lässig hinter einem Berg aus Backgroundchören twangenden Gitarren nicht von ungefähr an Künstler wie Laura Branigan oder gar Desireless. Auch der großartige Opener "Jungle" schlägt in diese Kerbe und macht müde Menschen munter.

Nicht allen Stücken auf "We are only what we feel" gelingt es jedoch, die stets unter der hübschen Oberfläche lauernde Leere ausreichend zu übertünchen. NoNoNo machen keine Musik, die begleitet, sondern doch nur Begleitmusik – trotz aller liebreizenden Hooklines und der ebenso zeitgeistigen und bis ins kleinste Klangdetail durchdesignten Produktion hinterlässt das Album keinen lange währenden Nachgeschmack. Das Grinsen, das einem Lieder wie "Down under" und seine Mitstreiter aufs Gesicht zaubern, ist nicht gekommen, um zu bleiben. Wäre ja auch ziemlich schmerzhaft auf Dauer.

(Christopher Sennfelder)

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Highlights

  • Jungle
  • Echo
  • Pumpin blood

Tracklist

  1. Jungle
  2. Like the wind
  3. Pumpin blood
  4. Echo
  5. One wish
  6. Hungry eyes
  7. Down under
  8. Fire without a flame
  9. Johnny
  10. Love

Gesamtspielzeit: 35:16 min.

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Armin

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Registriert seit 08.01.2012

2014-02-24 22:26:31 Uhr
Electro-Pop made in Sweden:

NONONO veröffentlichen ihr Debütalbum

“We Are Only What We Feel”am 28. März!



Zweite Single “Hungry Eyes“ erscheint ebenfalls am 28. März

Anstehende US-Tour als Support für Twenty One Pilots


Internationale Musik,- Fashion- und Lifestyle-Medien wie das Billboard Magazine, das Time Magazine oder Elle haben sie in diesem Jahr als vielversprechendster „Artist To Watch“ im Visier und auch TV-Late Night-Ikone Jimmy Kimmel, die Vogue, Popbytes und viele andere überschlagen sich regelrecht mit euphorischen Kritiken: Mit „Pumpin` Blood“ haben NONONO im letzten Jahr den weltweiten Sommerhit schlechthin abgeliefert. Mit „Hungry Eyes“ legen die Stockholmer Electro-Pop-Shootingstars nun das nächste Outtake aus ihrem am 28. März erscheinenden Longplay-Debüt „We Are Only What We Feel“ vor!



Hinter dem mysteriösen Bandnamen NONONO stecken Sängerin Stina Wäppling und das für seine Arbeit mit Icona Pop bekannte Producer-Duo Astma & Rocwell, das sich für den hymnisch-eingängigen Electro-Pop-Unterbau verantwortlich zeichnet. Ein ebenso tanzbarer, wie auch atmosphärischer Crossover, der auch mit der brandneuen Single „Hungry Eyes“ allerbeste Chancen auf vordere Chartpositionen besitzt und es hier zu hören gibt:



https://soundcloud.com/nononoofficial/nonono-x-hungry-eyes_1

Auf „We Are Only What We Feel“ machen NONONO den Weg frei für ihre ganz eigene, unverbrauchte Interpretation von Electro-Pop. Während Stina mit ihrer sexy-rauchigen Stimme für die melancholisch-angedunkelten Vocals sorgt, sind ihre beiden Jungs an den Reglern für den hymnisch-eingängigen Synthetik-Unterbau verantwortlich. Bittersüßer Urban Electro-Pop mit Ecken und Kanten, der aus dem Kontrast von Hell und Dunkel gespeist wird. Mit „We Are Only What We Feel“ stellen NONONO ihre musikalische Vielseitigkeit eindeutig unter Beweis: angefangen bei dem überirdisch schwebenden Opener „Down Under“, das schwermütig zwischen eindringlichen Pianos und brutzelnden Synthies oszillierende „Echo“, über das vertrackt-tribale „Johnny“ bis hin zum sehnsüchtig treibenden „Jungle“. Auf dem traurig-verhaltenen „Love“ präsentiert man sich von gefühlvollsten Seite, um das Album schließlich mit dem euphorischen „One Wish“ und der mitreißenden Smashsingle „Pumpin` Blood“ abzuschließen.

NONONO waren 2014 für den Swedish Grammy Award in gleich zwei Kategorien „Best Song“ und „Best New Act“ nominiert. Diesen Frühling wird die Band Twenty One Pilots auf ihrer US-Tour supporten, in dessen Rahmen NONONO auch auf dem berühmten SXSW Kunst- und Musikfestival in Texas zu sehen sein werden, bevor das Trio im August auf dem legendären Lollapalooza Festival auftritt.

www.nononoofficial.com

https://www.facebook.com/nononoofficial

https://twitter.com/nononoofficial

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