The Fray - Helios

The Fray- Helios

Epic / Sony
VÖ: 21.02.2014

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Rettung naht

Hand aufs Herz: Wenn drei Alben sich in einer Punktzahl richtig eingenistet haben, kann Nummer vier da so schnell auch nicht wieder raus. Ein gutes Beispiel dafür sind The Fray. Mit ihrem 2005er Song "How to save a life" können sie sich bis heute durch sämtliche Arztserien dudeln und dabei die dramatischen Momente in richtige Tränenorgien verwandeln. Neun Jahre später nimmt die Band öfter einmal eine Gitarre zur Hand. Von den Balladen kommen The Fray trotzdem nicht los. Was dann noch übrig bleibt? Noch eine Platte aufnehmen, die klingt wie die anderen und hoffen, dass die Fans es erneut schlucken, scheint jedenfalls eine greifbare Lösung zu sein.

Der Opener "Hold my hand" entpuppt sich dabei als letzter Versuch, mit schmalzigem Liebesgesäusel noch einen Chartdauerbrenner zu landen. Isaac Slades Stimme ist aber gleich zu Anfang schon so angekratzt, dass der Verdacht aufkommt, der Sänger habe vor dem Studiobesuch eine ganze Packung Zigaretten auf einmal verqualmt. Die Energie die von den rauen Gitarren mühsam aufgebaut wird, löst sich dann ebenso schnell in Luft auf wie die Rauchwolken selbst. Das restliche Pulver verschießt danach direkt "Love don't lie": Hier klingen die erzwungenen Beats und die noch unglaubwürdigere Maskulinität, als hätten The Fray Nachhilfeunterricht bei The BossHoss persönlich genommen. In Wirklichkeit aber wurden sie von OneRepublic-Frontmann Ryan Tedder unterstützt. Damit wäre dann auch geklärt, warum die beiden Bands musikalisch kaum noch zu unterscheiden sind. Ähnlich ist es bei den meisten der übrigen Songs von "Helios", die sich im Grunde anfühlen, als wären sie ein einziger Titel, der niemals enden will.

Nur den beiden Balladen "Hurricane" und "Our last days" gelingt es, ans Hitpotenzial von "How to save a life" oder "You found me" anzuknüpfen. Zur Sicherheit bleibt der Finger aber besser trotzdem auf dem "Weiter"-Knopf. Man kann ja nie wissen. Aber so sehr sie sich auf ihrem neuen Album auch beeinflussen lassen – The Fray haben sich den Rückweg mit Brotkrumen markiert und finden (leider) immer wieder zu ihrem Sound zurück. Und auch wenn Hitmacher Tedder sich viel Mühe gegeben hat: Sie klingen eben, wie sie klingen, und wenigstens die Lokalradios lieben sie dafür. Trotzdem klettert die Band auch mit "Helios" keine Stufe höher. Aber einen Versuch war's ja wert.

(Lena Zschirpe)

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Highlights

  • Hurricane
  • Our last days

Tracklist

  1. Hold my hand
  2. Love don't lie
  3. Give it away
  4. Closer to me
  5. Hurricane
  6. Keep on waiting
  7. Our last days
  8. Break your plans
  9. Wherever this goes
  10. Shadow and a dancer
  11. Same as you

Gesamtspielzeit: 41:37 min.

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User Beitrag

Travis

Postings: 24

Registriert seit 13.06.2013

2013-10-22 21:20:52 Uhr
Neue Single Love Don't Die
http://www.youtube.com/watch?v=CGPpx-rpZaM

Album am 14. Januar 2014

Neue Single klingt bisschen nach OneRepublic.

Kann man gut finden, muss man aber nicht.
Klingt aber dennoch ganz frisch.
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