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The King - Return to splendor

The King- Return to splendor

EMI
VÖ: 28.02.2000

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Auferstehung des Rock'n'Roll

Heute ein König! The King alias James Brown, die Schmalzlockenreinkarnation Elvis Presleys, bringt nach seiner 98er Debütplatte "Gravelands" sein zweites Machwerk "Return to splendor" heraus. Das Thema dieses Albums ist die Neuauflage von Songs, deren Interpreten bereits das zeitliche gesegnet haben. Teilweise ist das zwar diesmal ein wenig weit hergeholt - die Coverversion von "Under the bridge" (Red Hot Chili Peppers) wird mit dem verblichenen Hillel Slovak rechtfertigt - aber es gibt nun mal mehr gute Songs als tote Künstler.

Wie der Albumtitel schon verdeutlicht, ist es Browns Absicht, den eingespielten Songs zu neuem Ruhm zu verhelfen und ihnen neuen Glanz zu verleihen. In diesem Sinne hat der neue King sich Bands wie die Rolling Stones, die Red Hot Chili Peppers oder die Sex Pistols zur Neuauflage vorgenommen. Dieser Tribut ausschließlich an von uns gegangene Künstler ist von der Idee her eigentlich nicht uninteressant, doch im Grunde genommen alles andere als innovativ. Man denke nur an die vielfältigen Tribute-Alben oder an diverse (Lokal-) Bands, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, alte Werke neu zu interpretieren oder einfach nur plump nachzuspielen.

Stücken wie "Sympathy for the devil", "The house is rockin'", "You got it" oder auch "Good vibrations" stehen die Stimme des Kings wirklich gut zu Gesicht, und diese gehen, ähnlich wie die Originale, sofort flüssig ins Gehör über. Der King überzeugt hier mit seiner schmalzigen Stimme, die dem Original Elvis Presley wirklich sehr nahe kommt. Leider paßt die Stimme Browns nicht zu sämtlichen Songs, so daß die Pracht von "Under the bridge", "Child of a pracher man" oder auch "King of the road" ziemlich unter seinem Gesang zu leiden hat.

The King versucht mit "Return to splendor" sowohl die älteren, als auch die jüngeren Jahrgänge als Zielgruppe für den wahren Rock 'n Roll zu gewinnen. Für wen diese Musikrichtung jedoch in Frage kommt, sollte jeder selbst entscheiden, obwohl Evergreens wie "Crazy little thing called love" im Original wahrscheinlich bei jung und alt gleichermaßen beliebt sind. Die Platte ist jedoch mehr Farce als Meisterwerk und kann nicht überzeugen. Nachdem sich nun auch die Idee, die bei der ersten King-Platte noch ganz nett erschien, sehr schnell abgenutzt hat und sich manche verblichene Künstler sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen würden, bleibt für "Return to splendor" nur eine Wertung knapp unter Durchschnitt.

(Benjamin Bunte)

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Highlights

  • You got it
  • Good vibrations
  • Crazy little thing called love

Tracklist

  1. Sympathy for the devil
  2. L.A. woman
  3. Under the bridge
  4. The house is rockin'
  5. Whole lotta love
  6. You got it
  7. Everybody's talkin'
  8. Child of a preacher man
  9. King of the road
  10. Good vibrations
  11. Crazy little thing called love
  12. Pretty vacant
  13. Hoochie coochie man
  14. Take me home, country roads
  15. What a wonderful world

Gesamtspielzeit: 54:40 min.

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