Bad Religion - Christmas songs

Bad Religion- Christmas songs

Epitaph / Indigo
VÖ: 22.11.2013

Unsere Bewertung: 2/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Kein Spaß

Nun, eigentlich ist man ja angehalten, hier im Zuge der Specials zum Jahresende nicht herumzuschwadronieren. Dass Weihnachten vor der Tür steht und man sich auf Künstler- oder Labelseite gerne ein bisschen am Weihnachtsgeschäft beteiligt. Zumal ja Bad Religion alles andere als im Verdacht stehen, bei derlei Spielchen mitzumachen. Eigentlich. Würden die Mannen um Greg Gaffin und Brett Gurrewitz jetzt nicht ausgerechnet eine Platte unter die Leute bringen, die mit "Christmas songs" betitelt ist und auch ganze neun Weihnachtslieder im Punk-Gewand enthält. Von dem her: Ja, das Jahr neigt sich dem Ende zu, ja, Weihnachten steht vor der Tür und Bad Religion liefern zu diesem Anlass 19 Minuten lang mehr oder weniger passende musikalische Untermalung.

Moment, echt jetzt? Bad Religion? Sind das nicht die mit dem durchgestrichenen Kreuz als Logo? Die Band, die zuletzt mit "True North" eine mehr als ordentliche Spätform bewiesen hat? Ja, genau um die geht es hier. Und ja, die haben tatsächlich ein Weihnachtsalbum aufgenommen. Vielleicht handelt es sich hierbei ja um eine dermaßen ausgefuchste Form der Kritik, die der geneigte Schreiberling aufgrund beschränkten Horizonts nicht versteht. Ist aber auch egal. Denn: "White Christmas" oder "Little drummer boy" in der Bad-Religion-Version, sprich gekleidet in bratzende Powerchords und Oh-oooh-Chöre, braucht nun wirklich kein Mensch. Auch wenn das handwerklich hübsch gemacht und natürlich toll prodziert ist. Gründe für nicht mal zwanzig Minuten mediokrer Unterhaltung auch noch sauer verdientes Geld auszugeben gibt es trotzdem keine.

Wirklich, die Liste sinnvollerer Weihnachtsaccessoires ist lang und beginnt mit Glühwein und selbstgestrickten Mützen. Oder Socken. Eigentlich mit so ziemlich allem, außer diesem Machwerk. Was bleibt, ist die Frage, was sich eine Band, die nicht seit gestern erst ordentliche Platten aufnimmt, bei solchen Späßen denkt. Ob man das letztendlich überhaupt wissen will? Eher nicht. Am besten nimmt man dieses Album wohl mit Humor. Besser macht es das aber nicht.

(Martin Smeets)

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Highlights

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Tracklist

  1. Hark! The herald angels sing
  2. Oh come all ye faithful
  3. O come, o come Emmanuel
  4. White Christmas
  5. Little drummer boy
  6. God rest ye merry gentleman
  7. What child is this?
  8. Angels we have heard on high
  9. American Jesus

Gesamtspielzeit: 19:02 min.

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